Cornelia Goethe Centrum

Vergangene Veranstaltungen

2019

Workshops

Freitag, 18.01.2019 Lena Inowlocki (Goethe Universität)

Forschungswerkstatt qualitative Methoden

Beschreibung
Im Forschungsablauf qualitativ-interpretativer – oder rekonstruktiver – Sozialforschung kommt es zu spezifischen Herausforderungen, wenn unsere Erwartungen sich nicht erfüllen. Beispielsweise kann es sein, dass wir zunächst keinen Aufschluss zu unseren Forschungsfragen erhalten; Interviewsituationen können sich anders als angenommen gestalten oder in autobiographisch-narrativen Interviews dominieren argumentative Passagen. Was bedeuten diese und andere unvorhergesehene Wendungen für unsere Orientierung im Forschungsprozess? Und wie kann sich unser Theorie-Wissen gerade aus einer intersektionalen Perspektive auf angemessene Weise in unserer Analyse entfalten?

Diese und weitere Fragen sollen in der Forschungswerkstatt besprochen werden, gerne in Bezug auf Fragen der Teilnehmer*innen zu ihren Materialien oder zu ihren Forschungsvorhaben. Wenn wir diese besprechen sollen, schreiben Sie bitte bis zum 11.01.19 an Lucas Schucht (schucht@em.uni-frankfurt.de).

Lena Inowlocki ist Soziologin, Dr. phil. habil., Professorin i. R. für „Gesellschaft und Persönlichkeit mit dem Schwerpunkt Familien- und Jugendsoziologie unter besonderer Berücksichtigung von Migrationsbiographien“ und geschäftsführende Direktorin des Instituts für Migrationsstudien und interkulturelle Kommunikation (IMiK) am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, Frankfurt University of Applied Sciences Frankfurt sowie ausserplanmäßige Professorin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität. Schwerpunkte ihrer aktuellen Forschung beziehen sich auf biographische Bildungsprozesse, Diskriminierungserfahrungen und Rhetorik der extremen Rechten.

Der Workshop findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Um eine Anmeldung per Mail an schucht@em.uni-frankfurt.de wird gebeten. Die Anmeldung ist offen bis zum 11. Januar 2019.

10 – 15 Uhr Campus Westend PA-Gebäude P22

Pflichttexte – required reading:

Kathy Davis (2014): Intersectionality as Critical Methodology. In Writing Academic Texts Differently: Intersectional Feminist Methodologies and the Playful Art of Writing, edited by Nina Lykke. New York: Routledge, 21-40

Inowlocki, Lena (2016): Flüchtige Momente: Generativität und Emergenz in der Forschungssituation. In: Günther, Marga und Anke Kerschgens (eds.): Forschungssituationen. Forschungsperspektiven auf Generativität. Budrich UniPress, 49-66

Inowlocki, Lena (2013): Narrationsanalyse eines Interviews mit einem Ehepaar. In: Mechthild Bereswill & Katharina Liebsch (Hrsg.): Geschlecht (re)konstruieren: zur methodologischen und methodischen Produktivität der Frauen- und Geschlechterforschung.  Band 38 der Buchreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Münster: Westfälisches Dampfboot, 98-114

Inowlocki, Lena (2013): Collective trajectory and generational work in families of Jewish Displaced Persons: Epistemological processes in the research situation. In Seeberg, Marie Louise, Irene Levin, and Claudia Lenz, (eds.):  Holocaust as active memory: the past in the present. Series Memory studies: 20th and 21st century philosophy, methodology and ontology, Vol. 1, Farnham: Ashgate Academic, 29-43

Donnerstag & Freitag, 10. & 11.01.2019 Dr. Kathrin Ganz (TU Hamburg) & Dr. Jette Hausotter (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) [GRADE Methoden]

Intersektionale Mehrebenenanalyse

Ziel
• Einführung in die Theorie und den methodischen Ansatz der Intersektionalen Mehrebenenanalyse (IM)
• Auseinandersetzung mit der empirischen Umsetzung der IM
• Umgang mit spezifischen Herausforderungen eigener empirischer Untersuchungen
Beschreibung
Der Workshop ermöglicht, theoretische und methodische Fragen zur Bedeutung von Intersektionalität in empirischen Forschungsprojekten intensiv zu diskutieren. Im Zentrum steht die IM, die einen theoretischen Ansatz zur Analyse vielfältig verschränkter Ungleichheiten mit einer methodischen Umsetzung verbindet. Dieser praxeologische Ansatz ist geeignet für subjektzentrierte und handlungsorientierte Forschungsprojekte und wird in der Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit angewandt.
Im Workshop werden die einzelnen Schritte der IM vermittelt, angefangen bei der Konzeption des Forschungsprojektes, über die Datenerhebung bis hin zur Auswertung von Daten und der Strukturierung von Ergebnissen.
TeilnehmerInnen, die qualitativ-empirisch und intersektional arbeiten, können Forschungsansätze und Auswertungsmethoden anhand von eigenen Daten vorstellen und diskutieren. Ausgewählte Beispiele von Forschungsprojekten der Teilnehmenden werden in die Diskussion einbezogen.
Zu diesem Zweck können Teilnehmende bis zum 14. Dezember 2018 ein Paper an workshops@grade.uni-frankfurt.de senden: Kurzbeschreibung des Forschungsvorhabens mit Fragestellung und methodischem Zugang, Fragen, die im Workshop geklärt werden sollen, ca. 2 Seiten.
Zum Abschluss des Workshops erhalten auch diejenigen, deren Paper nicht zur Präsentation ausgewählt wurde, eine kurze individuelle Rückmeldung.
Methodik
Inputs und Übungen zur intersektionalen Mehrebenanalyse sowie Diskussion von
Beispielen der Teilnehmenden
Voraussetzung
Grundkenntnisse der qualitativen Datenanalyse und von Intersektionalität
Literatur
• Winker, Gabriele; Degele, Nina (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript.
• Winker, Gabriele: Intersektionalität als Gesellschaftskritik. In: Widersprüche, 32. Jg., Heft 126, 2012, S. 13-26
Zielgruppe: Fortgeschrittene Masterstudierende und Promovierende in allen Phasen der Promotion und Postdocs der Geistes- und Sozialwissenschaften
Registrierung ist hier über das Anmeldeformular von GRADE möglich
Jeweils 10-17h, Sprache: Deutsch
Ort: Campus Bockenheim, GRADE -Geschäftsstelle, Juridicum 9. Stock

Lectures

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Titel: Feministische Erinnerungskulturen. 100 Jahre Frauenstimmrecht – 50 Jahre Autonome Frauenbewegung.

Mittwoch, 16. Januar 2019, 18-20h
Ilse Lenz Intersektionalität in den Neuen Frauenbewegungen: Ambivalenzen und Konsequenzen
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Campus Westend, PEG, Raum 1.G191

2018

Special Events

Freitag, 6.7.2018

Get Together mit Amina Mama

PhD und PostDoc-Treffen mit Amina Mama, Angela Davis Gastprofessorin für internationale Gender- und Diversity Studies im Sommersemester 2018

PhDs und Post Docs haben in dieser Gesprächsrunde die Möglichkeit, mit Amina Mama, die im SoSe 2018, die Angela-Davis Gastprofessur vertritt, über Möglichkeiten und Verknüpfungen feministischer Wissensproduktion, Frauenbewegungen sowie feministische Methodologien zu diskutieren. Als Anknüpfungspunkt kann der von Amina Mama, zusammen mit der Filmemacherin und Autorin Yaba Badoe produzierte Dokumentarfilm „The Witches of Gambaga“ (http://www.witchesofgambaga.com/) dienen. Der Film wird am Vorabend, dem 5.7.18, um 18h in Raum PEG 1. G 191 (Campus Westend) gezeigt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit Amina Mama über den Film zu sprechen.

Für mehr Informationen zu Amina Mama geht es hier zur Ankündigung der Gastprofessur

Get Together

Zeit: 6.7.2018, 15-17h

Ort: Campus Westend, Casino, Raum 1.802

Lectures

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Titel: Feminisms from the Global South

Mittwoch, 25. April 2018
Sumi Madhok (London School of Economics, London):
On doing feminist theory from the ‚global south‘: The double-edged swords of agency and rights.
Vortragssprache: Englisch
Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11

Mittwoch, 2. Mai 2018
Rirhandu Mageza-Barthel/Uta Ruppert (Goethe-Universität Frankfurt):
Süd-Süd-Feminismen fordern Narrative der Weltpolitik des 21.Jahrhunderts heraus!?
South-South Feminisms as a Challenge to Solidarity Narratives in the 21st Century
Vortragssprache: Deutsch und Englisch
Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11

Mittwoch, 16. Mai 2018
Islah Jad (Birzeit University, Bir Zait):
Universal conventions on women’s rights meeting besieged feminism: the case of Palestine
Vortragssprache: Englisch
Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11

Mittwoch, 6. Juni 2018
Ayşe Gül Altınay (Sabanci University, Istanbul):
Doing Feminism and Gender Studies in Dark Times
Vortragssprache: Englisch
Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11

Mittwoch, 20. Juni 2018
Djamila Ribeiro (São Paulo State University, São Paulo):
Postcolonial Black and Native Brazilian Women Movements in Brazil between Amefricanism and Feminism: What are they about?
Vortragssprache: Englisch
Campus Westend, Hörsaalzentrum HZ 11

Mittwoch, 4. Juli 2018
Amina Mama (University of California, Davis):
In the Pursuit of Freedom: Feminist intellectuals in African contexts
Vortragssprache: Englisch
Campus Westend, Casino 1.801

Titel: Feministische Erinnerungskulturen. 100 Jahre Frauenstimmrecht – 50 Jahre Autonome Frauenbewegung.

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 18-20h
Dorothee Linnemann und Ausstellungsteam Was Objekte erzählen. Die Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Historischen Museum Frankfurt
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Vortragssaal Historisches Museum

Mittwoch, 14. November 2018, 18-20h
Christiane Leidinger Feministisch bewegte Geschichte, Debatten und Politik von Lesben
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Vortragssaal Historisches Museum

Donnerstag, 22.  November 2018, 18-22h
Auftaktveranstaltung zur Tagung Feministische Generationendialoge
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Vortragssaal Historisches Museum

Mittwoch, 5.  Dezember 2018, 18-20h
Ute Gerhard Zwischen Recht und Gewalt – die Internationale Frauenstimmrechtsbewegung nach 1900 und wie wir sie erinnern,
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Vortragssaal Historisches Museum

Mittwoch, 12.  Dezember 2018, 18-20h
Dagmar Herzog Feminismen und Sexualpolitik. Die #metoo-Bewegung und ihre Kritiker*innen
Vortragssprache: Deutsch
Ort: Campus Westend, Casino, Raum 1.801

Mittwoch, 19. Dezember 2018 – Aina J. Khan: Muslim Women and the Rise of Far-Right Movements – Precarious
Positionalities, Vulnerable Visibilities

Das Cornelia Goethe Centrum lädt am 19.12.2018 zum Vortrag „Muslim Women and the Rise of Far-Right Movements – Precarious
Positionalities, Vulnerable Visibilities“
von Aina J Khan in PEG 1G191 um 18 Uhr ct ein. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

In a post-Brexit, Trump-era landscape, the ascension of the far-right in Europe has seen a palpable intensification of Islamophobia. At the crosshairs of a renewed social and political spotlight on Muslims in Europe are visibly Muslim women who in the UK alone, were the target of more than half of Islamophobic attacks in 2017, a gendered Islamophobia propagated mostly by white men. Perceived as the perpetual ‘other’, Muslim women are in a paradoxical situation in which they are simultaneously perceived as a threat to national security but also in need of saving.

In this talk, Khan will discuss how Muslim women’s bodies are being used by the far-right, by politicians and feminists, as battlegrounds to wage physical and intellectual wars embedded in a paternalism that positions a Eurocentric and myopic feminism that fails to consider the intersections of race and class which many Muslim women straddle.

Aina J Khan is a graduate student in the M. A. programme “Religion in Global Politics” at the School of Oriental and African Studies, London. She is a Londonbased journalist who has written for Al Jazeera English, The Guardian, VICE, The Independent, and Middle East Eye. She has worked in broadcast and on numerous documentaries examining topical social issues such as integration, social mobility, feminism, and Islam with ITN Productions, Channel 4, BBC Three. Over the last three years, she has worked with Southbank Centre, the UK’s largest arts centre, on the Women of the World (WOW) Bradford festival, which celebrates women and young girls and takes a frank look at the obstacles they face.

Mittwoch, 19. Dezember 2018, 18-20h
Ort: PEG, 1G191
Sprache: Englisch

Montag, 29. Oktober 2018 – Nira Yuval Davis: EVERYDAY BORDERING IN POSTMIGRANT SOCIETIES

Nira Yuval-Davis will be examining everyday bordering as a major technology of control of diversity and discourses on diversity in post-migrant societies. Her argument is that everyday bordering has replaced multiculturalism as the hegemonic technology of control in these societies, as a response to the double crisis of governability and governmentality under current neo-liberal globalization. An intersectional dialogical epistemology will be adopted to understand the impact of everyday bordering on migrants and locals alike.

Prof. Nira Yuval-Davis (University of East London)

Nira Yuval-Davis ist emeritierte Professorin und Direktorin des Forschungszentrum für ‚Migration, Refugees and Belonging‘ (CMRB) an der Universität von East London. Sie hat mit ihrer Forschung über Intersektionalität, Geschlecht und Nationalismus, Rassismus, Citizenship, Identität und dialogische Epistemologie entscheidend zu der Weiterentwicklung feministischer Forschung beigetragen. Yuval-Davis ist Gründerin der ‚Women Against Fundamentalism‘ und war Beraterin für verschiedene UN- und Menschenrechtsorganisationen. 2018 hat sie den Preis der International Sociological Association für Exzellenz in Forschung und Praxis erhalten.

Montag, 29. Oktober 2018, 18-20h
Ort: Casino, Renate-von-Metzler Saal (1.801)

Workshops

Freitag, 14. 12.2018, Dr. Julia Verse (Veranstaltet von der GRADE Initiative Gender Studies)

Feministische Forschungsethik

Workshopbeschreibung:

Ethische Fragen und Dilemmata stellen viele Doktorand*innen in den Gender Studies vor große Herausforderungen: Wie gestaltet sich die Rolle als Forscher*innen? Wie kann ich erfolgreich meine eigene wissenschaftliche Integrität beschützen? Welches Maß an Nähe und/oder Distanz ist in den Beziehungen zu Forschungspartner*innen angemessen? Wie gehe ich verantwortungsvoll mit meinen Forschungsdaten um? Wie können Forschungsergebnisse adäquat dargestellt werden? Welchen Ansprüchen muss eine feministische und anti-rassistische Wissensproduktion gerecht werden?

Um mehr über gute wissenschaftliche Praxis zu erfahren und dieser im Kontext feministischer Wissens- und Theorieproduktion nachzugehen, laden wir in dem von uns organisierten Workshop zur Reflexion der eigenen Forschungsarbeit ein.

Im Workshop wird es neben der Beschäftigung mit Aspekten guter wissenschaftlicher Praxis (z. B. Definitionen guter wissenschaftlicher Praxis, Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens, Datenmanagement, Autor*innenschaft, Anonymisierung etc.) Raum gegeben, individuelle Probleme und Fragen der Teilnehmenden zu diskutieren. Dazu können die Teilnehmenden spezifische Fragen und Probleme ihrer Dissertationsprojekte einbringen. Neben der Besprechung der Anliegen der Teilnehmenden erfolgen Inputs der Referentin zu zentralen Aspekten guter wissenschaftlicher Praxis.

Workshopleitung:

Wir freuen uns sehr, dass wir Dr. Julia Verse für diesen Workshop gewinnen konnten. Julia Verse ist Teil von „Scientific Integrity – Gute Wissenschaftliche Praxis“ (http://www.scientificintegrity.de/index.html). Sie ist Historikerin und Ethnologin sowie als Dozentin und Multiplikatorin im Bereich Gender und Diversity tätig. Sie bringt eine breite Expertise und vielfältige wissenschaftlich-praktische Erfahrungen im Rahmen der Tätigkeit als Referentin für gute wissenschaftliche Praxis und ihrer Doktorarbeit zum Thema Antirassismus mit. Diese wird sie im Workshop mit uns teilen und uns wichtige Anregungen zu unseren eigenen Forschungsprojekten mitgeben.

9-17h, Sprache: Deutsch
Campus Bockenheim, Raum NM 109

Dienstag, 30.10.2018 Nira Yuval-Davis (University of East London)

Dialogical epistemology and transversal feminism

The workshop will focus on situated intersectionality as a dialogical epistemological tool for analysis and transversal politics as an ideological epistemological tool for feminist solidarity and alternative to identity politics.

10-15h, Sprache: Englisch
Ort: Campus Westend, PA Gebäude, PA P22

Freitag, 19.10.2018 Olaf Kaltenborn und Dirk Frank, Frankfurt a.M.

Go Public – Medienarbeit für Promovierende und PostDocs

Ziele

Wie kann man Themen der Geschlechterforschung in die Öffentlichkeit bringen, wie bereitet man sich auf Pressegespräche und –anfragen vor?

Beschreibung

Wissenschaft muss sich heute mehr denn je in der Öffentlichkeit präsentieren, und das auch jenseits von Fachdiskursen.

Die Aufbereitung und Platzierung von Forschungsergebnissen in Print- und Online-Medien, die Beantwortung von tagesaktuellen Fragen und der Umgang mit Medienvertretern in Interviews oder Diskussionrunden wird immer wichtiger.

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Arbeit der Abteilung PR und Kommunikation an der Goethe-Universität und erörtern gemeinsam geeignete Anlässe und Formate von Forschungsergebnissen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ablauf

  • Input durch die Trainer: Arbeitsfelder von PR und Kommunikation
  • Erläuterung der Erfolgskriterien von Pressearbeit anhand konkreter Beispiele
  • Diskussion mit den Teilnehmenden. Bitte bringen Sie für die Diskussion Beispiele mit.

Trainer

Dr. Olaf Kaltenborn
Goethe-Universität, Frankfurt
Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation der Goethe-Universität.

Dr. Dirk Frank
Goethe-Universität, Frankfurt
Pressereferent und stellv. Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation der Goethe-Universität.

09-13h, Sprache: deutsch
Ort: Campus Westend, PEG Gebäude, 3G170

07.06.2018 Ayşe-Gül Altınay, Istanbul

Feminist and LGBTI Movements in Turkey

This workshop will 1) discuss the ways in which the gendering, sexualizing, nationalizing and militarizing aspects of citizenship in Republican Turkey have been analyzed in contemporary feminist scholarship, 2) look into the history of the women’s movements in Ottoman Empire and Turkey and engage the historiographical debates around these movements, 3) discuss the emergence of the LGBTI movement in the past 30 years through the critical lens of feminist and queer theorizing.

Readings

  • Ayşe Gül Altınay, 2004. “Women and the Myth: The World’s First Woman Combat Pilot”  in The Myth of Military-Nation: Militarism, Gender and Education in Turkey. New York: Palgrave Macmillan.
  • Ayşe Gül Altınay, 2014. “Centennial Challenges: Denationalizing and Gendering Histories of War and Genocide” European Journal of Women’s Studies, 21(3): 307-312.
  • Yeşim Arat, 2008. “Contestation and Collaboration: Women’s Struggles for Empowerment in Turkey” in Cambridge History of Turkey Vol.4 – Turkey in the Modern World,  Reşat Kasaba. Cambridge and New York: Cambridge University Press, pp. 388-418.
  • Evren Savcı, 2016. “Who Speaks the Language of Queer Politics? Western Knowledge, Politico-Cultural Capital and Belonging among Urban Queers in Turkey” Sexualities, 19(3): 369-387.
  • Aslı Zengin, 2016. “Violent Intimacies: Tactile State Power, Sex/Gender Transgression, and the Politics of Touch in Contemporary Turkey” Journal of Middle East Women’s Studies, 12(2): 225-245.

Recommended

  • Deniz Kandiyoti, 1987. “Emancipated but Unliberated?: Reflections on the Turkish Case” Feminist Studies13(2): 317-38.
  • Yeşim Arat, 1993. “Women’s Studies in Turkey: From Kemalism to Feminism” New Perspectives on Turkey 9 (Fall): 119-135.
  • Serpil Çakır, 2007. “Feminism and Feminist History-Writing in Turkey: The Discovery of Ottoman Feminism” Aspasia 1: 61-83.
  • Nükhet Sirman, 1993. Feminism in Turkey: A Short History,” New Perspectives on Turkey, 3(1):1-34.
  • Nükhet Sirman, 2005. “The Making of Familial Citizenship in Turkey,” in Challenges to Citizenship in a Globalizing World: European Questions and Turkish Experiences, Fuat Keyman and Ahmet İçduygu, eds. London: Routledge.
  • Hülya Adak, 2007. “Suffragettes of the Empire, Daughters of the Republic: Women Auto/Biographers Narrate National History (1918-1935)” New Perspectives on Turkey: Special Issue on Literature and the Nation, 36(May): 27-51.
  • Ayşe Gül Altınay. 2013. “Gendered Silences, Gendered Memories: New Memory Work on Islamized Armenians in Turkey” L’Homme: European Journal of Feminist History, 24(2):73-89.
  • Ayşe Gül Altınay and Yeşim Arat. 2015. “Kamer: A Women’s Center and an Experiment in Cultivating Cosmopolitan Norms” Women’s Studies International Forum, 49: 12-19.
  • Dicle Koğacıoğlu, 2005. “Citizenship in Context: Rethinking Women’s Relationships to the Law in Turkey” in Citizenship and the Nation-State in Greece and Turkey, edited by Faruk Birtek and Thalia Dragonas. New York: Routledge.

10-15h, language: english

Ort: Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 3.G 170

19.03.2018 Gabriele Dietze, Berlin

Intersektionalität. Chancen und Grenzen einer Denkfigur

Der Workshop beabsichtigt die feministische Denkfigur ‚Intersektionalität‘ in ihren verschiedenen Entstehungszusammenhängen – afroamerikanisch, lesbisch (Cumbahee River Collective), juristisch (Kimberley Cranshaw), migrantisch (Gloria Anzaldua) und dekolonial (Maria Lugones) – zu erläutern. Im Weiteren sollen die aktuellen Verwendungsweisen und theoretischen und politischen Verwandtschaften erkundet werden, insbesondere die Schnittstellen zwischen Intersektionalität und Queer Theorie oder Hegemonie(selbst)kritik oder deleuzianischem Feminismus. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen methodischen Zugänge sollen an aktuellen Ereignissen und ihrer Medialisierung überprüft werden, wie z.B. die Berichterstattung um ‚Köln‘ und #Meetoo. Als Fallstudie von gelebter politischer Intersektionalität soll in einer Schlussrunde der Women’s March in Washington 2017 dienen.

Das Programm beinhaltet einen Vortrag der Workshop-Leiterin, Lektürearbeit eines verbindlichen Textes, Diskussion von Qualifikationsprojekten, die mit Intersektionalität arbeiten, und eine Übungsrunde mit aktuellem Material.

Intersectionality Workshop

This workshop sets out to explain the feminist concept of ‘intersectionality’ within the various contexts–African-American, lesbian (Cumbahee River Collective), legal (Kimberley Crenshaw), migrant (Gloria Anzaldua), and decolonial (Maria Lugones)–from which it emerged. Furthermore, we will explore the ways in which this concept is currently being used and how it relates to other theoretical and political ideas. In particular, we will take a look at the links between intersectionality and queer theory, the (self-)critique of hegemony, and Deleuzian feminism. These various methodological procedures will be reviewed by applying them to current events and their eventization by media, e.g. the coverage of ‘Cologne’ and #metoo. Finally, we will conclude by taking the 2017 Women’s March in Washington as a case study of lived political intersectionality.

The workshop contains a presentation by Gabriele Dietze, the required reading of a text, discussion of some PhD projects dealing with intersectionality, and a section in which we apply the ideas discussed using current material.

Verbindlicher Text:

  • Deutsche Version: Dietze, Gabriele/Haschemi Yekani, Elahe/ Michaelis, Beatrice, (2007): ‚Checks and Balances‘. Zum Verhältnis von Intersektionalität und Queer Theory. In: Katharina Walgenbach u.a. (Hgs.): Geschlecht als interdependente Kategorie. Bielefeld, S. 107-141.
  • Englische Version: Michaelis/Beatrice, Haschemi, Elahe. Dietze/Gabriele (2011): Try Again. Fail Again. Fail Better.‘ Queer Interdependencies as Corrective Methodologies. In: Yvette Taylor, Sally Hines und Mark E. Casey (Hgs.), Theorizing Intersectionality and Sexuality. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2010. S. 78-98

Hintergrundtexte

10-15h, Sprache: deutsch und englisch

Ort: Campus Westend, PA Gebäude, Raum P 22

02.02.2018
Mechthild Bereswill, Kassel

Feministische Forschungstraditionen und Forschungsmethoden

Auf die Frage, ob feministische Wissenschaft eigene methodologische Verortungen benötigt und hervorbringt, kann keine eindeutige oder abschließende Antwort erwartet werden. Die Kontroversen über die Frage, die die Entwicklung feministischer Forschung seit ihren Anfängen begleiten, sind spannend und die damit verbundenen erkenntniskritischen Ansätze bleiben keinesfalls auf Fragestellungen der Frauen- und Geschlechterforschung beschränkt. Wie wird das Verhältnis von Theorie und Empirie konzipiert? Wie wird die Position von Forschenden im Erkenntnisprozess gefasst? Wie wird die Kategorie Geschlecht im Erkenntnisprozess relevant gemacht? Die Fragen verdeutlichen, dass feministische Debatten über Fragen der Angemessenheit von Theorien, Methodologien und Methoden dazu anregen, über grundlegende Aspekte zum Verhältnis von Theorie und Forschungspraxis nachzudenken.
Dieses Potential wird im Workshop aufgegriffen. Im ersten Schritt diskutieren wir einige der grundlegenden Prämissen und Fragen feministischer Forschungstraditionen, im zweiten Schritt wird an Fragestellungen und Materialien der Teilnehmer*innen gearbeitet werden.

Lektüreempfehlungen:

  • Bereswill, Mechthild; Apel, Magdalena, Althoff, Martina und Julia Gruhlich (2017): Feministische Methodologien und Methoden. Traditionen, Konzepte, Erörterungen, Band 2 der Lehrbuchreihe zur sozialwissenschaftlichen Frauen- und Geschlechterforschung, 2. überarbeitete und erweiterte Ausgabe. Wiesbaden.
  • Bereswill, Mechthild und Katharina Liebsch (Hg.) (2013): Geschlecht (re)konstruieren. Zur methodologischen und methodischen Produktivität der Frauen- und Geschlechterforschung. Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Band 38. Münster.

10-16h, Sprache: deutsch, Zielgruppen M, E, A, HS*
Ort: Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 107

Kamingespräche

Dienstag, 11.12.2018 Dagmar Herzog (City University New York)

18 – 20 Uhr Campus Westend PA Gebäude P22

Mittwoch, 26.09.2018 Marianne Marchand

14:30 – 15:30 Uhr Campus Westend Gebäude Normative Ordnungen / Lounge im 5. OG

2017

Special Events

GRADE Center GENDER – Grand Opening
21 June 2017 | 17-20 h      Goethe-University Frankfurt a.M.
Frauenlobstraße 1, 60487 Frankfurt a.M.

Lectures

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Titel:           Die Anderen der Reproduktionsmedizin. Feministische Perspektiven auf Arbeit, Familie und Rassismus | The Others of Reproductive Medicine. Feminist Perspectives on Labor, Family, and Racism
Zeit+Ort: Campus Westend, PEG 1.G191, 18-20h, English/Deutsch, target groups/Zielgruppen: M, E, A, P, NL, HS*

26.10.2017    Amrita Pande, Sociology, University of Cape Town, Cape Town,
Wombs in Labour and the Paradox of Surrogacy in India
(attention! exceptionally, this lecture will take place on Thursday, SH Building, room 5.101)

08.11.2017    Michal Nahman, Anthropology, University of the West of England, Bristol,
Global Migrant Egg Providers: Reproductive Others in a Changing Europe

22.11.2017    Sabine Könninger, Politikwissenschaft, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW), Berlin,
(Un)Möglichkeiten der Kritik? Zur Entwicklung und Etablierung des nicht-invasiven Pränataltests in Deutschland

13.12.2017    Gisela Notz, Geschichte, Berlin,
Kritik des Familismus. Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

17.01.2018    Sarah Dionisius, Politikwissenschaft, Goethe Universität Frankfurt/Rubicon Köln,
Heteronormativität, Reproduktion und Praktiken der Aneignung: Zur Familienbildung lesbischer und queerer Frauen*paare in Deutschland

31.01.2018    Anne Hendrixson, Politikwissenschaft, Hampshire College, Amherst, (Ostküste, USA),
The Rebirth of Targets and Coercion in Anti-Natal Population Policies

07.02.2018    Round Table, u.a. mit Susanne Schultz, Politikwissenschaft, Eva Sänger, Soziologie und weiteren Diskutant*innen der Goethe-Universität sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem Raum Frankfurt, z.B. Care AK

*M Elementary Courses for well-advanced Master students
E Elementary Courses for Doctoral Candidates in 1st and 2nd Year
A Courses for Advanced Doctoral Candidates
P Courses for Postdocs
NL Natural and Life Sciences
HS Humanities and Social Sciences

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Titel:                     Wer hat Angst vor Gender? Who’s Afraid of Gender?
Zeit:     Mittwochs/Wednesdays | 18-20 h | Campus Westend, 1.G 191

•    26.04.2017     Nadine Hornig (Universität Kiel)
Understanding Gender – vom Einfluss von Genen und Hormonen auf unser physisches und psychisches Geschlecht

•    10.05.2017
Regina Ammicht Quinn (Universität Tübingen)
Hat Religion ein Geschlecht? Eine umstrittene Analysekategorie und ihre Auswirkungen

•    17.05.2017
Ilse Lenz (Bochum/Frankfurt)
Gender als Skandal? Zum neuen Antigenderismus: Diskurse und Akteure

•    14.06.2017
Stefan Timmermanns
(Frankfurt University of Applied Sciences)
Sexualpädagogik im Kreuzfeuer einer reaktionären Medienkampagne

•    28.06.2017
Kathrin Peters (Universität der Künste Berlin)
Gender und Medien: Zum Zwischenstand einer Debatte

•    05.07.2017 | 18-20 h | Campus Westend, Aula
Abschlussvortrag:     Carolin Emcke, Berlin (Philosopie, Publizistik)
Gegen den Hass oder: Die Ordnung der Reinheit

Organisation:     Prof. Vinzenz Hediger, Prof. Helma Lutz, Dr. Marc Siegel

Summer School

Titel:      Gendering (In)formal Social Protection: Gender, Migration and Resistance
Zeit:       18.-23.06.2017
Organisation:     Prof. Anna Amelina, Prof. Helma Lutz, Dr. Ewa Palenga-Möllenbeck

Workshops

15.12.2017
Heinz-Jürgen Voß, Merseburg

Biologische Theorien zu Geschlecht – intersektional eingeordnet

Im Kontext der Geschlechterforschung und aktueller gesellschaftlicher Debatten werden häufig biologische und naturwissenschaftliche Thesen aufgegriffen. Ein Grund, sich ausführlich mit der Thematik zu beschäftigen! Der Workshop fokussiert auf die biologischen Geschlechtertheorien, wobei sich die konkrete Schwerpunktsetzung an den Interessen der Teilnehmenden orientiert. So können historische (Antike, Mittelalter, Neuzeit, ‚Moderne‘) oder aktuelle biologische Fragestellungen mit Bezug zu Geschlecht und Sexualität der unterschiedlichen Disziplinen (Genetik, Epigenetik, Hormonforschung, Neurobiologie etc.) betrachtet werden. Interessant ist etwa ein Blick auf die Entwicklungsbiologie und die Evolutionsbiologie: Warum bezogen sich um 1900 gerade Personen, die für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern stritten, auf die Evolutionstheorie von Charles Darwin? Ausgehend von den biologischen Geschlechtertheorien wenden wir uns zudem der Frage zu, wie Naturalisierungen für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaftsverhältnissen (Geschlechterverhältnis, Klassenverhältnis, Rassismus) bedeutsam sind.

Literatur zur Vorbereitung:

10-16h, Sprache: deutsch, Zielgruppen M, E, A, HS, NL*
Ort: Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 107

27.10.2017
Amrita Pande, Cape Town

Globalization and the Intimate

When mainstream theories around globalization analyse the increased mobility of goods, services, technology, and capital throughout the world, the changing dynamics of nation states, neoliberal policies and growing inequalities, gender is seldom a focus. Gender is typically understood, and dismissed as a “soft topic”, sociologically relevant only in so far as it constructs individual identities, masculinities and femininities. It is often a postscript (if at all) to the more dramatic economic, political, and technological transformations. The subject of discussion in this workshop, however, is not just these dramatic global processes and transnational flows but how they have always intersected with the most intimate of relations—those around gender. In specific, we will discuss one of the most striking features of the contemporary global order: the feminization of the global labour force and the concomitant commodification of intimacy. How does one study the interaction of a macro phenomenon like globalisation with something as intimate as “intimacy”? The second part of the workshop will allow participants to engage with global ethnography as a research method. By reflecting on the convenor’s past research works as well as the participants’ planned research projects, the discussion would aim to unpack the many challenges facing global ethnographers and researchers in general, as the research field and space gets embedded in multiple sites and scales.

10-16h, Language: English, target groups M, E, A, P, HS*
Ort: Campus Westend, PA Gebäude, P 22

18.05.2017
Prof. Ilse Lenz

Geschlechterkonflikte und Geschlechterbewegungen in transnationaler Perspektive

18.05.2017 | 9-15 Uhr | Campus Westend, PEG 3. G 170
Main language: German. Contributions and PhD/Postdoc presentations in English are welcome.

Frauenbewegungen, homosexuelle und queere Bewegungen wollen Veränderungen im weiten Feld des Geschlechts erreichen. Sie haben aus unterschiedlicher Sicht die modernen ungleichen Geschlechterordnungen kritisiert, den biologistischen Geschlechtsdualismus hinterfragt und Gender als soziales Verhältnis begriffen. Deshalb werden sie in der Zusammenschau als Geschlechterbewegungen bezeichnet. Sie haben die Diskurse, die Normierungen und die Praktiken im weiten Feld des Gender mit entworfen und gestaltet. Während sie hegemoniale Ideen und Strukturen kritisierten und veränderten, haben sie teils auch zu neuen Normierungen und Ausschlüssen beigetragen.

In transnationaler Sicht werden die Differenzen wie auch die Konvergenzen dieser Bewegungen sichtbar. Postkoloniale Ansätze, aber auch kritische Theorien der multiplen Moderne untersuchen die Bewegungen mit ihren Differenzen im Kontext der internationalen Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnisse. Ebenso wurden die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, die sich etwa daraus ergeben, dass die Geschlechterbewegungen Ansätze international aufnehmen und sie dann vor Ort einbringen, umgestalten, über-setzen.

Sie können zu Geschlechterkonflikten führen. Darunter werden Auseinandersetzungen darüber verstanden, wie Geschlechterverhältnisse im Sinne der beteiligten Akteure „gerecht” gestaltet werden können. Während zunächst Feminismen und LGBTTI-Bewegungen solche Konflikte hervorbrachten, mobilisieren gegenwärtig antifeministische Kräfte gegen geschlechtliche Selbstbestimmung und Gleichheit.

Da Geschlechterkonflikte in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich verlaufen, aber zugleich globale Diskurse und Normen auf sie einwirken, ist eine internationale Sicht wesentlich. Teils werden aber auch Kulturkonflikte als Geschlechterkonflikte repräsentiert und zugespitzt wie im Fall der kulturellen Legitimität von Homosexualität oder etwa auch der Verschleierung.

Lektüre zur Vorbereitung

Lenz, Ilse (2017): Equality, difference and participation: Women’s movements in global perspective. In: Berger, Stefan, Nehring, Holger (Hg.) (2017): Social movements in global historical perspective. A survey. London u.a.: Palgrave, S. 449 – 483.

Lenz, Ilse (2013): Geschlechterkonflikte um die Geschlechterordnung im Übergang. Zum neuen Antifeminismus. In: Appelt, Erna; Aulenbacher, Brigitte; Wetterer, Angelika (Hg.) (2013): Gesellschaft – Feministische Krisendiagnosen. Münster, S. 204-227

03.05.2017
Dr. Marianne Schmidbaur

Get-together – Gender Studies Early Career Researchers Networking Workshop

03.05.2017 | 16-19 Uhr | Campus Westend, SH 5.101

Das neue GRADE Center GENDEr hat im Wintersemester 2016/2017 seine Arbeit aufgenommen. Ziel des interdisziplinären GRADE Centers ist es, Doktorand*innen und Postdocs mit einem geschlechterwissenschaftlichen Qualifikationsprojekt zu unterstützen und zu vernetzen. Den Auftakt bildeten Workshops und Vorträge mit international renommierten Forscher*innen zu Methoden und aktuellen geschlechterwissenschaftlichen Fragen. Mit diesem Networking Workshop möchten wir Wissenschaftler*innen mit einem Qualifikationsprojekt im Bereich der Geschlechterforschung zusammen bringen, um Ihnen die Chance zu bieten, sich auszutauschen, Formen gegenseitiger Unterstützung zu entwickeln und sich an der Programmgestaltung von GRADE Center GENDER zu beteiligen.
Wir laden Sie herzlich ein, Ihr Projekt einem interessierten Kreis von Wissenschaftler*innen vorzustellen und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit und des Networking auszuloten.

In Winter 2016/2017, the first steps have been taken to establish a GRADE Center GENDER within Goethe University’s Graduate Academy. Main objective of this interdisciplinary Centre is to encourage and support PhD and Post-doc candidates in the field of Gender Studies. Meanwhile you have received some workshop and lecture invitations with internationally renowned scholars who addressed appealing methodological and theoretical questions. This new workshop will focus on networking activities. We want to bring together early career researchers in the field of Gender Studies to share ideas, develop structures of mutual support and participate in planning the GRADE Center GENDER program.
We kindly invite you to introduce your research project to an interested audience and participate in academic networking in the field of Gender Studies at Goethe University.

19.01.2017
Prof. Dr. Éric Fassin, Université Paris 8

„Sexual and Racial Politics“
19.1.2017 | 9 bis 16 Uhr | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 3.G 170

Cornelia Goethe Colloquien: „Flucht und Geschlechterverhältnisse: Zur Dialektik von Handlungsräumen in einer spezifischen Krise“

Prof. Dr. Éric Fassin, Université Paris 8
„Sexual Democracy and the “Clash of Civilizations” – One Year After the Cologne Attacks”
18.01.2017 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

2016

Workshops

Prof. Dr. Phil C. Langer, International Psychoanalytic University, Berlin
„Partizipative Perspektiven in der qualitativen Geschlechterforschung“
27.10.2016 | 9 bis 16 Uhr | Campus Westend, Seminarhaus, Raum SH 0.106

Cornelia Goethe Colloquien: „Flucht und Geschlechterverhältnisse: Zur Dialektik von Handlungsräumen in einer spezifischen Krise“

Prof. Dr. Phil C. Langer, International Psychoanalytic University, Berlin
„Hat Trauma ein Geschlecht? Aktuelle Forschungsbefunde zur Flüchtlingssituation in der Region Syrien“
26.10.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Juniorprofessorin Anna Amelina, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
„Regulation of Borders and Migration as a Regime of Intersection: European Perspectives”
09.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Professor Thomas Spijkerboer, Vrije Universiteit, Amsterdam
„Gender and Sexuality in Refugee Law”
23.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Selay Ghaffar, Geschäftsführerin der Humanitarian Assistance for Women and Children in Afghanistan
„Women and Children are the first Victims of Forced Emigration from Afghanistan”
30.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Dr. Michael Tunç, Technische Hochschule, Köln
„Kann der Subalterne sprechen? Männlichkeiten und Geflüchtete zwischen Männlichkeitskritik und Empowerment“
14.12.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

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