Cornelia Goethe Centrum

Ute Gerhard: Zwischen Recht und Gewalt – die Internationale Frauenstimmrechtsbewegung nach 1900 und wie wir sie erinnern

05.12.18

Der Vortrag von Ute Gerhard zum Thema „Zwischen Recht und Gewalt – die Internationale Frauenstimmrechtsbewegung nach 1900 und wie wir sie erinnern‘ findet am 05.12.2018 im Historischen Museum Frankfurt. von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Das Frauenwahlrecht ist nicht nur die Grundlage politischer Teilhabe und Repräsentation, sondern gilt als Paradigma von Rechten überhaupt. Es ist das Recht, Rechte zu haben. Kein anderer Zweig der internationalen Frauenstimmrechtsbewegung hat am Beginn des 20. Jahrhundert weltweit so viel Aufsehen erregt und Nachhall in den Medien gefunden, sowohl Heroisierung, aber auch vehemente Kritik erfahren wie die englischen Suffragetten. Im historischen Gedächtnis und im Alltagsverständnis ist die Kennzeichnung als Suffragette zum Inbegriff für den eher ‚ungehörigen‘ frauenrechtlerischen und militanten Kampf um gleiche Bürgerinnenrechte geworden. Was steckt hinter dem leidenschaftlichen Dissens, der die Historiographie zum Frauenwahlrecht bis heute beschäftigt? Vor dem Hintergrund der Reaktionen und Debatten in der deutschen Frauenbewegung soll die internationale Deutung dieses Kampfes zwischen Recht und Gewalt diskutiert und nicht zuletzt gefragt werden, welche Bedeutung das Frauenwahlrecht seit jener Zeit für uns heute noch hat.

UTE GERHARD, Dr. phil. Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. Professorin für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, seit 2004 emeritiert. Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien, ebenda. Forschungen in den Bereichen: Geschlechterforschung, Geschichte und Theorie des Feminismus, Europäische Sozialpolitik, Rechtsgeschichte und Rechtssoziologie. Rezente Veröffentlichung: Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789, München (Beck) 3. Aufl . 2018. Im Erscheinen: Für eine andere Gerechtigkeit. Dimensionen feministischer Rechtskritik, Frankfurt/New York (Campus)

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