Cornelia Goethe Centrum

Veranstaltungen

kommende Veranstaltungen
24
Apr
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
24.04.19

Sabine Hark: Wer hat Angst vor Gender Studies? Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten

Vortragssprache: deutsch

Der Vortrag von Sabine Hark zum Thema „Wer hat Angst vor Gender Studies? Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten“ findet am 24.04.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Dass die Geschlechterdifferenz nicht auf ein asoziales, ahistorisches Faktum reduziert werden kann, ist eine bekannte und vielfach erforschte Einsicht der multidisziplinären Gender Studies. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Akteur*innen in welcher Weise und mit welchen Absichten Gender als Begriff und Konzept ausdrücklich ablehnen, attackieren und zu diffamieren suchen.
Wie Analysen zeigen, sind es vor allem rechtspopulistisch, autoritäre Konstellationen, die gegen den vermeintlichen „Genderwahn“ zu Felde ziehen. Mit der Chiffre ‚Anti-Genderismus‘ hat sich ein Diskurs formiert, der nicht nur viele, durchaus heterogene, Konstellationen zwischen rechtsextremen Kameradschaften über rechtskonservative Verbindungen und Parteien und dem Vatikan bis hin zum bürgerlichen Feuilleton verbindet, sondern der auch als neo-fundamentalistisch und explizit antiwissenschaftlicher Diskurs zu bezeichnen ist. Jene, die die diffamierende Rede führen, haben dabei durchaus verstanden, was der gender turn impliziert, nämlich in derTat ein gestaltungsoffenes Verständnis von Geschlecht.
Hier artikulieren sich ‚Feinde der offenen Gesellschaft‘. Anti-Wissenschaftlichkeit wird als Element eines Dispositivs identifizierbar, das im Kern demokratiefeindlicher Natur ist.

SABINE HARK ist Professor*in für Geschlechterforschung und Direktor*in des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin, Mitherausgeber*in der Zeitschrift feministische studien und Vorstandsmitglied von Wir Machen Das (wearedoingit e.V.).
Aktuelle Publikationen: Koalitionen des Überlebens. Queere Bündnispolitiken im 21. Jahrhundert (2017); Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart (mit Paula-Irene Villa, 2017).

Zeit und Ort

24.04.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude Raum 1.G191 (Campus Westend)

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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29
Apr
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
29.04.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

29. April 2019, 17 Uhr c.t.

„What is Gender Essentialism?“

Charlotte Witt (University of New Hampshire)

Gender essentialism is a controversial topic in feminist theory. But what is meant by gender essentialism? I begin by distinguishing two types of essentialism: kind essentialism and uniessentialism. The two essentialisms address different questions rather than supplying different answers to the same question. Kind essentialism addresses the issue of the classification of individuals into kinds. For example, the classification of persons into gender kinds (women, men, genderqueer). Uniessentialism addresses an entirely different issue, which is the metaphysical question of what grounds the unity of individuals with parts. I think that our gender is the principle of unity of our social agency and I explain why this idea is important for feminist theorizing today.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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8
Mai
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
08.05.19

Andrea Pető: Hungary: An Exceptional Backlash or A Laboratory for a New Form of Governance?

Vortragssprache: englisch

Der Vortrag von Andrea Pető zum Thema „An Exceptional Backlash or A Laboratory for a New Form of Governance?“ findet am 08.05.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

This talk aims to discuss the typology of new forms of states emerging recently with analyzing recent developments in Hungary. I argue here that Hungary serves as “laboratory” of illiberal policies with constructing a new form of state. This laboratory
revoked the license of study programs in gender studies, without explanation and consultation with professional institutions in Hungary. It is attacking science as knowledge, as a profession and as a practice with making statements about scientific matters without consultation with representatives of the profession. And it also attacks academics and professionals. The illiberal polypore state (Grzebalska / Pető 2018) is fundamentally changing the security of spaces where academics work. The talk ends with listing possible strategies progressive forces can use against illiberal polypore states.

ANDREA PETŐ is Professor in the Department of Gender Studies at Central European University, Budapest, Hungary and a Doctor of Science of the Hungarian Academy of Sciences. She has written five monographs, edited thirty-one volumes and her works on gender, politics, Holocaust and war have been translated into 18 languages. In 2018 she was awarded the 2018 All European Academies Madame de Staël Prize for Cultural Values.

Zeit und Ort

08.05.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude Raum 1.G191 (Campus Westend)

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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13
Mai
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
13.05.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

13. Mai 2019, 17 Uhr c.t.

„Decolonizing Gender“

Patricia Purtschert (Universität Bern)

What does it mean to decolonize gender? How can we reconstruct one of the central terms of feminist theory, namely gender, if we take thoroughly into account its imperial genealogies? What happens to the ways in which we understand the connections between gender, sex, power, materiality, the social, and ontology, if the insight that current and hegemonic understandings of gender are colonial and thus need to be decolonized is turned into an irreducible starting point for feminist theory? The lecture will address these questions and sketch possible answers.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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14
Mai
10:00 bis 16:00
Campus Westend IG Farben-Haus
14.05.19

Sprache: Deutsch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Dienstag, 14.05.2019, 10-16h
Ort: Campus Westend, IG-Farben Gebäude, Raum 1.418.

Norbert-Wollheim-Platz,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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17
Mai
11:00 bis 17:00
Campus Westend PA-Gebäude
17.05.19

Sprache: Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Freitag, 17.05.2019, 11-17h
Ort: Campus Westend, PA-Gebäude Raum P22.

Theodor-W.-Adorno-Platz 1,
Frankfurt am Main,
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22
Mai
10:00 bis 16:00
Campus Westend PA-Gebäude
22.05.19

Sprache: Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Mittwoch, 22.05.2019, 10-16h
Ort: Campus Westend, PA-Gebäude Raum P21.

Theodor-W.-Adorno-Platz 1,
Frankfurt am Main,
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23
Mai
18:00 bis 20:00
Campus Westend Casino
23.05.19

Roundtable: Die radikale Rechte im Europaparlament

Vortragssprache: Deutsch und Englisch (mit Übersetzung)

Die Podiumsdiskussion mit Petra Ahrens, Bożena Chołuj, Birte Siim moderiert von Sandra Seubert zum Thema „Die radikale Rechte im Europaparlament“ findet am 23.05.2019 im Casino-Gebäude am Campus Westend im Festsaal von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Rechtspopulistische Parteien sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Sie verbreiten einen anti-europäischen Diskurs, der nicht mehr nur einzelne Politikfelder, sondern den Europäischen Integrationsprozess insgesamt in Frage stellt. Von rechtspopulistischer Seite werden neben Migrationspolitik v.a. die genderpolitischen Grundlagen der EU, die seit dem Amsterdamer Vertrag von 1997 rechtlich verbindlich festgeschrieben sind, unter Beschuss genommen.
Im Europäischen Parlament treffen die verschiedenen rechtspopulistischen Parteien der Mitgliedsländer aufeinander und bilden mehr oder weniger geschlossene Allianzen. Der Roundtable will Positionen und Konfliktlinien in der Geschlechter- und Familienpolitik im Kontext von Initiativen des Europäischen Parlaments diskutieren. Die genderkritische Agenda rechtspopulistischer Parteien in Europa soll mit Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht und im Zusammenhang mit den Auswirkungen anderer Krisenerscheinungen in der EU (Finanzkrise, „Flüchtlingskrise“) betrachtet werden. Außerdem sollen Handlungsstrategien gegen die Instrumentalisierung von Geschlechterpolitik für anti-europäische Kampagnen erörtert werden.

Petra Ahrens © Eli Verheyen
PETRA AHRENS, Dr. phil. ist Senior Researcher im ERC-geförderten Forschungsprojekt
„Gender, party politics and democracy in Europe: A study of European Parliament’s party groups” an der Universität Tampere, Finnland, und Gastprofessorin für Vergleichende Politikwissenschaft sowie Gender und Diversity an der Universität Antwerpen, Belgien. Sie ist Mitherausgeberin der Femina Politica und des European Journal of Politics and Gender. Ihre Arbeitsschwerpunkte
sind Gleichstellungs- und Anti-Diskriminierungspolitik in der EU, Gender Mainstreaming, transnationale und europäische Zivilgesellschaft, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie mehrere Jahre als freiberufliche Politikberaterin zu Gleichstellung tätig. Aktuelle Publikation: Actors, Institutions, and the Making of EU Gender Equality Programs (2018).

Bozena Choluj
BOŻENA CHOŁUJ ist seit 2006 Professorin für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder). Sie ist Mitbegründerin des Studiengangs Gender Studies an der Universität Warschau, Mitherausgeberin von L’HOMME. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft und Gender-Expertin der EU. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen deutsche und polnische Literaturgeschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, Gender Studies, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie. Aktuelle Publikation: Die Frauenfrage und der dünne Firnis der Demokratie in Polen nach 1989 in Femina Politica (2018).

Birte Siim
BIRTE SIIM is Professor Emerita in Gender Research in the Social Sciences, Dept. of Culture and Global Studies, Aalborg University, Denmark. She has been responsible for the Danish EU teams on citizenship, democracy, gender, migration and populism. Her publications include: Citizens’ Activism and Solidarity Movements: Contending with Populism (ed. with A. Saarinen and A. Krasteva, 2018); Diversity and Contestation over Nationalism in Europe and Canada (ed. with J-E. Fossum and R. Kastoryano, 2018); Gendering European welfare states and citizenship – revisioning inequalities in P. Kennett and N. Lendvai-Benton (eds.), Handbook of European Social Policy (with A. Borchorst, 2017); Gender Diversities – Practicing Intersectionality in the European Union in Ethnicities (with L. Rolandsen Agustin, 2014).

Zeit und Ort

23.05.2019 18-20 Uhr c.t.
Casino Festsaal (Campus Westend)

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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27
Mai
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
27.05.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

27. Mai 2019, 17 Uhr c.t.

„Doing Epistemology as a Feminist“

Helen Longino (Stanford University)

Feminists have made a number of interventions in the sciences and in conceptions of knowledge animating those interventions. This talk explores some central points of contention among conceptions of knowledge available for feminist purposes and explores how developments in feminist thinking about gender can illuminate the epistemological issues.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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28
Mai
14:30 bis 15:30
Campus Westend Normative Orders
28.05.19

Sprache: Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Dienstag, 28.05.2019, 14:30-15:30h
Ort: Campus Westend, Normative Orders Gebäude, Lounge.

Max-Horkheimer-Str. 2,
Frankfurt am Main,
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5
Jun
09:30 bis 12:30
Campus Westend Seminarhaus
05.06.19

Sprachen: Deutsch & Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Mittwoch, 05.06.2019, 10-16h
Ort: Campus Westend, Seminarhaus Raum SH 3.105.

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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5
Jun
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
05.06.19

Birgit Sauer: Anti-Genderismus als männliche Identitätspolitik?

Vortragssprache: Deutsch

Der Vortrag zum Thema „Anti-Genderismus als männliche Identitätspolitik“ findet am 05.06.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G:191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Es ist bemerkenswert, wie besessen die neue Rechte in Europa vom Thema Geschlecht ist. Das Aufgreifen der Kritik an einem sogenannten „Genderismus“ (der Gleichstellungspolitik, der Geschlechterforschung oder auch der Anerkennung sexueller Diversität) dient, so eine erste These, der Unterfütterung der „thin-centered populist ideology“ (Cas Mudde). Doch diese rechtspopulistische Politisierung von Geschlecht ist darüber hinaus nicht nur funktional für das „Othering“ von Feminist*innen, Gender-Forscher*innen und Migrant*innen, sondern dient auch im Kontext der Transformation von Geschlechterverhältnissen in einstigen familienernährerzentrierten Gesellschaften wie Deutschland oder Österreich männlicher Selbstaffirmation und ist daher auch anschließbar an sogenannte liberale Milieus. „Anti-Genderismus“ möchte ich im Vortrag, so die zweite These, als „männliche Identitätspolitik“ beschreiben, als den Versuch also, durch ausgrenzende Mobilisierungsmuster wie auch durch die Beschwörung einer „Krise der Männlichkeit“ eine maskulinistisch-exklusive Vorstellung des Demos zu entwerfen.

Birgit Sauer © Otto Penz
BIRGIT SAUER ist seit 2001 Universitätsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gender, Staat und Governance, Vergleichende Geschlechterpolitikforschung, Rechtspopulismus sowie Affekte und Politik.

Zeit und Ort

05.06.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude, Raum 1.G191

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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12
Jun
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
12.06.19

Birgit Riegraf: Gender Mainstreaming und Diversity Politics – eine kritische Diskussion der Politik der Gleichstellung in der EU

Vortragssprache: Deutsch

Der Vortrag zum Thema „Gender Mainstreaming und Diversity Politics – eine kritische Diskussion der Politik der Gleichstellung in der EU“ findet am 12.06.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Die Gleichstellungspolitik der Europäischen Union (EU) galt in den letzten Jahren durchaus als vergleichsweise fortschrittlich und wirkte in vielen Mitgliedsländern als Motor für die Entwicklung von Gleichstellungsmaßnahmen. Gender Mainstreaming und Diversity Politics gehörten zu den zentralen Gleichstellungsstrategien der EU. In einer Reihe von Mitgliedsländern hat sich allerdings inzwischen die politische Situation drastisch geändert und es ist eine Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts zu beobachten. Diese politischen Veränderungen gehen auch an den Gleichstellungspolitiken der EU nicht spurlos vorbei. Gleichstellungsstrategien – von Gender Mainstreaming bis Diversity Management – werden grundlegend hinterfragt und stehen gegenwärtig erneut unter Beschuss. In diesem Vortrag wird der Frage nachgegangen, wohin sich die Politik der EU und ihrer Länder bewegt.

Birgit Riegraf © Nora Gold
BIRGIT RIEGRAF ist seit 2009 Professorin für Allgemeine Soziologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn und seit 2018 Präsidentin der Universität. Sie hatte verschiedene Gast- und Vertretungsprofessuren, u.a. die Maria-Goeppert-Mayer Gastprofessur für Internationale Frauen- und Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen, inne. Neben ihrer Tätigkeit als Redaktionsmitglied und Mitherausgeberin der Zeitschrift feministische studien und der Reihen Arbeitsgesellschaft im Wandel sowie Geschlechter und Gesellschaft ist sie regelmäßig als Gutachterin für (inter-)nationale Zeitschriften und Organisationen tätig. Aktuelle Publikationen: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung (mit Beate Kortendiek und Katja Sabisch, 2018); Care and Care Work – A Question of Economy, Justice and Democracy, Special Issue, Equality, Diversity and Inclusion (ed. mit Brigitte Aulenbacher, 2018).

Zeit und Ort

12.06.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude, Raum 1.G191

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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17
Jun
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
17.06.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

17. Juni 2019, 17 Uhr c.t.

„Imagining Otherwise: Gender Violence and Resistant Imaginations“

José Medina (Northwestern University)

This talk will explore how gender violence intersects with racist and transphobic violence and how those intersections are erased or distorted in public discourse. I will examine the communicative dysfunctions that exist around the phenomenon of gender violence and how sexist, transphobic, and racist imaginaries make women of color especially vulnerable to violence and distort their experiences as victims of violence. I will discuss how we can exercise the imagination in resistant ways and how we can resist those communicative dysfunctions and oppressive imaginaries by imagining otherwise. I will discuss some specific cases of gender violence and the ways in which they were distorted in the media coverage, showing how critically engaged publics can resist those distortions.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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24
Jun
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
24.06.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

24. Juni 2019, 17 Uhr c.t.

„Transnational and Decolonial Feminisms and the Normativity Question“

Serene J. Khader (CUNY Graduate Center & Brooklyn College)

In the lecture, I argue that it is possible to develop a genuinely normative anti-imperialist feminist position. Developing such a position depends on a) recovering the core moral commitment of feminism and b) reconceiving the role of moral ideals in transnational feminist praxis. Feminism’s core normative commitment is, in my view, to opposing sexist oppression. Returning to this commitment, rather than treating the prevalence of Western cultural forms as indicative of feminist progress, reveals that the controversial forms of many values that have been accused of being vehicles of imperialism, such as individualism and autonomy, are not required for feminism. The role of moral ideals in transnational feminist praxis is what I call, borrowing a term from Amartya Sen, a “justice-enhancing” one. Rather than looking to them to prescribe a single vision of gender-just social relations, we should look to feminist ideals to help us overcome existing forms of gender injustice.

Ort

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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