Cornelia Goethe Centrum

CGNachwuchsCentrum

Junge Wissenschaftler*innen werden im Cornelia Goethe Centrum auf verschiedene Art und Weise gefördert. Grundlegend ist die individuelle Betreuung und Unterstützung von Promovierenden durch Professorinnen und Professoren des Centrums. Ihre Doktorand*innen-Colloquien bieten ein Forum für die Präsentation und Diskussion des eigenen Themas und den Austausch von Erfahrungen innerhalb eines Kreises unterstützender Kolleg*innen. Zusammen mit den internationalen Workshops und Tagungen sowie den Cornelia Goethe Colloquien eröffnen sie jungen Wissenschaftler*innen die Chance, ihre Ergebnisse einer interessierten wissenschaftlichen und außeruniversitären Öffentlichkeit zu vorzustellen, Netzwerke zu bilden sowie Projektideen zu entwickeln und umzusetzen.

Im CGNachwuchsCentrum, einer Außenstelle des Centrums am Campus Bockenheim, sind Promotionsnetzwerke und Projekte angesiedelt. Auch für Gastwissenschaftler*innen stehen Arbeitsplätze zur Verfügung.

In Kooperation mit der Goethe Graduate Academy (GRADE) bietet das CGC im GRADE Centre Gender ein breites Spektrum an Veranstaltungen für Wissenschaftler*innen mit Qualifikationsprojekten im Bereich der Geschlechterforschung an. Vom Förderkreis des Cornelia Goethe Centrums wird der Cornelia Goethe Preis für herausragende Dissertationen oder Habilitationen verliehen.

Weitere Weiterbildungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und Beratung: Gleichstellungsbüros der Goethe-Universität („pro professur“), Stabstelle Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Goethe-Universität sowie International Office.

Aktuelle Netzwerke und Projekte im CGNachwuchsCentrum

Sozialisation, Familien und Gender im Kontext der Migration. Biographische Policy-Evaluation zum Sprachenerlernen durch Migrant*innen in Frankreich und Deutschland

Welche Erfahrungen machen Migrant*innen und ihre Nachkommen beim Erlernen der Sprache des Aufnahmelandes? Wie wirken sich politische Regulierungen darauf aus? Was gehört zu den Bedingungen von Mehrsprachigkeit? Zur rekonstruktiven Erforschung dieser Fragestellungen sollen autobiographisch-narrative Interviews mit Familienmitgliedern mehrerer Generationen geführt und in mehrtägigen interdisziplinären Workshops analysiert werden. An diesem Projekt, das im Rahmen des DFH-Programm zur Bildung thematischer Netzwerke für Nachwuchswissenschaftler*innen 2014 und 2015 gefördert wird, beteiligen sich Doktorand*innen, Post-Docs und ihre Betreuer*innen der Universitäten Strasbourg und Frankfurt am Main. Ihre Zusammenarbeit beruht auf einem bereits langjährigen binationalen PhD-Kolloquium mit Schwerpunkt im Bereich der Sozialisations- und Migrationsforschung. Der rekonstruktive Ansatz einer Biographical Policy Evaluationist in den letzten Jahren von Ursula Apitzsch, Maria Kontos, Catherine Delcroix und Lena Inowlocki entwickelt worden, um Politiken und deren Umsetzung in der Praxis aus der Erfahrungsperspektive der Beteiligten nachzuvollziehen und zu analysieren. Im Unterschied zu einem Top-Down-Ansatz,mit dem zumeist verschiedene Politikbereiche (Gesundheitspolitik, Bildungspolitik, Sozialpolitik u.a.) jeweils getrennt untersucht werden, richtet sich unsere Fragestellung darauf,  wie sich dieunterschiedlichen Regulierungen und ihre Umsetzung in der Praxis im Leben von Menschen überschneiden und ihren Lebensverlauf beeinflussen sowie auf die Strategien, die im Verhältnis zu diesen Bedingungen als Formen der Anpassung, des Widerstandes und der Einflussnahme entwickelt werden. Sprachpolitiken beziehen sich auf zentrale –unter anderem genderspezifische – Aspekte und Bedingungen im Kontext der Migration. Sie betreffen beispielsweise transnationale Lebensweisen von Familien und Mehrsprachigkeit; Visa- und Einreisebestimmungen zum Familiennachzug; Sprachunterricht und -prüfungen im Einwanderungsland; berufliche Qualifizierung und Arbeitsmöglichkeiten; Sprachenerwerb im Kleinkindalter; Schulerfahrungen und Bildungschancen; soziale Teilhabe; adäquaten  Zugang zum Gesundheitssystem und zu psychosozialer Versorgung.

Die Deutsch-Französische Hochschule fördert das Thematische Netzwerk für Nachwuchswissenschaftler*innen „Sozialisation, Familien und Gender im Kontext der Migration. Biographische Policy-Evaluation zum Sprachenerlernen durch Migrant*innen in Frankreich und Deutschland“.

Projektleitung: Professeure Catherine Delcroix, Laboratoire «Dynamiques Européennes» (DE), UFR des Sciences Sociales, Pratiques Sociales et Développement (S.S.P.S.D.), Université de Strasbourg und Prof. Dr. Lena Inowlocki, Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC), Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Kontakt: Lena Inowlocki, inowlocki@soz.uni-frankfurt.de

Biographical achievements and negotiations of belongings among the descendants of immigrant families. A qualitative comparative study on the impact of policies in two generations in the metropolitan areas of Strasbourg and Frankfurt am Main

Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Apitzsch
Förderung: University of Strasbourg Institute for Advanced Study (USIAS)
Laufzeit: 2017-2019

Between Two Pasts – Immigrants‘ Constructing and Re-Constructing the Narratives of their Past. The Case of Israel and Germany Life, Work and the Socialization of the Next Generation

Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Apitzsch in Kooperation mit Prof. Lena Inowlocki und Prof. Heino Ewers
Projektmitarbeiter*in: DoktorandInnen der Goethe-Universität und der Tel Aviv University
Laufzeit: 2013-2016

„Norbert Elias als Lehrer“: Norbert Elias und die ersten Soziologinnen

Projektleitung: Dr. Marion Keller
Laufzeit: seit Januar 2015