Cornelia Goethe Centrum

Vergangene Veranstaltungen

2017

Special Events

GRADE Center GENDER – Grand Opening
21 June 2017 | 17-20 h      Goethe-University Frankfurt a.M.
Frauenlobstraße 1, 60487 Frankfurt a.M.

Lectures

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Titel:                     Wer hat Angst vor Gender? Who’s Afraid of Gender?
Zeit:     Mittwochs/Wednesdays | 18-20 h | Campus Westend, 1.G 191

•    26.04.2017     Nadine Hornig (Universität Kiel)
Understanding Gender – vom Einfluss von Genen und Hormonen auf unser physisches und psychisches Geschlecht

•    10.05.2017
Regina Ammicht Quinn (Universität Tübingen)
Hat Religion ein Geschlecht? Eine umstrittene Analysekategorie und ihre Auswirkungen

•    17.05.2017
Ilse Lenz (Bochum/Frankfurt)
Gender als Skandal? Zum neuen Antigenderismus: Diskurse und Akteure

•    14.06.2017
Stefan Timmermanns
(Frankfurt University of Applied Sciences)
Sexualpädagogik im Kreuzfeuer einer reaktionären Medienkampagne

•    28.06.2017
Kathrin Peters (Universität der Künste Berlin)
Gender und Medien: Zum Zwischenstand einer Debatte

•    05.07.2017 | 18-20 h | Campus Westend, Aula
Abschlussvortrag:     Carolin Emcke, Berlin (Philosopie, Publizistik)
Gegen den Hass oder: Die Ordnung der Reinheit

Organisation:     Prof. Vinzenz Hediger, Prof. Helma Lutz, Dr. Marc Siegel

 

Summer School

Titel:      Gendering (In)formal Social Protection: Gender, Migration and Resistance
Zeit:       18.-23.06.2017
Organisation:     Prof. Anna Amelina, Prof. Helma Lutz, Dr. Ewa Palenga-Möllenbeck

Workshops

•    Geschlechterkonflikte und Geschlechterbewegungen in transnationaler Perspektive
Prof. Ilse Lenz
18.05.2017 | 9-15 Uhr | Campus Westend, PEG 3. G 170
Main language: German. Contributions and PhD/Postdoc presentations in English are welcome.

Frauenbewegungen, homosexuelle und queere Bewegungen wollen Veränderungen im weiten Feld des Geschlechts erreichen. Sie haben aus unterschiedlicher Sicht die modernen ungleichen Geschlechterordnungen kritisiert, den biologistischen Geschlechtsdualismus hinterfragt und Gender als soziales Verhältnis begriffen. Deshalb werden sie in der Zusammenschau als Geschlechterbewegungen bezeichnet. Sie haben die Diskurse, die Normierungen und die Praktiken im weiten Feld des Gender mit entworfen und gestaltet. Während sie hegemoniale Ideen und Strukturen kritisierten und veränderten, haben sie teils auch zu neuen Normierungen und Ausschlüssen beigetragen.

In transnationaler Sicht werden die Differenzen wie auch die Konvergenzen dieser Bewegungen sichtbar. Postkoloniale Ansätze, aber auch kritische Theorien der multiplen Moderne untersuchen die Bewegungen mit ihren Differenzen im Kontext der internationalen Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnisse. Ebenso wurden die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, die sich etwa daraus ergeben, dass die Geschlechterbewegungen Ansätze international aufnehmen und sie dann vor Ort einbringen, umgestalten, über-setzen.

Sie können zu Geschlechterkonflikten führen. Darunter werden Auseinandersetzungen darüber verstanden, wie Geschlechterverhältnisse im Sinne der beteiligten Akteure „gerecht” gestaltet werden können. Während zunächst Feminismen und LGBTTI-Bewegungen solche Konflikte hervorbrachten, mobilisieren gegenwärtig antifeministische Kräfte gegen geschlechtliche Selbstbestimmung und Gleichheit.

Da Geschlechterkonflikte in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich verlaufen, aber zugleich globale Diskurse und Normen auf sie einwirken, ist eine internationale Sicht wesentlich. Teils werden aber auch Kulturkonflikte als Geschlechterkonflikte repräsentiert und zugespitzt wie im Fall der kulturellen Legitimität von Homosexualität oder etwa auch der Verschleierung.

Lektüre zur Vorbereitung

Lenz, Ilse (2017): Equality, difference and participation: Women’s movements in global perspective. In: Berger, Stefan, Nehring, Holger (Hg.) (2017): Social movements in global historical perspective. A survey. London u.a.: Palgrave, S. 449 – 483.

Lenz, Ilse (2013): Geschlechterkonflikte um die Geschlechterordnung im Übergang. Zum neuen Antifeminismus. In: Appelt, Erna; Aulenbacher, Brigitte; Wetterer, Angelika (Hg.) (2013): Gesellschaft – Feministische Krisendiagnosen. Münster, S. 204-227

•    Get-together – Gender Studies Early Career Researchers Networking Workshop
Dr. Marianne Schmidbaur
03.05.2017 | 16-19 Uhr | Campus Westend, SH 5.101

Das neue GRADE Center GENDEr hat im Wintersemester 2016/2017 seine Arbeit aufgenommen. Ziel des interdisziplinären GRADE Centers ist es, Doktorand*innen und Postdocs mit einem geschlechterwissenschaftlichen Qualifikationsprojekt zu unterstützen und zu vernetzen. Den Auftakt bildeten Workshops und Vorträge mit international renommierten Forscher*innen zu Methoden und aktuellen geschlechterwissenschaftlichen Fragen. Mit diesem Networking Workshop möchten wir Wissenschaftler*innen mit einem Qualifikationsprojekt im Bereich der Geschlechterforschung zusammen bringen, um Ihnen die Chance zu bieten, sich auszutauschen, Formen gegenseitiger Unterstützung zu entwickeln und sich an der Programmgestaltung von GRADE Center GENDER zu beteiligen.
Wir laden Sie herzlich ein, Ihr Projekt einem interessierten Kreis von Wissenschaftler*innen vorzustellen und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit und des Networking auszuloten.

In Winter 2016/2017, the first steps have been taken to establish a GRADE Center GENDER within Goethe University’s Graduate Academy. Main objective of this interdisciplinary Centre is to encourage and support PhD and Post-doc candidates in the field of Gender Studies. Meanwhile you have received some workshop and lecture invitations with internationally renowned scholars who addressed appealing methodological and theoretical questions. This new workshop will focus on networking activities. We want to bring together early career researchers in the field of Gender Studies to share ideas, develop structures of mutual support and participate in planning the GRADE Center GENDER program.
We kindly invite you to introduce your research project to an interested audience and participate in academic networking in the field of Gender Studies at Goethe University.

Prof. Dr. Éric Fassin, Université Paris 8
„Sexual and Racial Politics“
19.1.2017 | 9 bis 16 Uhr | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 3.G 170

Cornelia Goethe Colloquien: „Flucht und Geschlechterverhältnisse: Zur Dialektik von Handlungsräumen in einer spezifischen Krise“

Prof. Dr. Éric Fassin, Université Paris 8
„Sexual Democracy and the “Clash of Civilizations” – One Year After the Cologne Attacks”
18.01.2017 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

2016

Workshops

Prof. Dr. Phil C. Langer, International Psychoanalytic University, Berlin
„Partizipative Perspektiven in der qualitativen Geschlechterforschung“
27.10.2016 | 9 bis 16 Uhr | Campus Westend, Seminarhaus, Raum SH 0.106

Cornelia Goethe Colloquien: „Flucht und Geschlechterverhältnisse: Zur Dialektik von Handlungsräumen in einer spezifischen Krise“

Prof. Dr. Phil C. Langer, International Psychoanalytic University, Berlin
„Hat Trauma ein Geschlecht? Aktuelle Forschungsbefunde zur Flüchtlingssituation in der Region Syrien“
26.10.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Juniorprofessorin Anna Amelina, Goethe-Universität, Frankfurt am Main
„Regulation of Borders and Migration as a Regime of Intersection: European Perspectives”
09.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Professor Thomas Spijkerboer, Vrije Universiteit, Amsterdam
„Gender and Sexuality in Refugee Law”
23.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Selay Ghaffar, Geschäftsführerin der Humanitarian Assistance for Women and Children in Afghanistan
„Women and Children are the first Victims of Forced Emigration from Afghanistan”
30.11.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191

Dr. Michael Tunç, Technische Hochschule, Köln
„Kann der Subalterne sprechen? Männlichkeiten und Geflüchtete zwischen Männlichkeitskritik und Empowerment“
14.12.2016 | 18 bis 20 Uhr c.t. | Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191