Cornelia Goethe Centrum

Vom Weiberrat zur Frauenprofessur / Die Frauenbewegung der 68er

In der aktuellen „Forschung Frankfurt“, dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität, findet sich der Beitrag von Ulla Wischermann „Vom Weiberrat zur Frauenprofessur“ über die Frauenbewegung der 68er. Hier ein kleiner Auszug:

Es herrschte eine großartige Aufbruchsstimmung. In der Generation unserer Mütter waren Frauenprobleme wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Gewalt in der
Ehe noch Tabuthemen. Jetzt konnten wir sie ansprechen. Es gab Solidarität zwischen den Frauen und die Hoffnung, die Probleme künftig strukturell lösen zu können. Wir gingen für unsere Anliegen auch auf die Straße, aber wir waren bei Demos nicht auf Konfrontation mit der Polizei aus. Für viele Männer standen Schlägereien mit Polizisten
stellvertretend für die Auseinandersetzung mit ihren autoritären Vätern und dem Staat. Aber wir im Weiberrat hatten Angst vor Gewalt. Klar wollten wir provozieren und  Grenzen überschreiten, aber wir haben uns dazu lustige Aktionen und Straßentheater ausgedacht, haben uns verkleidet und sind zum Beispiel mit Kochlöffeln auf Töpfe trommelnd durch die Straßen gezogen. Den Höhepunkt unserer Aktionen bildeten bundesweite Aktionswochen im Februar und März 1974, vor der Verabschiedung der Fristenregelung im Bundestag. Aus Protest gegen Ärzte, die Abtreibungen nur mittels Ausschabung unter Vollnarkose vornahmen, nahmen 14 Berliner Ärztinnen und Ärzte eine Abtreibung mit der Absaugmethode ohne Narkose vor, die am 11. März 1974 in der Sendung Panorama des NDR gezeigt werden sollte.

Erinnerungen der Jura-Studentin Sibylla Flügge.

Den gesamten Text können Sie in Forschung Frankfurt nachlesen. Hier geht es zum Download des Wissenschaftsmagazins der Goethe-Universität.

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