Cornelia Goethe Centrum

Queere Ringvorlesung – „Queergehört!“

Die Queere Ringvorlesung „Queergehört!“ ist eine studentisch organisierte Vortragsreihe, die das akademische Lehrangebot durch queere und postkoloniale Theorie, sowie Intersektionalität ergänzt. Organisiert durch das Autonome Queerfeministische Schwulenreferat bietet die Ringvorlesung nun schon seit mehreren Jahren ein abwechslungsreiches Angebot an Themen und Vorträgen, die sich kritisch und konstruktiv mit  Vielfalt, Sexualität_en und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen auseinandersetzen. Queer, postkolonial, feministisch: Die Ringvorlesung setzt sich kritisch mit Normativierungs- und Normierungsmechanismen in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft auseinander. Die verschiedenen Vorträge verknüpfen dabei Analyse und Handlungsoptionen – und erbringen immer wieder Einblicke in die Arbeit der Referent*innen. Dabei werden gleichzeitig Themenbereiche rund um Diversity, Antidiskriminierungs- und Beratungsarbeit vorgestellt, die auch für die Berufsorientierung vieler Studierender von Interesse sind. Intersektionalität: Komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Formen und Ebenen von Diskriminierung und Ausgrenzung werden in der Ringvorlesung sichtbar gemacht und  anhand von Perspektivwechsel und Analyse verständlich. Akzeptanz und eine respektvolle Kommunikation sind Grundsätze der Queeren Ringvorlesung. Die gemeinsame Diskussion der vorgestellten Inhalte ist ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind herzlich eingeladen an der Ringvorlesung teilzunehmen. Da die wöchentlichen Vorträge unterschiedliche Themen behandeln, könnt ihr jederzeit neu einsteigen und auch mal für einzelne Termine vorbeikommen. Erscheint zahlreich und bringt Eure Freund*innen mit. Wir freuen uns auf Euch!

Zeit&Ort:

Campus Westend, Seminarhaus SH 0.105
jeweils dienstags, ab 18:00  Uhr

weitere Infos unter: http://www.queergehoert.de/

Kommende Veranstaltungen:

28
Nov
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
28.11.17

Eleonore Wiedenroth-Coulibaly, Hadija Haruna-Oelker, Laura Digoh-Ersoy: SPIEGELBLICKE. Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland. Buchvorstellung und Einladung zum Gespräch

Spiegelblicke erscheint 30 Jahre nach dem allerersten organisierten Treffen in Deutschland und damit drei Jahrzehnte nach der Gründung der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Essays, Portraits, analytische Texte, Storytelling und Foto-Reportagen: Die beteiligten Autor*innen, Zeitzeug*innen und Porträtierten sind in unterschiedlichen Zusammenhängen mit der Schwarzen Bewegung verbunden. Es sind unterschiedliche Generationen, deren Blicke sich im Band (wider-)spiegeln und Bilder einer vielfältigen Schwarzen Bewegung in Deutschland zeichnen.
Sie, analysieren rassistische Strukturen in privaten und öffentlichen Räumen, dokumentieren Stationen Schwarzer Identitätsfindung und des Empowerments und machen die Verschränkung verschiedener sozialer Ausschlussmechanismen sichtbar. Inhaltlich geht es um Schwarze Menschen in der NS-Zeit, die Geschichte des Kolonialismus, seine Reichweite in die Gegenwart – beispielsweise im Bildungs- und Rechtssystem und um selbstbestärkende Interventionen von Eltern, Lehrenden, Kulturschaffenden oder Medienmacher*innen und alltägliche Geschichten Schwarzer Menschen in Deutschland. Verhandelt werden Themen wie Racial Profiling, die Rolle der Menschenrechte und Refugee Activism. Mit der Frage was es heißt, Schwarz und Queer zu sein, werden intersektionale Perspektiven eröffnet.
Damit haben sich die Herausgeberinnen an die herausfordernde Aufgabe gewagt, einen Band zu gestalten, der die Entwicklungs-, Auseinandersetzungs- und Definitionsprozesse der Bewegung aufzeigt. Mit dem Ziel: ein leicht zugängliches und bleibendes Werk für die Zukunft zu schaffen, das ein breites Publikum anspricht.

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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5
Dez
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
05.12.17

Tupoka Ogette: exit Racism. Wie wir rassismuskritisch denken lernen können

„Ich wünsche mir, dass es für meine Kinder und deren Schwarze Freunde und Freundinnen einfacher wird. Aber dazu brauche ich Sie.“ Tupoka Ogette
Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. In Ihrem Vortrag wird die Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung über die dringende Notwendigkeit, sich auf den rassismuskritischen Weg zu begeben sprechen.
Dazu wird sie auch einige kurze Passagen aus ihrem aktuellen Buch: „exit Racism, rassismukritisch denken lernen“ lesen.

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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12
Dez
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
12.12.17

Persson Perry Baumgartinger: Trans Studies. Historische, begriffliche und aktivistische Aspekte

Wie viele andere kritische Forschungs¬richtungen sind auch die Trans Studies aus sozialen Bewegungen heraus entstanden. Selbsthilfegruppen, Trans*Ak¬¬ti¬¬vist_innen, Studierende, Künstler_innen bringen die Trans Studies in den 1980ern und 1990ern in die Akademia. Trans Studies bauen auf rassismus- und klassismuskritischen, feministischen Ansätzen genauso auf wie etwa auf der (kritischen) Sexualwissenschaft. Sie entwickeln bestehende Begriffe weiter und schaffen neue. Sie intervenieren in wissenschaftliche Paradigmen und gesellschaftliche Normen. Sie entstehen als Teil einer sozialen Bewegung, die für Anerkennung, Menschenrechte und gegen Diskriminierung innerhalb und außerhalb der Akademia kämpft. Sie sind, neben den Inter Studies, mindestens genauso stark an der Dekonstruktion von Geschlecht beteiligt wie intersektionale und queere Theorien. Trans Studies sind Teil eines politischen Projektes – nicht umgekehrt.

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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16
Jan
15:00 bis 17:00
16.01.18

Empowerment Workshop für People of Color mit Lana Sirri und Saboura Naqshband

Several misconceptions regarding Muslim communities exist both in activism and the academic sphere. These misconceptions hinder an honest collaboration and exchange of ideas between different activist groups.
In order to build new alliances and strengthen old ones, this workshop creates space to discuss and subvert these misconceptions, and think of new forms of solidarities between marginalized communities.

Anmeldung erforderlich bis 30.11.2017 an:queergehoert@gmail.com

max. 15 Teilnehmer*innen

16
Jan
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
16.01.18

Lana Sirri: What is Islamic and what is feminist about Islamic feminism?

This talk presents the diverse ways Islamic feminisms subvert both Islam as a fixed system of religion and feminism as a political movement for gender equality and social justice. Starting with the primary misconceptions regarding Islamic feminism, this presentation aims to offer new ways of thinking about the intersection of religion and feminism.

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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23
Jan
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
23.01.18

Joke Janssen: Vom Sich-Halten auf der Linie: Orte der Ausdehnung schreiben

 

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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30
Jan
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
30.01.18

Mäks Roßmöller: Somatisches Fat Empowermen – Diskriminierung_Trauma im Körper transformativ begegnen

In diesem Vortrag geht es darum, wie strukturelle Diskriminierung_Trauma auf den Körper zielt und sich in ihn einschreibt. Näher ausgeführt wird das am Beispiel der Diskriminierung gegen dicke_fette Körper. Es werden Forderungen an einen transformativen und heilsamen Bewegungsraum gestellt, in dem verkörperten Diskriminierungserfahrungen neu und kollektiv begegnet werden kann. Auf diese Weise soll Bewegung im doppelten Sinne wirksam sein: über das Spüren des eigenen Körpers in einem barrierearmen körperpositiven Raum und Bewegung als politischer Zusammenschluss durch einen ganzheitlichen, kollektiven Ansatz. Zentral für diese Neurahmung von Bewegung ist die Hinterfragung und Neukonzeption von Gesundheit im Allgemeinen, in der ein Gewichtsreduktionsfokus und der eine-Lösung- für-alle- Ansatz des Diätindustriekomplexes abgelehnt wird. Widerständig zum dominanten Gesundheitsdiskurs können in diesen Bewegungsräumen intersektionale Bündnisse und Neuverhandlungen stattfinden. Dabei soll es am Beispiel meiner somatischen (körperbezogenen) Empowermentarbeit gezeigt werden, wie das konkret umsetzbar ist. Bevor wir uns dazu austauschen, wollen wir uns in ein Spürexperiment (ohne Berührung, Teilnahme kein muss) begeben, um dem eher theoretischen Teil einen Praktischen zur Seite zu stellen! Aufregend!

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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6
Feb
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
06.02.18

Sushila Mesquita: Queer of Color-Perspektiven auf Machtverhältnisse in der Wissensproduktion

Wie bilden sich Machtverhältnisse in der akademischen Wissensproduktion ab? Welche Effekte haben sie? Welche Gegen/Strategien wurden aus Schwarzen und PoC-Perspektiven entwickelt?
Am Beispiel der vorherrschenden Rezeption des Konzeptes der Intersektionalität möchte ich aufzeigen, welche epistemologischen Konsequenzen das Ausblenden und unsichtbar Machen von bestimmten Formen des Wissens, von bestimmten Perspektiven und Positionen innerhalb der deutschsprachigen Gender und Queer Studies haben kann. Welche Veränderungen sind notwendig, um dem Anspruch einer kritischen Wissenschaft innerhalb der neoliberalen Hochschule gerecht zu werden, die gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse in ihrer Komplexität erfassen, beforschen und niederreißen will?

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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