Cornelia Goethe Centrum

Rechtspopulismus und Geschlechterpolitik in Europa – Kooperationstagung vom 27.-28. April

Die Geschlechter- und Gleichstellungspolitik der Europäischen Union galt einige Jahrzehnte lang als Erfolgsgeschichte, an der Frauenbewegungen und institutionelle Frauenforschung im europäischen Raum ihren maßgeblichen Anteil hatten. Inzwischen entwickeln sich europaweit rechtspopulistische Gegenbewegungen, die gegen demokratische Institutionen und insbesondere gegen Genderpolitiken und sexuelle Selbstbestimmung mobilisieren. Erkämpfte Rechte und Praktiken, etwa im Bereich reproduktiver Rechte, werden wieder in Frage gestellt.

Wir wollen mit Expertinnen aus verschiedenen europäischen Ländern aus Politik, Wissenschaft und Praxis folgende Fragen diskutieren: Wie wirkt sich die Mobilmachung von Rechtspopulisten auf Europa und die EU-Politik aus? Aus welchen historischen und ideologischen Quellen speist sich der gegenwärtige Antigenderismus? Wer sind die AkteurInnen? Welche Rechte werden konkret angegriffen? Wo hat die Gleichstellungspolitik der EU Lücken gelassen, in die rechtspopulistische Kräfte stoßen können? Und müsste diese Umbruchsituation nicht auch dazu genutzt werden, emanzipatorische, feministische Politik neu zu denken und zu begründen?

Die Veranstaltung Rechtspopulismus und Geschlechterpolitik in Europa  von Heinrich-Böll-Stiftung, Hessen, Stiftung Frauen in Europa, Frauenreferat der Stadt Frankfurt, dem Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen (gFFZ) und dem Cornelia Goethe Centrum findet vom 27.-28. April 2018 in der Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, statt.

Einzelheiten zum Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Wir laden Sie herzlich ein, sich bis zum 20. April über folgenden Link für die Veranstaltung anzumelden: https://www.boell-hessen.de/rechtspopulistische-geschlechterpolitiken-europa/

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