Cornelia Goethe Centrum

Aktuelle Veranstaltungen

Das GRADE Trainingsprogramm für das Sommersemester 22  finden Sie hier.
Aktuelle Veranstaltungen des GRADE Center Gender können Sie unter diesem Link aufrufen

Anmeldungen für die Veranstaltungen, wenn nicht anders angegeben, bitte per Mail an schmidbaur@soz.uni-frankfurt.de.

Aktuelle Hinweise zu COVID-19

Aufgrund der derzeit unabsehbaren Entwicklungen von COVID-19 behält sich das Cornelia Goethe Centrum vor, Veranstaltungen kurzfristig zu verlegen, abzusagen oder als Videokonferenz abzuhalten. Bitte informieren Sie sich vor Beginn der Veranstaltungen erneut über Zeitpunkt, Ort und Format.

Zentrum-spezifische Workshops und Vorlesungen

Workshops

Center-Specific Workshops and events

03.06.2022, 13:00-16:00h
„Domestic Ethics“
Dinah Hannaford und Laura Schwartz, organized by Prof. Dr. Sarah Speck
Language: Englisch
Format: Face-to-Face Teaching
Venue: Campus Westend, Seminarhaus 5.107

The workshop adressess the contradictions that arise from our social organization of care work and the outsourcing of specific labours. Laura Schwartz has studied the relation between activists of the first women’s movement in Britain and their servants; she shows how militant maids and their mistresses allied in the feminist struggle, but also clashed over competing class interests. Dinah Hannaford’s ethnographic analysis examines the relation of expatriate aid workers in the so-called developing world to their maids, nannies, guards, gardeners, and chauffeurs, showing that the seemingly „giving“ development industry can also be an extractive industry. Based on these compelling investigations, the workshop aims to discuss, from the transdisciplinary perspective of gender studies, contradictions of self-image(s) and practices, ambivalent feelings and interaction strategies, and feminist politics with regard to different social positionings in our reproductive order.

If you are interested in participating, please contact n.lorenz@em.uni-frankfurt.de.
Deadline for registration is 30.05.2022.

Dr. Laura Schwartz (Department of History at The University of Warwick) is a historian of feminism and labour movements in Britain, across the nineteenth and twentieth centuries. She has examined the intellectual and political formations that drove successive feminist movements, but also how these ideas are ‘lived’ and taken up by women more widely. Laura Schwartz explores the political limitations and contradictions of British feminism, especially with regards to class and imperialism, as well as its achievements, and in considering these legacies for feminism today. She is the author of 3 mongraphs, the most recent of which is Feminism and the Servant Problem: Class and Domestic Labour in the British Women’s Suffrage Movement (Cambridge University Press, 2019). She has recently established a network entitled ‚Writing Labour History in Brexit Britain‘ which brings together scholars whose work challenges contemporary invocations of ‘the British working class’ as white, male and socially conservative.

Dr. Dinah Hannaford (Department of International Studies at the Texas A&M University) is a cultural anthropologist specializing in transnational migration, international development, and the political economy of intimate life. She is the author of Marriage Without Borders: Transnational Spouses in Neoliberal Senegal (Penn Press, 2017), and the co-editor of Opting Out: Women Messing with Marriage Around the World (forthcoming, Rutgers University Press). Her research examines the nexus between the international development industry, care work and migration through an ethnographic study on expat aid workers and their domestic workers. In this summer semester she is a Research Fellow of the Alexander Humboldt Foundation at the Goethe University.

Literature ↓

Dinah Hannaford: Inequalities of the World Personified, in: Aid and the Help: International Development and the Transnational Extraction of Care (forthcoming, Stanford University Press)

Optional: Laura Schwartz: ‚A Job Like Any Other? Feminist Responses and Challenges to Domestic Worker Organising in Edwardian Britain‘, Special Issue ‚Historicising Domestic Labour: Resistance and Organising‘, Eileen Boris and Premilla Nadasen (eds.), International Labour and Working Class History 88 (Fall 2015), 30-48.

You will receive digital versions of the texts with your registration.


20.06.2022, 14:00-18:00h
Mapping together: Einführung in die Situationsanalyse nach Adele Clarke
Tamara Schwertel und Dr. Miranda Leontowitsch
eine Kooperation zwischen GRADE Center Aging und GRADE Center Gender
Language: German
Format: Face-to-Face Teaching
Venue: Campus Westend, Seminarhaus Raum 2.105

Die Situationsanalyse ist eine pragmatistische und feministische Methode zur Konzeption und Auswertung von Forschungsprojekten. Das Verfahren wurde von Adele Clarke im Anschluss an die Grounded Theory nach Anselm Strauss mit der Absicht entwickelt, die Grounded Theory postmoderner zu gestalten. Durch die explizite Einbeziehung nichtmenschlicher Akteur*innen, der Situiertheit von Forscher*innen und durch die grundlegend relationalen Mapping-Strategien verschafft sich die Methode eine Alleinstellung im Feld, die sich insbesondere durch die Analysen auf der Ebene von Institutionen, Organisationen und Netzwerken auszeichnet. Der Workshop befasst sich mit der Theorie und Praxis der Situationsanalyse. Hierzu soll das Verfahren in seinem Entstehungskontext betrachtet werden und in die deutschsprachige Methodendebatte eingeordnet werden. Danach wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben die verschiedenen Mapping Strategien zu erproben. Außerdem werden grundlegende Forschungsstrategien des situationsanalytischen Arbeitens diskutiert. Teilnehmenden wird die Möglichkeit gegeben, eigenes Material einzubringen und gemeinsam mit der Gruppe zu „mappen“.

Dozentin: Tamara Schwertel (M.A.)
Tamara Schwertel ist Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität Frankfurt und der Gutenberg-Universität Mainz im Bereich qualitative Methoden der Sozialforschung. Sie schreibt ihre Dissertation am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universitätsmedizin Mainz und ist assoziierte Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Doing Transitions“ an der Goethe-Universität Frankfurt. In ihrer Dissertation über die Tiefe Hirnstimulation arbeitet sie mit der Situationsanalyse.

Anmeldung:
Der Workshop ist an fortgeschrittene Masterstudierende, Doktorand*innen und Postdocs gerichtet.
Um sich anzumelden, schicken Sie bitte bis zum 10. Juni 2022 eine Email an s.henning@stud.uni-frankfurt.de in der Sie kurz beschreiben woran Sie arbeiten (1-2 Sätze) und ob Sie die Situationsanalyse bereits verwenden. Sollten Sie ihr eigenes Material im Workshop einbringen wollen, fügen Sie diese Information hinzu.


ABGESAGT:

07.07.2022, 09:30-13:00h
Ethische Fragen im Forschungsprozess aus vulnerabilitätstheoretischer Perspektive
Prof. Veronika Magyar-Haas
Language: German
Format: Face-to-Face Teaching

Welche Bedeutung kommt der Verletzbarkeit im Forschungsprozess zu – im Hinblick auf alle an der Forschung beteiligten Personen? Welche Herausforderungen gehen damit einher und welche ethischen Fragen stellen sich dabei?
Im Workshop werden zunächst vulnerabilitätstheoretische Ansätze auf Textbasis gemeinsam verhandelt, um den Begriff der Vulnerabilität zu schärfen und zu diskutieren, warum eine solche Perspektive im Zusammenhang insbesondere mit qualitativ-empirisch ausgerichteter Forschung produktiv sei. Im Rückgriff auf eigene Forschungen der Workshopleiterin und auf die Projekte der Teilnehmenden wird sodann diskutiert, auf welche Weise im Forschungsprozess selbst Verletzbarkeiten erzeugt werden, welche Differenzkategorien, Machtasymmetrien und hierarchische Strukturen verkörpert und sprachlich reproduziert werden und auf welche Weise den damit einhergehenden forschungsethischen Herausforderungen begegnet werden könne.

Der Workshop richtet sich an Promovierende und fortgeschrittene Masterstudierende, die an vulnerabilitätstheoretischen und forschungsethischen Fragen Interesse haben und ggf. ihre Forschungsfrage mit Methoden der qualitativen Sozialforschung bearbeiten. Diejenige Teilnehmende, die sich vorstellen können, dass wir Aspekte ihres Qualifikationsprojektes intensiver in der Gruppe unter vulnerabilitätstheoretischen Perspektiven diskutieren, sind gerne eingeladen, eine kurze Skizze (max. 2 Seiten) ihres Vorhabens im Zusammenhang mit einer forschungsethischen Frage eine Woche vor dem Workshopbeginn an die Organisatorin zu senden. Die anderen Teilnehmenden sind gebeten, aus dem Kontext des eigenen Forschungsinteresses eine forschungsethische Fragestellung vorzubereiten und im Rahmen des Workshops in ihr Qualifikationsprojekt mündlich kurz einzuführen.

Anmeldungen bis zum 30.06.2022 an Amanda Glanert: glanert@em.uni-frankfurt.de.

Literature ↓

Dodds, Susan. 2014. Dependence, Care, and Vulnerability. In Mackenzie, C., Rogers, W., & Dodds, S. (Eds.). Vulnerability. New Essays in Ethics and Feminist Philosophy (pp. 181–203). Oxford: Oxford University Press.

Gilson, Erinn C. 2016. Responsibility for the Vulnerable. In Gilson, E. C. The Ethics of Vulnerability. A Feminist Analysis of Social Life and Practice (pp. 15–39). London: Routledge.

Mackenzie, Catriona, Rogers, Wendy, & Dodds, Susan. 2014. Introduction: What Is Vulnerability, and Why Does It Matter for Moral Theory? In Mackenzie, C., Rogers, W., & Dodds, S. (Eds.). Vulnerability. New Essays in Ethics and Feminist Philosophy. (pp. 1–18). Oxford: Oxford University Press.

Schweiger, Gottfried. 2019. Ethics, Poverty and Children’s Vulnerability. Ethics and Social Welfare 13:3, 288–301. DOI: 10.1080/17496535.2019.1593480

Kamingespräch

Zu den Kamingesprächen laden wir Persönlichkeiten aus der Wissenschaft oder dem öffentlichen Leben ein um in kleinem Kreis über ihren persönlichen Werdegang, ihre Motivationen und die akademische Praxis zu sprechen. Darüber hinaus können diese Treffen zur weiteren Vernetzung untereinander genutzt werden.

To the fireside chats we invite personalities from academia or public life to talk in a small circle about their personal career, motivations, and academic practice. In addition, these meetings can be used for networking among each other.

14.07.2022, 18.15 – 19.15h
Kamingespräch mit Janet Conway/ Fireside Chat with Janet Conway
Language: Englisch
Format: Face-to-Face
Venue: Campus Westend, PEG 1.G 191

Janet M. Conway PhD (York 2002, Political Science) is Full Professor of Sociology at Brock University, where she held the Canada Research Chair in Social Justice (2008-2018) and was founder and Director of the Social Justice Research Institute. She held the Nancy Rowell Jackman Chair in Women’s Studies at Mount Saint Vincent University, 2019-21. Her transdisciplinary research has centred on transnational social justice movements under conditions of globalization, notably transnational feminist, peasant, and Indigenous peoples’ organizing, and their significance for social innovation, political thought, and democratic life in the face of contemporary crises. Her work has been published in English, French, Spanish, Portuguese, German and Italian. She is author of more than fifty published works, including Edges of Global Justice, Routledge 2013, one of three sole-authored books, and is co-author and editor of Cross-border Solidarities: Feminist Perspectives and Activist Practices, Rowman and Littlefield 2021. Her current research focuses on the gender politics of the resurgent right in Canada and world-wide, and its entanglements with and challenges to a feminist societal project for intersectional gender justice.

Please register in advance with Amanda Glanert (glanert@em.uni-frankfurt.de).

 

Vernetzungstreffen

Mit den Vernetzungstreffen möchten wir Wissenschaftler*innen mit Qualifikationsprojekten in der Geschlechterforschung zusammen bringen, um Ihnen die Chance zu bieten, sich auszutauschen, Formen gegenseitiger Unterstützung zu entwickeln und sich an der Programmgestaltung von GRADE Center GENDER zu beteiligen.

13.07.2022, 12-13h
Digitales Meeting, Link zur Registrierung:
https://uni-frankfurt.zoom.us/meeting/register/tJwvcu-gpjsvGNMXxHBN2Xu6Fx_qg2vQfH13

 

Vorlesungen

Cornelia Goethe Colloquien | Cornelia Goethe Lectures

bad feelings. Zur Ambivalenz von Geschlecht und Gefühl

Wednesdays 18-20h, PEG 1.G191

Language: German

04.05.2022
Stefan Wellgraf

Bad Boys. Affektive Männlichkeit und Hooliganismus

11.05.2022
Hilge Landweer
Kränkung. Zur Dynamik von Unrechts- und Aggressionsgefühlen in Geschlechterverhältnissen

18.05.2022
Gerhard Schreiber

Paraphilien. Versuch einer Orientierung aus sexualethischer Sicht

01.06.2022
Christine Vogt-William

Bad Feelings in Contemporary American Fiction
Language: Englisch

08.06.2022
Ute Frevert

Wann und warum und für wen ist Neugier ein schlechtes Gefühl?

29.06.2022
Christine Hentschel

Feeling apocalyptic: über ein letztes Gefühl im Angesicht von Klimakatastrophe und Pandemie

06.07.2022
Veronika Magyar-Haas

Zum ambivalenten Gefühl der Scham. Ungleichheitstheoretische Zugänge

Veranstalter*innen: Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)

Konzeption: Robert Gugutzer, Bettina Kleiner, Melanie Köhlmoos

Koordination: Amanda Glanert, Mandy Gratz, Marianne Schmidbaur

 

Organisation

Hauptsprachen: Deutsch und Englisch
Kontakt: Dr. Marianne Schmidbaur | Cornelia Goethe Centrum
schmidbaur@soz.uni-frankfurt.de