Cornelia Goethe Centrum

Panel Discussion: “Gender Diversity in Day-care Centres, Schools, Universities and Youth Work. Practical Educational Perspectives on the ‘Third Option'” on 05.02.2020

The event will be held in German.

Im Rahmen des Cornelia Goethe Colloquiums zum Thema ‘Trans*Formationen’ findet die Podiumsdiskussion: Geschlechtliche Vielfalt in KiTa, Schule, Hochschule und Jugendarbeit – bildungspraktische Perspektiven zur „dritten Option“ am 05.02.2020 von 18 bis 20 Uhr c.t. im IG-Farben-Haus am Campus Westend statt.

Info: Die Veranstaltung findet im Raum IG 311 im Erdgeschoss des IG-Farben-Hauses statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Vortragssprache: Deutsch

Podium:
Elena Barta (Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt – LSBTIQ Koordinierungsstelle)
Conny-Hendrik Kempe-Schälicke (Bundessprecher*in GEW AG LSBTI, Senatsverwaltung Berlin)
Kai Klose (Hessischer Staatsminister für Soziales und Integration)
Marco Linguri (Teamer* bei SCHLAU – Bildungs- und Antidiskriminierungs-Arbeit)
Márcia Elisa Moser (Gleichstellungsbüro Goethe-Uni – Projektleitung “Diversity Kompetent”)

Moderation:
Tina Breidenich (Pädagogische Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität)

2017 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass eine dritte Personenstandskategorie in Deutschland eingeführt werden muss. Diese Entscheidung zur sogenannten „Dritten Option“ wurde damit begründet, dass Personen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen (wollen oder können), in ihren Grundrechten verletzt werden, wenn das Personenstandsrecht sie dazu zwingt, sich binär als weiblich oder männlich zu registrieren. Spätestens seit der veränderten rechtlichen Situation müssen sich Institutionen in u.a. Politik und Verwaltung aber vor allem auch Bildungseinrichtungen daher verstärkt mit der Lebensrealität von trans*, inter* sowie nicht-binären Menschen und deren Möglichkeiten zur Selbstbestimmung auseinandersetzen. Mit den Fragen, ob und wie dies geschieht, bleiben die Institutionen bisher oftmals sich selbst überlassen.

Darüber hinaus ist die Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem bisher vor allem belegt für die Ungleichheitsdimensionen Klasse, natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeit und Geschlecht. Wie aber verhalten sich diese Dimensionen zu Heteronormativität und Cisgenderismus? Und wie müsste „Bildung“ an einer inklusiven und differenzreflexiven (Hoch)Schule aussehen, damit sexuelle und geschlechtliche Vielfalt berücksichtigt und strukturelle Diskriminierungen systematisch abgebaut werden? Wie verhält sich schließlich Pädagogik zu Politik?

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, IG-Farben-Haus, Raum IG 311
Datum, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!