Cornelia Goethe Centrum

Newsletter CGC aktuell 02|2019

Ich freue mich, Sie zu einer neuen Ausgabe von »CGC aktuell« begrüßen zu dürfen.

„Wandlung ist das unwandelbarste aller kosmischen Gesetze.“ Diese Erkenntnis stammt von Hedwig Dohm, einer Frauenrechtlerin und feministischen Theoretikerin, die als eine der Ersten geschlechtsspezifische Verhaltensweisen auf die kulturelle Prägung zurückführte. Das Porträt von Hedwig Dohm ist eines von insgesamt 21 historischen Frauenporträts, die wir ab dem 30. Oktober in einer Ausstellung im Foyer des PEG auf dem Campus Westend zeigen. „Habt den Mut zum Neuen!“ – Frauen im Kampf um Rechte und Gerechtigkeit lautet der Titel der Ausstellung, zu der ich Sie an dieser Stelle herzlich einladen möchte.
Um Wandlungsprozesse geht es ebenfalls in unserem Cornelia Goethe Colloquium: Trans*Formationen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe, die sich in diesem Wintersemester den Kämpfen von Trans*Personen widmet. Mit der zunehmenden rechtlichen Anerkennung („Dritte Option“) stellt sich die Frage nach neuen Spielregeln und Begründungen, aber auch nach Widerständen und Sanktionen. Das Colloquium will die vielfältigen Lebensweisen und Lebensrealitäten von Trans*Personen untersuchen und diskutieren. Den Auftakt macht am 23. Oktober um 18 Uhr Veronika Magyar-Haas, Professorin für Erziehungswissenschaften an der Université Fribourg. Sie spricht „Zur Vulnerabilität des Selbst im Transformationsprozess“.

Auch unser GRADE Center Gender bietet im kommenden Semester ein attraktives Programm: Am 16. Januar 2020 beispielsweise wird sich Jack Halberstam von der Columbia University mit dem Gegenteil von Zivilisation und Ordnung beschäftigen. „Wildness“ lautet der Titel seines Workshops. Ganz besonders freue ich mich auch auf die GRADE Gender Semester Closing Ceremony am 12. Februar 2020, bei der es erstmals eine Poster Präsentation der Mitglieder des Grade Centers Gender gibt, von der ich mir spannende Einblicke in laufende Forschungsprojekte verspreche.

Ein persönlicher Höhepunkt war rückblickend für mich ohne Zweifel das Gender Modul der Frankfurt Summer School, die im August erstmals mit den Gender Studies stattfand. „Decolonising and Feminisms“ lautete der Titel und Studierende aus China, Indonesien, den USA oder Spanien nahmen teil. Die internationale Zusammensetzung sorgte für überaus spannende Diskussionen und damit verbunden für viele wertvolle Erkenntnisse.

Wichtige Einblicke verschaffte auch die Konferenz „Under the European Asylum Rainbow: Intersectional Queer Challenges“ Anfang Juli, organisiert von der Gastwissenschaftlerin Nina Held. LGBTQI+ Flüchtlinge und Asylsuchende aus aller Welt nahmen teil, um sich mit Mitarbeiter*innen verschiedener internationaler NGOs und Hilfsorganisationen auszutauschen und politische Lösungen für Probleme zu diskutieren. Die persönlichen Geschichten und Schicksale berühren, doch noch mehr berührte der Mut aller Teilnehmer*innen. Es wurde deutlich, dass akuter Handlungsbedarf besteht, um die Situation besonders der LGBTQI+ Flüchtlinge und Asylsuchenden zu verbessern.

Ich freue mich darauf, Sie zu unseren Veranstaltungen begrüßen zu können. Viel Spaß beim Lesen des Newsletters.
Ihre Helma Lutz

Hier kann der aktuelle Newsletter CGC aktuell 02|2019 heruntergeladen werden.

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