04
Nov
Keynote von Cathy Gelbin: Als Juden auffallende Personen
14:45 bis 16:00
04-11-22

Der Vortrag Als Juden auffallende Personen: Mein Weg von Berlin (Ost) nach Berlin (West) und jenseits der Mauer am 4. November 2022 14:45 – 16:00  zeichnet Cathy Gelbins deutsch-amerikanisch-jüdischen Weg nach, von der unangepassten Ostberliner Jugend und jungen Erwachsenen zu einem neuen Leben im West-Berlin der 1980er Jahre, wo sie in hitzige lesbisch-feministische Debatten über Frauen, Jüd:innen und das Erbe des Nationalsozialismus verwickelt wurde. Von dort aus verließ sie Deutschland endgültig, nachdem sie in den 1990er-Jahren kurz zurückgekehrt war, um diese Debatten erneut zu führen. In Anlehnung an den feministischen Slogan der 1970er Jahre, dass “das Persönliche politisch ist”, versucht ihr Vortrag, diesen Weg innerhalb vergangener und gegenwärtiger aktivistischer und akademischer Debatten über geschlechtliche, sexualisierte und jüdische Differenz und Zugehörigkeit über die enormen historischen Veränderungen hinweg zu kontextualisieren, die während dieser Zeit stattfanden.

Cathy S. Gelbin (PhD, MA Cornell University) is a film historian and cultural studies scholar with special interests in European life and its Jewish cultures. Her work on feature film, video testimony, literary texts and live art has focused on Holocaust representations and the dynamics of German-speaking Jewish culture. She is co-editor of the Leo Baeck Institute Year Book for the Study of German-Jewish History and Culture (Oxford Journals) and serves on the Board of Directors and Trustees of the Leo Baeck Institute London. Her book publications include The Golem Returns: From German Romantic Literature to Global Jewish Culture (2011), Jewish Culture in the Age of Globalization (2014) and Cosmopolitanisms and the Jews (2017).

Keynote-Vortrag im Rahmen des Symposiums „Migrantischer Feminismus geht weiter!“, 3.-4.11.2022, organisiert von Prof. Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Dr. Pinar Tuzcu, Dr. Onur Suzan Nobrega und Jamila Adamou, in Kooperation mit dem Cornelia Goethe Centrum und Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main.