Cornelia Goethe Centrum

Aktuelle Veranstaltungen

Das GRADE Trainingsprogramm für das Wintersemester 2021/22  finden Sie hier.
Aktuelle Veranstaltungen des GRADE Center Gender können Sie unter diesem Link aufrufen

Anmeldungen für die Veranstaltungen, wenn nicht anders angegeben, bitte per Mail an schmidbaur@soz.uni-frankfurt.de.

Aktuelle Hinweise zu COVID-19

Aufgrund der derzeit unabsehbaren Entwicklungen von COVID-19 behält sich das Cornelia Goethe Centrum vor, Veranstaltungen kurzfristig zu verlegen, abzusagen oder als Videokonferenz abzuhalten. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der Veranstaltungen erneut über Zeitpunkt, Ort und Format.

Zentrum-spezifische Workshops und Vorlesungen

Workshops

Center-Specific Workshops and events

VERSCHOBEN AUF SOSE22
Forschungswerkstatt Fem4Dem
Dr. Meltem Kulaçatan,
Language: German
Format: Face-to-Face Teaching

In diesem Workshop steht die Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft im Mittelpunkt. Ausgehend vom Projekt Fem4Dem (Frauen für Demokratie), werden hier spezifische Aspekte im Kontext von Migration, Fluchtmigration, Gender, Religion und Sozialer Arbeit betrachtet.

Das Projekt Fem4Dem ist ein wissenschaftlich regelgeleitetes und interventionsbasiertes Forschungsprojekt der beiden Universitäten Frankfurt am Main und Osnabrück zu Mädchen- und Frauenarbeit. Es richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen auf kommunaler Ebene, die hinsichtlich ihrer Identität, ihrer Selbstorganisation und ihrer Zielgruppen auf Frauen und Mädchen ausgerichtet sind. Dabei wurden Akteurinnen in den Fokus genommen, die sich selbst als »muslimisch«, als »migrantisch« und als »selbstorganisiert« positionieren. Nach der ersten Förderphase (Fem4Dem I 2019) wird das Projekt für die zweite Förderphase (Fem4Dem II 2020-2021) um den Aspekt Jungen- und Männerarbeit erweitert. Fem4Dem steht im Kontext der Demokratieförderung mit besonderem Bezug zum Nationalen Präventionsprogramm und zum Strategiepapier der Bundesregierung zur Extremismusprävention. »Interventionsbasiert« bedeutet so viel wie »am konkreten Handeln, an der konkreten Umsetzung, an der Anwendung orientiert«.

Diese Initiativen legen mit der Wissenschaft einen gemeinsamen Weg zurück, der daraufhin angelegt ist, sie über die kurzfristige Finanzierung kleinerer Projekte zu fördern und ihre Situation zu verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass das betreffende Projektanliegen als förderungswürdig anerkannt wird. Dieser kommunikative und kooperative Ansatz bringt Erkenntnisse mit sich, die die Politik bei Entscheidungen in den gegebenen Themenfeldern beratend unterstützen können. Das Projekt geht von der Prämisse aus, dass gerade junge Musliminnen in den genannten Handlungsfeldern eine wichtige Rolle in der universellen Prävention gegen Radikalisierung leisten. Dieser Prämisse liegt ein breit gefasstes Verständnis zum Begriff Radikalisierung zugrunde. Gegenwärtig entstehen in allen Regionen Deutschlands auf kommunaler Ebene viele Initiativen von muslimischen Frauen, die sich demokratiebildend und damit präventiv positionieren. Demgegenüber lässt sich der neue muslimische Mann identifizieren, der partnerschaftlich und egalitär an die Seite der Frau tritt und einen Teil dieser Arbeit übernimmt. Das verweist auf Prozesse, die sich verstetigen und intensivieren. Dazu gehört auch die Perspektive von Organisationen, die Queer- und Transmenschen adressieren, jedoch aus dem Raster der primär binär kodierten muslimischen und migrantischen Wahrnehmung herausfallen. Das gilt sowohl für die intra-muslimische Binnenperspektive als auch für die Außenwahrnehmung. Hier wirkt Fem4Dem verbindend und strukturbildend.

In Deutschland liegen bereits Studien vor, die sich mit Muslim*innen in Deutschland befassen. Fokussiert werden religionsverbandliche Strukturen, Handlungsfelder der Gemeinden und religiöse Orientierungen bei Jugendlichen. Bislang fehlt es an Studien, die sich mit der muslimischen Zivilgesellschaft außerhalb der verbandlichen Strukturen und der niederschwelligen Selbstorganisation von Musliminnen und Muslimen befassen – dies insbesondere hinsichtlich muslimischer Mädchen und junger Frauen. Fem4Dem leistet einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke.

Literaturhinweise:

·         Strukturen schaffen, gemeinsam handeln und Qualität sichern

Eine Handreichung zur Ausrichtung und Zukunft der Radikalisierungsprävention und -intervention mit dem Schwerpunkt des islamistischen Extremismus in Deutschland auf der Grundlage eines systematischen Mappings der Präventionslandschaft: https://www.mapex-projekt.de/publikationen/, 2021.

Bei diesen Quellen handelt es sich um das Projekt Mapex, an dem die Projektleiter:innen von Fem4Dem beteiligt waren. Ergebnisse aus Mapex sind in das Projekt Fem4Dem eingeflossen. Die Publikationen können heruntergeladen oder unentgeltlich bestellt werden. Folgende Kapitel sind zu empfehlen:

Behr, Harry Harun/Kulaçatan, Meltem/Sitzer, Peter: Extremismusprävention in der Schule am Beispiel des Präventionstheaters, 83 – 111).

 

Soziale Arbeit, Fluchtmigration, Migration

·        Greschner, Deniz (2020): Muslimische Jugendarbeit: Handlungsfelder und Herausforderungen im Kontext von Sicherheitsdiskursen; Infodienst Radikalisierungsprävention, URL: https://m.bpb.de/politik/extremismus/radikalisierungspraevention/316281/muslimische-jugendarbeit

·        Kollektiv „Dagegenhalten“, Prof. Uta Ruppert/Schwerpunkt Globaler Süden (Hg.): https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/Kollektiv-Dagegenhalten.-Zivilgesellschaftliche-Solidaritaeten-gegen-das-EU-Grenzregime.pdf?fbclid=IwAR3IX927p0wkPfFQ0Sa2Qgq9GQQMKHfM5Dmy43Z_xldmqcSr3MdRxKqxSTk, 33 – 44.

·        Logeswaran, Araththy (2020): Heute Differenz, morgen Ähnlichkeit – Ein Ausblick für die Soziale Arbeit. In: Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und muslimische Wohlfahrtspflege, PERSPEKTIVEN 2/2020, 53-64.
Online verfügbar: https://journals.ub.uni-osnabrueck.de/index.php/perspektiven/article/view/92

·        Tunç, Michael (2021): Väterlichkeiten und Care-Verantwortung geflüchteter Männer im Spannungsfeld von Transformation und Beharrung. Forumsbeitrag für das Themenheft „Flucht und Männlichkeiten“ der Zeitschrift für Flüchtlingsfor-schung (Z’Flucht). Jg. 5. H. 1/2021. S. 158–174. Doi: https://doi.org/10.5771/2509-9485-2021-1-158 

 

Der Workshop findet am am Freitag, dem 21.01.2022 von 9:00 bis 13:00 Uhr c.t. auf dem Campus Westend statt. Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Anmeldungen bis zum 18.01.2022 an: glanert@em.uni-frankfurt.de.

Weitere Veranstaltungen

Vernetzungstreffen

Mit den Vernetzungstreffen möchten wir Wissenschaftler*innen mit Qualifikationsprojekten in der Geschlechterforschung zusammen bringen, um Ihnen die Chance zu bieten, sich auszutauschen, Formen gegenseitiger Unterstützung zu entwickeln und sich an der Programmgestaltung von GRADE Center GENDER zu beteiligen.

10.02. 2022, 12-13h

Registrierungslink

https://uni-frankfurt.zoom.us/meeting/register/tJEtcOqrrjgoHdyYPZYnR1D5aVxegug_KQlm

Vorlesungen

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

Ökonomien der Diversität. Literarische Kanonprozesse im Umbruch

Wednesdays 18-20h, digital

Language: German

27.10.2021

Ein Apartment auf dem Uranus: Chroniken eines Übergangs.
Gespräch und Lesung mit Paul B. Preciado
Moderation: Bettina Kleiner

10.11.2021

Wie geht Kanon-Kritik in Handel und Verlag?

Podiumsdiskussion mit Linus Giese und Lina Muzur
Moderation: Miriam Zeh

24.11.2021

„Vielfalt allein macht noch keine gute Geschichte“

Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf die Diversity-Debatte in der Kinder- und Jugendliteratur.
Lesung, Vortrag und Gespräch mit Andrea Karimé, Ute Dettmar und Élodie Malanda
Moderation: Martina Wernli

08.12.2021

Rassismus, Sexismus und Klassismus – Machtdynamiken im literarischen Feld.

Gespräch und Lesung mit Alice Hasters, Nicole Seifert und Daniela Dröscher
Moderation: Martina Wernli

12.01.2022

Kanon machen. Preise, Institutionen, literarische Gattungen.

Podiumsdiskussion mit Sandra Vlasta und Anna Bers
Moderation: Esther Köhring

26.01.2022

Frauenzeitschriften – Frauenverlage – Frauenbuchläden.
Podiumsdiskussion mit Ulla Wischermann, Ulrike Helmer und Andrea Gollbach
Moderation: Carola Hilmes

09.02.2022

How to do a Feminist Festival?
Mit Sonja Lewandowkski und Svenja Reiner

Moderation: Miriam Zeh

Veranstalter*innen: Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)

Konzeption: Martina Wernli, #breiterkanon

Koordination: Lucas Schucht & Marianne Schmidbaur 

 

Interdisziplinäre Tagung

04.-05.11.2021.
“Die Schwarze Botin. Frauenhefte”: radikal, provokant, aktuell

Organisation: Carola Hilmes / Franziska Haug

*M Elementary Courses for well-advanced Masters students
E Elementary Courses for Doctoral Candidates in 1st and 2nd Year
A Courses for Advanced Doctoral Candidates
P Courses for Postdocs
NL Natural and Life Sciences
HS Humanities and Social Sciences

Organisation

Hauptsprachen: Deutsch und Englisch
Kontakt: Dr. Marianne Schmidbaur | Cornelia Goethe Centrum
schmidbaur@soz.uni-frankfurt.de