Cornelia Goethe Centrum

Ayşe Güleç und Aurora Rodonò: Affimative Sabotage als antirassistische Praxis

11.06.19

Was lernen wir, wenn wir unsere Perpektive radikal auf die Perspektiven jener Frauen werfen, die in der post-faschistischen Zeit als Gastarbeiterinnen oder Vertragsarbeiterinnen nach Deutschland kamen? Was lernen wir von den Frauen, deren Väter, Brüder und Ehemänner durch den sogenannten NSU ermordet wurden, und deren Wissen und Analysen sich in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung nicht druchsetzen?

 

In ihrem Beitrag sprechen Ayşe Güleç und Aurora Rodonò über solidarische Allianzen und Räume im Kontext der anti-rassistischen Bewegnung Tribunal NSU-Komplex auflösen sowie über das Zuhören als politische Praxis. Darüber hinaus nehmen sie den strukturellen institutionellen Rassismus in seiner Kontinuität wie auch als Gewalt- und Regierungsform in den Blick und die damit einhergehende Markierung der Geschlechter. Dabei diskutieren sie die vielfache Unsichtbarmachung von Frauen innerhalb der Mastererzählung der Migration und die Relevanz der migrantischen Kämpfe von Frauen für den Emanzipationsprozess in der Bundesrepublik.

Max-Horkheimer-Straße 4,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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