Cornelia Goethe Centrum

Queere Ringvorlesung – „Queergehört!“

Die Queere Ringvorlesung „Queergehört!“ ist eine studentisch organisierte Vortragsreihe, die das akademische Lehrangebot durch queere und postkoloniale Theorie, sowie Intersektionalität ergänzt. Organisiert durch das Autonome Queerfeministische Schwulenreferat bietet die Ringvorlesung nun schon seit mehreren Jahren ein abwechslungsreiches Angebot an Themen und Vorträgen, die sich kritisch und konstruktiv mit  Vielfalt, Sexualität_en und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen auseinandersetzen. Queer, postkolonial, feministisch: Die Ringvorlesung setzt sich kritisch mit Normativierungs- und Normierungsmechanismen in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft auseinander. Die verschiedenen Vorträge verknüpfen dabei Analyse und Handlungsoptionen – und erbringen immer wieder Einblicke in die Arbeit der Referent*innen. Dabei werden gleichzeitig Themenbereiche rund um Diversity, Antidiskriminierungs- und Beratungsarbeit vorgestellt, die auch für die Berufsorientierung vieler Studierender von Interesse sind. Intersektionalität: Komplexe Zusammenhänge zwischen verschiedenen Formen und Ebenen von Diskriminierung und Ausgrenzung werden in der Ringvorlesung sichtbar gemacht und  anhand von Perspektivwechsel und Analyse verständlich. Akzeptanz und eine respektvolle Kommunikation sind Grundsätze der Queeren Ringvorlesung. Die gemeinsame Diskussion der vorgestellten Inhalte ist ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind herzlich eingeladen an der Ringvorlesung teilzunehmen. Da die wöchentlichen Vorträge unterschiedliche Themen behandeln, könnt ihr jederzeit neu einsteigen und auch mal für einzelne Termine vorbeikommen. Erscheint zahlreich und bringt Eure Freund*innen mit. Wir freuen uns auf Euch!

Zeit&Ort:

Campus Westend, Seminarhaus SH 1.104
jeweils dienstags, ab 18:00  Uhr

weitere Infos unter: http://www.queergehoert.de/

Kommende Veranstaltungen:

20
Nov
18:00 bis 20:00
20.11.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Fetter_Widerstand:
Ob glitzernd oder milliant…fetter widerstand!!!
Widerstand und Solidarität fett gedacht.

20.11.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Im Vortrag beschäftigen wir uns mit gesellschaftlichen Diskursen um Körper und Dicksein. Dabei geht es uns darum, aus kritischer_queerfeministischer_intersektionaler Perspektive körperbezogene Diskriminierung, wie sie in Form von Sprache, Bildern etc. täglich erfahren wird, aufzudecken und sie zu hinterfragen. Körper betrachten wir als Medium, an dem sexistische, heterosexistische, rassistische, neoliberale und kapitalistische Logiken und Widersprüche verhandelt werden.

Wir möchten vermeintlich gesellschaftliche Wahrheiten über dicke Körper hinterfragen. Im Rahmen des Vortrags soll es auch Gelegenheit geben, gemeinsam über lokale Bündnisse und solidarische Strukturen nachzudenken, um so einen respektvollen und sensiblen Umgang mit Körpervielfalt zu ermöglichen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

27
Nov
18:00 bis 20:00
Campus Westend Seminarhaus
27.11.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Response – Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt 

27.11.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

2015 startete die erste hessische Beratungsstelle – response für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – in der Bildungsstätte Anne Frank. Wir beobachten, dass die Angriffe auf Menschen, denen man eine nichtdeutsche Herkunft zuschreibt, seitdem massiv gestiegen sind. Die sogenannte Flüchtlingskrise hat in Deutschland eine an die 1990er Jahre erinnernde rassistische Debatte entfacht, die in massiven Asylrechtsverschärfungen ihre realpolitische Manifestation gefunden hat. Rechte und Rechtsextreme nehmen den Zuzug von Flüchtenden als Anlass, rassistische Bilder zu verbreiten und Stimmung gegen Menschen nichtdeutscher Herkunft zu machen – insbesondere muslimischer Herkunft. Antisemitische Angriffe nehmen dramatisch zu und zuletzt haben die Vorfälle nicht nur in Chemnitz, sondern auch in Kandel, Köthen und anderen Orten zeigen, wie schnell sich die rechte Szene mobilisieren kann und welche Bedrohung unmittelbar für Schwarze Menschen, Jüd*innen, Migrant*innen, People of Colour und andere als fremd markierte Menschen davon ausgeht. Response arbeitet in diesem bewegten Feld zwischen psychosozialer Beratung, öffentlicher Intervention und solidarischer Vernetzung, um Betroffene zu stärken und zivilgesellschaftliches Handeln zu fördern.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

Max-Horkheimer-Straße ,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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4
Dez
18:00 bis 20:00
04.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Peggy Piesche: Decolonize 1968!  Bewegungsgeschichtliche Erfahrungen von BPOC-Frauen*

04.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

1968 oder auch schlicht die ‚68er’ markieren die Bewegungsjahre, die unser Verständnis von Gleichberechtigung, sexueller Selbstbestimmung, Toleranz und Meinungsfreiheit maßgeblich verändert und beeinflusst haben. 50 Jahre später wird in der mehrheitsgesellschaftlichen Erinnerung 1968 gar zu einer weltpolitischen Zäsur, die wie kein anderes Erlebnis unsere heutige Demokratieauffassung prägte. Inspirieren ließen sich diese 68er jedoch von internationalen Schwarzen und POC-Bürgerrechts- und Befreiungsbewegungen, die im gegenwärtigen Erinnerungskonstrukt ‚68’ in eine westlich geprägte antikapitalistische und linke Bewegungsgeschichte eingewoben wurde. Ein solches Bild produziert und hinterlässt vor allem Leerstellen und schreibt diverse Gruppen und Akteur*innen aus mehrheitsgesellschaftlicher Erinnerung heraus. Der Vortrag schlägt einen Perspektivwechsel ein und blickt auf die, die nicht nur ‚auch mit dabei’ waren, sondern oftmals aufgrund ihrer bewegungsgeschichtlichen Eingebundenheit in antikoloniale, antirassistische und antiimperialistische Kämpfe in Afrika, Asien und den Amerikas auch in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR maßgebliche Akzente setzten und  zeigt, was rassismuserfahrene BPOC-Frauen* in den Bewegungsjahren um 1968 in beiden deutschen Staaten erlebt und wahrgenommen haben. Mit ihren (Lebens-)Geschichten und Stimmen wird es möglich, sowohl ‚68’ selbst als auch dessen Einfluss auf unser heutiges Gesellschaftsverständnis neu zu verstehen.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

11
Dez
18:00 bis 20:00
11.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Sheila Ragunathan:
Zur Notwendigkeit eine antirassistische feministische Pädagogik in Seminarkontexten zu praktizieren – Erfahrungen und Forderungen von Schwarzen Studierenden & Studierenden of Color

11.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

In diesem Vortrag werden Ergebnisse aus einem Interview vorgestellt, in dem eine Gruppe Studierender der Goethe Universität Frankfurt/Main über ihre Erfahrungen in (sozialwissenschaftlichen) Seminarkontexten reflektieren und sich über das Potenzial von radikalen und auf Solidarität basierenden “communities of learning” (Mohanty 2003) austauschen. Als Ort situierter und alternativer Wissensproduktion geben die Gespräche wichtige Anhaltspunkte für die Möglichkeit der Transformation von hegemonialen Lehr- und Lernatmospheren an Universitäten; wie können die Realitäten und Wissen von Schwarzen Studierenden und Studierenden of Color Teil der Epistemologien werden, die in Seminaren unterrichtet und entwickelt werden, ohne sie zu Forschungsobjekte zu machen? Welche Verantwortung kommt hier den Lehrenden und den anderen Seminarteilnehmer*innen zu? Was bedeutet es in diesem Kontext eine feministische antirassistische Pädagogik zu praktizieren?

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

18
Dez
18:00 bis 20:00
18.12.18

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Ana Graça: Bildung als Widerstand

18.12.2018

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Ninguém vai lhe ensinar sua verdadeira história, seus verdadeiros heróis,se eles sabem que esse conhecimento irá lhe liberar. // Niemand wird dir deine wahre Geschichte lehren, über deine wahren Helden erzählen, wenn sie wissen dass dieses Wissen dich befreit.

Ana Celia da Silva

Als Pädagogin, Aktivistin Uni-dozentin und Anhänger in des candomble widmet sich Ana Celia da Silva ihr ganzes Leben der Bildung und ihre Erkenntnisse zu teilen. Um sich herum öffnet sie Wege damit andere Mitmenschen diese beschreiten können. Sie übernahm die Verantwortung, das Schulsystem der Kolonialisten zu interpretieren, die rassistische und entwürdigende Haltung bloß zu stellen und Perspektiven neu zu schaffen. In Salvador ist sie eine Institution. Sie ist ein Beispiel dafür wie Bildung zum Weg des Wiederstands gemacht werden muss, damit daraus ein Weg der Befreiung wird.

Die Arbeit von Ana Celia da Silva vorzustellen ist mir eine besondere Ehre.

 

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

8
Jan
18:00 bis 20:00
08.01.19

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Dan:
asiatisch, queer und krank – Leben zwischen Rassismus, Sexismus und chronischer Erkrankung

08.01.2019

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Der Vortrag gibt Einblicke in ein Leben mit Lupus, einer chronischen Erkrankung, mit dem aber ein Leben als rassifizierte, sexualisierte, marginalisierte Person einher geht. Welche strukturellen und alltäglichen Hürden sind Teil einer Lebensrealität als mehrfach diskriminierte Person? Der Vortrag bedient sich des Konzepts der Intersektionalität und versucht ein Verständnis für die Lebensrealität von Menschen, die in mehreren Aspekten marginalisiert werden, zu vermitteln. Der Vortrag setzt persönliche Erfahrungen mit gesellschaftspolitischen Zuständen in Zusammenhang.

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/

15
Jan
18:00 bis 20:00
15.01.19

Die Queere Ringvorlesung findet im Wintersemester 2018/19 mit dem Thema „Widerstand und Solidarität lokal gedacht“ statt. Das  Queergehört-Team freut sich, Gruppen und Personen in der queeren Ringvorlesung begrüßen zu können, die von ihren Kämpfen in der Region und darüber hinaus berichten:

Cop Watch: “We look out for each other.” Racial Profiling, vielfältige Folgen und intersektionale Interventionen

15.01.2019

18-20 Uhr c.t.

Seminarhaus SH 1.104

Auch in Deutschlands Städten gehören rassistische Polizeikontrollen, die stets vergeschlechtlicht sind, zum Alltag. Menschen stehen aufgrund von bestimmten rassifizierten Merkmalen, wie Hautfarbe, Religion, Sprache oder einer „anderen” Herkunft im Visier polizeilichen Handelns. Sie erleben oft unbegründete Pass- und Personenkontrollen in Bahnhöfen und Flughäfen, auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder nach Hause. Racial Profiling und rassistische Polizeigewalt, die auch oft tödlich endet, trifft nicht nur rassifizierte Männlichkeiten. Vielmehr sind gerade mehrfachmarginalisierte Personen, Frauen* und LGBT*IQ/geflüchtete/mittellose und von der Gesellschaft be_hinderte Schwarze und People of Color besonders vulnerabel für rassistische Polizeikontrollen und die weiteren Folgen.

In städtischen Diskursen wie in der bundesdeutschen Debatte bleiben diese Erfahrungen zu oft unsichtbar. Die Betroffenen werden nicht gehört, die institutionelle sowie intersektionale Dimension dieses Phänomens wird ausgeblendet. Es regen sich jedoch auch Widerstände und es gibt seit Jahren Unterstützungsinitiativen, die einen Perspektivwechsel und Brüche mit dieser gewaltvollen Normalität ermöglichen.

Der Kurzvortrag von copwatch-ffm erläutert Racial Profiling als institutionalisierte Praxis intersektionaler staatlicher Gewalt, seine vielfältigen Folgen und lädt zur gemeinsamen Diskussion von Interventionsmöglichkeiten und Widerstandsstrategien ein

Weitere Informationen auf der Homepage der Queeren Ringvorlesung: http://www.queergehoert.de/