Cornelia Goethe Centrum

Jahresbericht 2020 veröffentlicht

Der Jahresbericht 2020 des Cornelia Goethe Centrums ist erschienen. Hierin finden Sie einen Veranstaltungsrückblick, einen Überblick über Forschungsprojekte sowie Wissenswertes aus dem CGC aus dem Jahr 2020. Der Jahresbericht kann hier heruntergeladen werden.

Prof. Helma Lutz © Renate Hoyer

Liebe Leser*innen,

2020 war ein Jahr der Herausforderungen, denn dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie sich über mehrere Jahre hinziehen würden, hatte niemand erwartet. Diese Zeit, in der wir versucht haben, unter veränderten Arbeitsbedingungen unser Bestes zu geben und Lehre, Beratung, Vortragsreihen, Diskussionen und Teamsitzungen unter den gegebenen Einschränkungen zu ermöglichen, gilt heute schon als Wendepunkt zum Eintritt in digitale und hybride Kommunikationsformate. Es ist uns mit vereinten Kräften gelungen, die Mehrzahl unserer Veranstaltungen erfolgreich in ein digitales Format zu transformieren, darunter beispielsweise die Cornelia Goethe Colloquien, aber auch Debatten über Gender-Studies, Vorträge zum Thema Kolonialität und Rassismus. 

Die Ermordung von 10 Menschen durch den Attentäter von Hanau im Februar 2020 hat auch das Cornelia Goethe Centrum tief bewegt. In Hanau wohnen viele unserer Studierenden, unsere Anteilnahme war auch deshalb besonders stark. So war die Beteiligung des CGCs an der Ausrichtung der Jahrestagung des Rat für Migration im November 2020 mit dem Titel: „Kritik rassistischer Praktiken. Wissenschaftliche und politische Perspektiven“ ein wichtiger Moment der Auseinandersetzung mit diesem ungeheuerlichen Verbrechen. 

Nach einer sehr gut besuchten Colloquienreihe zu Thema „Trans*Formationen“, in dem ein Vortrag und ein Workshop von Jack Halberstam den Höhepunkt bildeten, widmete sich unsere Vortragsreihe im Sommersemester 2020 dem Konzept der Intersektionalität und den damit verbundenen wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen unter dem Titel „Intersektionalität im Kreuzfeuer“. Eine wichtige Neuerung ist der Youtube Kanal, auf dem jetzt eine Reihe von Veranstaltungen und Vorträge zur Verfügung stehen.

Eine sehr gute Resonanz hatte hat auch die Digital Winter School on Gender Studies „Decolonisation and Feminisms“, die als digitales Pilotprojekt die ursprünglich geplante Summer School ersetzt hat. Sie wurde in Kooperation mit dem International Office in Form eines sechswöchigen studienbegleitenden Teilzeitkurses durchgeführt. 15 internationale Studierende aus unterschiedlichen disziplinären Hintergründen haben daran teilgenommen. Das Interesse hat uns sehr gefreut und das Format wird in der Summer School 2021 weitergeführt.

Es hat sich aber auch gezeigt, dass sich nicht jede Veranstaltung gleichermaßen gut ins Digitale übersetzen lässt. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die für den Sommer 2020 geplanten Veranstaltungen der Angela Davis Gastprofessur um ein Jahr zu verschieben, in der Hoffnung, Prof. Ann Phoenix vom University College London dann persönlich in Frankfurt begrüßen zu können. Darüber, dass uns das leider nicht gelungen ist, wir aber letztendlich daraus einen sehr besonderen digitalen Besuch organisieren konnten, werden Sie im nächsten Jahr informiert.

Mit diesem Jahresbericht verabschiede ich mich als geschäftsführende Direktorin des CGC von Ihnen, denn am 1. Oktober gehe ich in die Rente. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Durchblättern und lesen. Bleiben Sie uns gewogen, mutig und gesund!

Ihre Helma Lutz

Geschäftsführende Direktorin des CGC

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