Konzeption:
Dr. Marianne Schmidbauer
Koordination:
Daniela Müller und Frauke Eckl, Tel.: 798-35100
In diesem Semester stehen die Colloquien unter dem Titel:
Vielen klingen vielleicht noch die Slogans der Frauenbewegungen seit den 1960er Jahren im Ohr: ‚Das Private ist politisch‘, ‚Mein Bauch gehört mir‘ oder ‚Wir sind frei und wild, aber kein Freiwild‘. Es ging um eine Analyse von ‚Sexualpolitik‘ (Kate Millett) und Forderungen nach der Anerkennung alternativer Lebensentwürfe. Was damals von Frauen-, Lesben- und Schwulenbewegungen frech und bunt auf den Begriff gebracht wurde, sind bis heute gesellschaftspolitisch brisante Themen und zentrale Gegenstandsbereiche der wissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung/ Gender Studies, die normierende und hierarchisierende Geschlechterverhältnisse kritisieren. Mittlerweile sind Regulierungs- und Normalisierungsverfahren bei der Herstellung binärer Zweigeschlechtlichkeit in den Fokus der Analyse gerückt. Heteronormativität, so besonders die Kritik der Queer Studies, werde zu wenig in Frage gestellt und in empirischen Forschungen immer bereits vorausgesetzt. Das ist eine wichtige Kritik. Welche Perspektiven verbinden sich damit? Wie ist eine feministische Sexualitätstheorie weiter zu entwickeln? Welche Forschungsdesiderate sind zu identifizieren? Was kann die interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung zu aktuellen Debatten um Sexualität/en beitragen?
Diese und andere Fragen möchten wir gerne diskutieren und laden Sie sehr herzlich ein, sich zu informieren. Direktor_innen und Kooperationspartner_innen des Cornelia Goethe Centrums aus den Bereichen: Cultural Studies, Geschichte, Soziologie, Germanistik und Politikwissenschaften freuen sich auf Ihr Interesse.
Download: Programmbroschüre Cornelia Goethe Colloquien: Sexualität/en. Theoretische Perspektiven, empirische Forschungen. (PDF, >1 MB)
Zeit und Ort:
alle Vorträge:
jeweils mittwochs, 18:00 - 20:00 Uhr c.t.
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino, R. 1.801
| 15.05.2013 | Benedetta Gennaro Cultural Studies |
Unruly bodies: women warriors and representations of sexuality. Achtung Raumänderung. Neuer Raum: PEG 1.G135 |
Abstract |
| 22.05.2013 | Dagmar Herzog Geschichte |
Das Jahrhundert der Sexualität? Lust und Liebe in Europa - von Viktoria bis Viagra. |
Abstract |
| 05.06.2013 | Phil C. Langer Soziologie |
Riskante Sexualität. Viriles Begehren und schwule Identitätskonstruktionen im Kontext von HIV und Aids. | Abstract |
| 19.06.2013 | Andreas Kraß Germanistik |
Trianguläres Begehren. Liebe, Ehe, Freundschaft und Sexualität im 'Tristan' Goottfrieds von Straßburg. | Abstract |
| 10.07.2013 | Nikita Dhawan Politikwissenschaften |
The Empire Prays Back: Religion, Secularity and Queer Critique. | Abstract |