Cornelia Goethe Centrum

Sara Hassan: Rassismus, Sexismus und andere Scheiße – ENTFÄLLT

04.02.20

People of color wird in der öffentlichen Debatte meistens nur dann Gehör geschenkt, wenn sie über ihre Rassismuserfahrungen sprechen. In all diesen Diskursen wird damit ein reduktives Bild vermittelt und die einzige Daseinsberechtigung, die diesen Stimmen eingeräumt wird, ist in Bezug zu weißen Menschen.

Wenn people of color sich hingegen weigern, ihr Dasein nur in Beziehung zu Weißen zu begreifen, sich weigern, diese Brücken zu schlagen und Weißsein zu zentrieren, kommt der Vorwurf, dass sie nur um sich selbst kreisen und „identity politics“ für eine kleine Gruppe machen würden, die für alle anderen uninteressant wäre.

Nur selten werden rassistische und sexistische Erfahrungen als ein soziologischer Blick in die Gesellschaft betrachtet, der Menschen Expertise darüber verleiht, wohin sich eine Gesellschaft bewegt. Sara Hassan hat jahrelang in weiß dominierten Kontexten gelebt und gearbeitet und spricht seit 2018 in ihrem feministischen, dekolonialen Podcast „Vocal about it“ über die Wirkmechanismen von sexistischen und rassistischen Unterdrückungsmechanismen. In diesem Beitrag spricht sie darüber, was es bedeutet, sich von diesen Strukturen loszusagen, seinen Geist zu dekolonialisieren und wie man sich sein Anderssein zurückerobern kann.

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