Cornelia Goethe Centrum

Kurzbiographie Dr. Johanna Leinius

Johanna Leinius, Dr. phil., ist seit Mai 2022 wissenschaftliche Geschäftsführerin des CGC. Ihre Schwerpunkte sind postkolonial-feministische Theorie, lateinamerikanische Frauen- und feministische Bewegungen, politische Ontologie sowie Geschlechterverhältnisse in der sozialökologischen Transformation.

Sie ist Sprecherin des Arbeitskreises ‚Poststrukturalistische Perspektiven auf Soziale Bewegungen‘ des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (ipb), Mitglied der Sektion Politik und Geschlecht (im Sprecher*innennrat 2016-2021) und Teil der AG ‚Selbstverständnis‘ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Sie ist Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung Feministischer Politikwissenschaft sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der International Association of Inter-American Studies (IAS), der International Studies Association (ISA), der Latin American Studies Association (LASA) sowie der CLACSO-Arbeitsgruppe ‚Cuerpos, Territorios y Feminismos‘.

Johanna Leinius hat Internationales Politikmanagement an der Hochschule Bremen und ‚Ethnic Relations, Cultural Diversity and Integration‘ an der Universität Helsinki studiert. Danach arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zunächst am Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies, Exzellenzcluster „Die Herausbildung Normativer Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt am Main, bevor sie an das Graduiertenprogramm ‚Ökologien des Sozialen Zusammenhalts: Heterogenität und Hybridität im synchronen und diachronen Vergleich‘, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel wechselte. Zuletzt war sie am Fachgebiet Soziologische Theorie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Universität Kassel, beschäftigt.

In ihrer Dissertation, mit der sie 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert wurde, hat sie in Kooperation mit dem Programa Democracia y Transformación Global, Peru, aus einer postkolonial-feministischen Perspektive erforscht, wie auf zwei inter-Bewegungstreffen in Peru Differenzen konstruiert und solidarische Praktiken ermöglicht wurden. Die Arbeit wurde 2018 mit dem Preis für die beste Dissertation der International Association of Inter-American Studies ausgezeichnet und 2022 als „The Cosmopolitics of Solidarity – Social Movement Encounters Across Difference“ (Springer Nature) veröffentlicht. Aktuell beschäftigt sie sich mit Diskursen und Praktiken der Verteidigung von Körper, Territorium und Leben in Protest- und Widerstandsbewegungen gegen extraktive Projekte in Lateinamerika und Deutschland.

Sie war und ist aktiv in der akademischen Selbstverwaltung, unter anderem als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel (2019-2022), Mitglied der Gleichstellungskommission der Universität Kassel (2021-2022), Vertreterin des Mittelbaus im Senat der Goethe-Universität Frankfurt am Main (2015-2017) und Mitglied des Fachbereichsrats des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main (2013-2015).

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