Cornelia Goethe Centrum

Alle

Herzlich willkommen!

Hier finden Sie alle kommenden Einzelvorträge, Tagungen und Workshops des Cornelia Goethe Centrums

Kommende Veranstaltungen:

20
Nov
18:00 bis 20:00
20.11.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Fetter_Widerstand:
Ob glitzernd oder milliant…fetter widerstand!!!
Widerstand und Solidarität fett gedacht.

20.11.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Im Vortrag beschäftigen wir uns mit gesellschaftlichen Diskursen um Körper und Dicksein. Dabei geht es uns darum, aus kritischer_queerfeministischer_intersektionaler Perspektive körperbezogene Diskriminierung, wie sie in Form von Sprache, Bildern etc. täglich erfahren wird, aufzudecken und sie zu hinterfragen. Körper betrachten wir als Medium, an dem sexistische, heterosexistische, rassistische, neoliberale und kapitalistische Logiken und Widersprüche verhandelt werden.

Wir möchten vermeintlich gesellschaftliche Wahrheiten über dicke Körper hinterfragen. Im Rahmen des Vortrags soll es auch Gelegenheit geben, gemeinsam über lokale Bündnisse und solidarische Strukturen nachzudenken, um so einen respektvollen und sensiblen Umgang mit Körpervielfalt zu ermöglichen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

21
Nov
18:00 bis 20:00
Campus Westend Casino
21.11.18

Casino 1.801

Veranstaltung in der Vorlesungsreihe „Female Messiahs – Women in Messianic Movements in Judaism, Christianity and Islam“

Organisiert von PD Dr. Elke Morlok und Prof. Dr. Rebekka Voß (Seminar für Judaistik) im Rahmen des LOEWE Schwerpunkts „Religiöse Positionierung“ und
in Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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22
Nov
17:30 bis 22:00
22.11.18

Die Auftaktveranstaltung zur Tagung „Feministische Generationendialoge‘ findet am 22.11.2018 im Historischen Museum Frankfurt von 17:30-20:00 Uhr statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Vor 100 Jahren erstritt en Frauen* in Deutschland das Wahlrecht, 50 Jahre später etablierte sich die autonome Frauenbewegung. Beide Ereignisse haben die Geschichte tiefgreifend verändert. Gerade in Frankfurt hat das Eintreten für politische Rechte und Teilhabe von Frauen* und Mädchen* eine lange Tradition. Im Jubiläumsjahr veranstaltet das Frauenreferat der Stadt Frankfurt, in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, dem Cornelia Goethe Centrum, dem Historischen Museum, dem Amt für Multi kulturelle Angelegenheiten, der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Frauenbegegnungszentrum EVA vom 22.-24. November 2018 die Tagung Feministische Generationendialoge. Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 22. November im Historischen Museum lädt unterschiedliche Generationen und intersektionale Positionen zur Auseinandersetzung und Begegnung ein. Es wird versucht, der Vielfalt Frankfurter feministischer Geschichte, Praxis und Utopie gerecht zu werden. Dabei interessieren an diesem Abend vor allem biografische Spuren, Momente der Politisierung, Strategien der Mobilisierung. Mit dabei sind Frauen* aus Institutionen und Gruppen. Der Weiberrat ist ebenso präsent wie Initiativen von Frauen* of colour oder Migrant*innenselbstorganisationen.

17.30 Uhr
Begrüßung durch Rosemarie Heilig (Dezernentin für Umwelt und Frauen)
Dialogischer Einstieg in den Abend mit Gabriele Wenner (Leitung Frauenreferat) und Linda Kagerbauer (Frauenreferat)

18 Uhr
Es diskutieren: Dorothee Linnemann, Sybilla Flügge, Jutta Ebeling, Gabriele Wenner, Dörthe Jung, Christiana Klose, Eleonore Wiedenroth-Coulibaly , Simin Jampoolad, Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Türkân Kanbıçak, Virginia Wangare-Greiner, Sinah Klockemann, Judit Alema, Shiva Amiri, Nabila Bushra und Mädchen* und viele mehr.
Es moderieren: Hadija Haruna-Oelker und Mechtild M. Jansen als Co-Moderation (Heinrich-Böll-Stiftung Hessen)

Das detaillierte Programm sowie Informationen zur Anmeldungen können hier abgerufen werden: http://frauen-macht-politik-ffm.de.

Die Auftaktveranstaltung sowie das gesamte Programm sind für Studierende kostenfrei. Für die Teilnahme an der Gesamtveranstaltung wird um Anmeldung gebeten.

27
Nov
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
27.11.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Response – Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt 

27.11.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

2015 startete die erste hessische Beratungsstelle – response für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – in der Bildungsstätte Anne Frank. Wir beobachten, dass die Angriffe auf Menschen, denen man eine nichtdeutsche Herkunft zuschreibt, seitdem massiv gestiegen sind. Die sogenannte Flüchtlingskrise hat in Deutschland eine an die 1990er Jahre erinnernde rassistische Debatte entfacht, die in massiven Asylrechtsverschärfungen ihre realpolitische Manifestation gefunden hat. Rechte und Rechtsextreme nehmen den Zuzug von Flüchtenden als Anlass, rassistische Bilder zu verbreiten und Stimmung gegen Menschen nichtdeutscher Herkunft zu machen – insbesondere muslimischer Herkunft. Antisemitische Angriffe nehmen dramatisch zu und zuletzt haben die Vorfälle nicht nur in Chemnitz, sondern auch in Kandel, Köthen und anderen Orten zeigen, wie schnell sich die rechte Szene mobilisieren kann und welche Bedrohung unmittelbar für Schwarze Menschen, Jüd*innen, Migrant*innen, People of Colour und andere als fremd markierte Menschen davon ausgeht. Response arbeitet in diesem bewegten Feld zwischen psychosozialer Beratung, öffentlicher Intervention und solidarischer Vernetzung, um Betroffene zu stärken und zivilgesellschaftliches Handeln zu fördern.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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4
Dez
18:00 bis 20:00
04.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Peggy Piesche: Decolonize 1968!  Bewegungsgeschichtliche Erfahrungen von BPOC-Frauen*

04.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

1968 oder auch schlicht die ‚68er’ markieren die Bewegungsjahre, die unser Verständnis von Gleichberechtigung, sexueller Selbstbestimmung, Toleranz und Meinungsfreiheit maßgeblich verändert und beeinflusst haben. 50 Jahre später wird in der mehrheitsgesellschaftlichen Erinnerung 1968 gar zu einer weltpolitischen Zäsur, die wie kein anderes Erlebnis unsere heutige Demokratieauffassung prägte. Inspirieren ließen sich diese 68er jedoch von internationalen Schwarzen und POC-Bürgerrechts- und Befreiungsbewegungen, die im gegenwärtigen Erinnerungskonstrukt ‚68’ in eine westlich geprägte antikapitalistische und linke Bewegungsgeschichte eingewoben wurde. Ein solches Bild produziert und hinterlässt vor allem Leerstellen und schreibt diverse Gruppen und Akteur*innen aus mehrheitsgesellschaftlicher Erinnerung heraus. Der Vortrag schlägt einen Perspektivwechsel ein und blickt auf die, die nicht nur ‚auch mit dabei’ waren, sondern oftmals aufgrund ihrer bewegungsgeschichtlichen Eingebundenheit in antikoloniale, antirassistische und antiimperialistische Kämpfe in Afrika, Asien und den Amerikas auch in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR maßgebliche Akzente setzten und  zeigt, was rassismuserfahrene BPOC-Frauen* in den Bewegungsjahren um 1968 in beiden deutschen Staaten erlebt und wahrgenommen haben. Mit ihren (Lebens-)Geschichten und Stimmen wird es möglich, sowohl ‚68’ selbst als auch dessen Einfluss auf unser heutiges Gesellschaftsverständnis neu zu verstehen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

5
Dez
18:00 bis 20:00
05.12.18

Der Vortrag von Ute Gerhard zum Thema „Zwischen Recht und Gewalt – die Internationale Frauenstimmrechtsbewegung nach 1900 und wie wir sie erinnern‘ findet am 05.12.2018 im Historischen Museum Frankfurt. von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Das Frauenwahlrecht ist nicht nur die Grundlage politischer Teilhabe und Repräsentation, sondern gilt als Paradigma von Rechten überhaupt. Es ist das Recht, Rechte zu haben. Kein anderer Zweig der internationalen Frauenstimmrechtsbewegung hat am Beginn des 20. Jahrhundert weltweit so viel Aufsehen erregt und Nachhall in den Medien gefunden, sowohl Heroisierung, aber auch vehemente Kritik erfahren wie die englischen Suffragetten. Im historischen Gedächtnis und im Alltagsverständnis ist die Kennzeichnung als Suffragette zum Inbegriff für den eher ‚ungehörigen‘ frauenrechtlerischen und militanten Kampf um gleiche Bürgerinnenrechte geworden. Was steckt hinter dem leidenschaftlichen Dissens, der die Historiographie zum Frauenwahlrecht bis heute beschäftigt? Vor dem Hintergrund der Reaktionen und Debatten in der deutschen Frauenbewegung soll die internationale Deutung dieses Kampfes zwischen Recht und Gewalt diskutiert und nicht zuletzt gefragt werden, welche Bedeutung das Frauenwahlrecht seit jener Zeit für uns heute noch hat.

UTE GERHARD, Dr. phil. Studium der Rechtswissenschaften, Soziologie und Geschichte. Professorin für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, seit 2004 emeritiert. Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien, ebenda. Forschungen in den Bereichen: Geschlechterforschung, Geschichte und Theorie des Feminismus, Europäische Sozialpolitik, Rechtsgeschichte und Rechtssoziologie. Rezente Veröffentlichung: Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789, München (Beck) 3. Aufl . 2018. Im Erscheinen: Für eine andere Gerechtigkeit. Dimensionen feministischer Rechtskritik, Frankfurt/New York (Campus)

5
Dez
18:00 bis 20:00
Campus Westend Casino
05.12.18

Casino 1.801

Veranstaltung in der Vorlesungsreihe „Female Messiahs – Women in Messianic Movements in Judaism, Christianity and Islam“

Organisiert von PD Dr. Elke Morlok und Prof. Dr. Rebekka Voß (Seminar für Judaistik) im Rahmen des LOEWE Schwerpunkts „Religiöse Positionierung“ und
in Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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11
Dez
18:00 bis 20:00
11.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Sheila Ragunathan:
Zur Notwendigkeit eine antirassistische feministische Pädagogik in Seminarkontexten zu praktizieren – Erfahrungen und Forderungen von Schwarzen Studierenden & Studierenden of Color

11.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

In diesem Vortrag werden Ergebnisse aus einem Interview vorgestellt, in dem eine Gruppe Studierender der Goethe Universität Frankfurt/Main über ihre Erfahrungen in (sozialwissenschaftlichen) Seminarkontexten reflektieren und sich über das Potenzial von radikalen und auf Solidarität basierenden “communities of learning” (Mohanty 2003) austauschen. Als Ort situierter und alternativer Wissensproduktion geben die Gespräche wichtige Anhaltspunkte für die Möglichkeit der Transformation von hegemonialen Lehr- und Lernatmospheren an Universitäten; wie können die Realitäten und Wissen von Schwarzen Studierenden und Studierenden of Color Teil der Epistemologien werden, die in Seminaren unterrichtet und entwickelt werden, ohne sie zu Forschungsobjekte zu machen? Welche Verantwortung kommt hier den Lehrenden und den anderen Seminarteilnehmer*innen zu? Was bedeutet es in diesem Kontext eine feministische antirassistische Pädagogik zu praktizieren?

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

11
Dez
18:00 bis 20:00
11.12.18

Kamingespräche

Zu den Kamingesprächen laden wir Persönlichkeiten aus der Wissenschaft oder dem öffentlichen Leben ein um in kleinem Kreis über ihren persönlichen Werdegang und ihre Motivationen zu sprechen. Darüber hinaus können diese Treffen zur weiteren Vernetzung untereinander genutzt werden.

Vita – Dagmar Herzog

DAGMAR HERZOG ist Distinguished Professor of History am Graduate Center der City University of New York. Publikationen u.a.: Die Politisierung der Lust (2005), Sexuality in Europe (2011), Cold War Freud: Psychoanalysis in an Age of Catastrophes (2017), sowie: Lust und Verwundbarkeit: Zur Zeitgeschichte
der Sexualität in Europa und den USA (2018) und Unlearning Eugenics: Sexuality, Reproduction and Disability in Post-Nazi Europe (2018).

Dagmar Herzog wird am nächsten Tag (Mittwoch, 12. Dezmber 2018, 18-20 Uhr) einen Vortrag zum Thema  „Feminismen und Sexualpolitik. Die #metoo-Bewegung und ihre Kritiker*innen“ im Renate-von-Metzler Saal im Casino halten.

12
Dez
18:00 bis 20:00
12.12.18

Der Vortrag von Dagmar Herzogzum Thema „Feminismen und Sexualpolitik. Die #metoo-Bewegung und ihre Kritiker*innen‘ findet am 12.12.2018 am Campus Westend im Casino, Renate von Metzler-Saal (Raum 1.801) von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

“Die Patriarchen stürzen vom Sockel, aber das Patriarchat ist stärker denn je.” So konstatierte nüchtern die renommierte feministische Journalisti n Susan Faludi das Paradox der unzureichenden Erfolge der #metoo-Bewegung seit ihrer Entstehung 2017. Wie passt die Bewegung in divergierende Tendenzen der Gegenwart – andauernde sexuelle Liberalisierung einerseits, aber aggressive rechtslastige Rollbacks andererseits, gegen weibliche Selbstbestimmung sowie auch gegen die staatlichen Wohlfahrtsleistungen, auf die weit mehr Frauen als Männer angewiesen sind? Wie ist die merkwürdige Diskrepanz des Erfolgs der #metoo-Anklagen zu erklären, wenn republikanische Politiker wie der Präsident im Amt bleiben, aber wichtige Kritiker der gegenwärtigen Regierung wie der jüdische Senator Al Franken oder der afroamerikanische Kongressabgeordneter John Conyers entmachtet sind? Dieser Vortrag untersucht die beunruhigten und differenzierten Argumente sogenannter “pro-Sex” feministischer, queerer und antirassisti scher Kritiker*innen der Bewegung und fragt nach der möglichen Einordnung des #metoo-Phänomens in historische intrafeministische Konflikte und Ambivalenzen rund um Sexualität.

DAGMAR HERZOG ist Distinguished Professor of History am Graduate Center der City University of New York. Publikationen u.a.: Die Politisierung der Lust (2005), Sexuality in Europe (2011), Cold War Freud: Psychoanalysis in an Age of Catastrophes (2017) sowie (im Erscheinen): Lust und Verwundbarkeit: Zur Zeitgeschichte der Sexualität in Europa und den USA (2018) und Unlearning Eugenics: Sexuality, Reproduction and Disability in Post-Nazi Europe (2018).

14
Dez
09:00 bis 17:00
Campus Bockenheim
14.12.18

Freitag, 14. Dezember 2018, 9:00-17:00 Uhr, Goethe-Universität Frankfurt, Campus Bockenheim, Raum NM 109, Dr. Julia Verse

Workshopbeschreibung:

Ethische Fragen und Dilemmata stellen viele Doktorand*innen in den Gender Studies vor große Herausforderungen: Wie gestaltet sich die Rolle als Forscher*innen? Wie kann ich erfolgreich meine eigene wissenschaftliche Integrität beschützen? Welches Maß an Nähe und/oder Distanz ist in den Beziehungen zu Forschungspartner*innen angemessen? Wie gehe ich verantwortungsvoll mit meinen Forschungsdaten um? Wie können Forschungsergebnisse adäquat dargestellt werden? Welchen Ansprüchen muss eine feministische und anti-rassistische Wissensproduktion gerecht werden?

Um mehr über gute wissenschaftliche Praxis zu erfahren und dieser im Kontext feministischer Wissens- und Theorieproduktion nachzugehen, laden wir in dem von uns organisierten Workshop zur Reflexion der eigenen Forschungsarbeit ein.

Im Workshop wird es neben der Beschäftigung mit Aspekten guter wissenschaftlicher Praxis (z. B. Definitionen guter wissenschaftlicher Praxis, Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens, Datenmanagement, Autor*innenschaft, Anonymisierung etc.) Raum gegeben, individuelle Probleme und Fragen der Teilnehmenden zu diskutieren. Dazu können die Teilnehmenden spezifische Fragen und Probleme ihrer Dissertationsprojekte einbringen. Neben der Besprechung der Anliegen der Teilnehmenden erfolgen Inputs der Referentin zu zentralen Aspekten guter wissenschaftlicher Praxis.

 

Workshopleitung:

Wir freuen uns sehr, dass wir Dr. Julia Verse für diesen Workshop gewinnen konnten. Julia Verse ist Teil von „Scientific Integrity – Gute Wissenschaftliche Praxis“ (http://www.scientificintegrity.de/index.html). Sie ist Historikerin und Ethnologin sowie als Dozentin und Multiplikatorin im Bereich Gender und Diversity tätig. Sie bringt eine breite Expertise und vielfältige wissenschaftlich-praktische Erfahrungen im Rahmen der Tätigkeit als Referentin für gute wissenschaftliche Praxis und ihrer Doktorarbeit zum Thema Antirassismus mit. Diese wird sie im Workshop mit uns teilen und uns wichtige Anregungen zu unseren eigenen Forschungsprojekten mitgeben.

 

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung (mit Namen, derzeitiges Jahr des Promotionsprojektes, Fachdisziplin, Thema der Dissertation) bis 23.11.2018 an S.Rassmann@em.uni-frankfurt.de.

Wenn Sie Fragen zu Ihrem laufenden Dissertationsprojekt im Workshop besprechen möchten, übersenden Sie Ihren Abstract (max. 8000 Zeichen inklusive Leerzeichen) ebenfalls bis zum 23.11.2018 an die oben genannte Adresse. Bitte beachten Sie, dass Ihr Abstract allen Teilnehmenden des Workshops zur Verfügung gestellt wird.

Bockenheimer Landstraße 133,
Frankfurt am Main,
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18
Dez
18:00 bis 20:00
18.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Ana Graça: Bildung als Widerstand

18.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Ninguém vai lhe ensinar sua verdadeira história, seus verdadeiros heróis,se eles sabem que esse conhecimento irá lhe liberar. // Niemand wird dir deine wahre Geschichte lehren, über deine wahren Helden erzählen, wenn sie wissen dass dieses Wissen dich befreit.

Ana Celia da Silva

Als Pädagogin, Aktivistin Uni-dozentin und Anhänger in des candomble widmet sich Ana Celia da Silva ihr ganzes Leben der Bildung und ihre Erkenntnisse zu teilen. Um sich herum öffnet sie Wege damit andere Mitmenschen diese beschreiten können. Sie übernahm die Verantwortung, das Schulsystem der Kolonialisten zu interpretieren, die rassistische und entwürdigende Haltung bloß zu stellen und Perspektiven neu zu schaffen. In Salvador ist sie eine Institution. Sie ist ein Beispiel dafür wie Bildung zum Weg des Wiederstands gemacht werden muss, damit daraus ein Weg der Befreiung wird.

Die Arbeit von Ana Celia da Silva vorzustellen ist mir eine besondere Ehre.

 

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

8
Jan
18:00 bis 20:00
08.01.19

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Dan:
asiatisch, queer und krank – Leben zwischen Rassismus, Sexismus und chronischer Erkrankung

08.01.2019

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Der Vortrag gibt Einblicke in ein Leben mit Lupus, einer chronischen Erkrankung, mit dem aber ein Leben als rassifizierte, sexualisierte, marginalisierte Person einher geht. Welche strukturellen und alltäglichen Hürden sind Teil einer Lebensrealität als mehrfach diskriminierte Person? Der Vortrag bedient sich des Konzepts der Intersektionalität und versucht ein Verständnis für die Lebensrealität von Menschen, die in mehreren Aspekten marginalisiert werden, zu vermitteln. Der Vortrag setzt persönliche Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen Zuständen in Zusammenhang.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

10
Jan
10:00 bis 17:00
von 10.01.19 bis 11.01.19
Ziel
• Einführung in die Theorie und den methodischen Ansatz der Intersektionalen Mehrebenenanalyse (IM)
• Auseinandersetzung mit der empirischen Umsetzung der IM
• Umgang mit spezifischen Herausforderungen eigener empirischer Untersuchungen
Beschreibung
Der Workshop ermöglicht, theoretische und methodische Fragen zur Bedeutung von Intersektionalität in empirischen Forschungsprojekten intensiv zu diskutieren. Im Zentrum steht die IM, die einen theoretischen Ansatz zur Analyse vielfältig verschränkter Ungleichheiten mit einer methodischen Umsetzung verbindet. Dieser praxeologische Ansatz ist geeignet für subjektzentrierte und handlungsorientierte Forschungsprojekte und wird in der Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit angewandt.
Im Workshop werden die einzelnen Schritte der IM vermittelt, angefangen bei der Konzeption des Forschungsprojektes, über die Datenerhebung bis hin zur Auswertung von Daten und der Strukturierung von Ergebnissen.
TeilnehmerInnen, die qualitativ-empirisch und intersektional arbeiten, können Forschungsansätze und Auswertungsmethoden anhand von eigenen Daten vorstellen und diskutieren. Ausgewählte Beispiele von Forschungsprojekten der Teilnehmenden werden in die Diskussion einbezogen.
Zu diesem Zweck können Teilnehmende bis zum 14. Dezember 2018 ein Paper an workshops@grade.uni-frankfurt.de senden: Kurzbeschreibung des Forschungsvorhabens mit Fragestellung und methodischem Zugang, Fragen, die im Workshop geklärt werden sollen, ca. 2 Seiten.
Zum Abschluss des Workshops erhalten auch diejenigen, deren Paper nicht zur Präsentation ausgewählt wurde, eine kurze individuelle Rückmeldung.
Methodik
Inputs und Übungen zur intersektionalen Mehrebenanalyse sowie Diskussion von
Beispielen der Teilnehmenden
Voraussetzung
Grundkenntnisse der qualitativen Datenanalyse und von Intersektionalität
Literatur
• Winker, Gabriele; Degele, Nina (2009): Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript.
• Winker, Gabriele: Intersektionalität als Gesellschaftskritik. In: Widersprüche, 32. Jg., Heft 126, 2012, S. 13-26
Sprache: Deutsch
Zielgruppe: Fortgeschrittene Masterstudierende und Promovierende in allen Phasen der Promotion und Postdocs der Geistes- und Sozialwissenschaften
Datum: Donnerstag-Freitag, 10.-11. Januar 2019, jeweils von 10:00 – 17:00
Registrierung ist hier auf der Seite von GRADE möglich
15
Jan
18:00 bis 20:00
15.01.19

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Cop Watch: “We look out for each other.” Racial Profiling, vielfältige Folgen und intersektionale Interventionen

15.01.2019

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Auch in Deutschlands Städten gehören rassistische Polizeikontrollen, die stets vergeschlechtlicht sind, zum Alltag. Menschen stehen aufgrund von bestimmten rassifizierten Merkmalen, wie Hautfarbe, Religion, Sprache oder einer „anderen” Herkunft im Visier polizeilichen Handelns. Sie erleben oft unbegründete Pass- und Personenkontrollen in Bahnhöfen und Flughäfen, auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder nach Hause. Racial Profiling und rassistische Polizeigewalt, die auch oft tödlich endet, trifft nicht nur rassifizierte Männlichkeiten. Vielmehr sind gerade mehrfachmarginalisierte Personen, Frauen* und LGBT*IQ/geflüchtete/mittellose und von der Gesellschaft be_hinderte Schwarze und People of Color besonders vulnerabel für rassistische Polizeikontrollen und die weiteren Folgen.

In städtischen Diskursen wie in der bundesdeutschen Debatte bleiben diese Erfahrungen zu oft unsichtbar. Die Betroffenen werden nicht gehört, die institutionelle sowie intersektionale Dimension dieses Phänomens wird ausgeblendet. Es regen sich jedoch auch Widerstände und es gibt seit Jahren Unterstützungsinitiativen, die einen Perspektivwechsel und Brüche mit dieser gewaltvollen Normalität ermöglichen.

Der Kurzvortrag von copwatch-ffm erläutert Racial Profiling als institutionalisierte Praxis intersektionaler staatlicher Gewalt, seine vielfältigen Folgen und lädt zur gemeinsamen Diskussion von Interventionsmöglichkeiten und Widerstandsstrategien ein

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/