Cornelia Goethe Centrum

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Events

22
May
18:00 to 20:00
22.05.18

Nui*:  Vielfältige Perspektiven jüdischen Lebens außerhalb der Shoa und israelischer Staatspolitik

Vortrag mit anschliessendem Textstudium und Diskussion zu Geschichten und Realitäten des jüdisch Seins. Als Anstoss, differenzierter über jüdische Menschen und ihre Gegenwart und Geschichte zu denken. Es geht darum Perspektiven jüdischer Geschichte, Kultur und Lebens kennenzulernen, außerhalb von Shoa, deutsch-christlicher Erinnerungsperspektive und israelischer Staatspolitik. Die Schwerpunkte des Vortrags sind: Trans* in der Thora/Talmud, jüdische Staatskritik, Feminismus und ein kurzer Exkurs zu Kolonialismus und Intersektionalität.
Ein großes Potpourri!

Der Vortrag hat eine antizionistische jüdische Perspektive und wird nicht der Raum für nicht-jüdische Anti-Deutsche sein, ihre thematischen Akzente zu setzen. Er wird auch kein Raum sein für nicht-jüdische Menschen, auf jüdische Staatskritik mit anti-israelischen Ressentiments aufzusatteln, um ihre antisemitische Ideologie zu rechtfertigen und zu propagieren. Weiss-christliche Perspektiven sind im Hintergrund, was nicht heisst dass ich mich nicht auf Fragen und Diskussion freue. Ich wünsche mir aber Reflektierheit bezüglich der Sprechpositionen. Es geht darum jüdische und somit unterdrückte Perspektiven wahrzunehmen. Jüd_innen sind dafür besonders herzlich eingeladen mit zu diskutieren und dabeii zu sein!  Es bleibt kompliziert.

Raum: SH 1.104

22
May
18:00 to 20:00
22.05.18

FAMILIENKONFLIKTE – GESCHLECHTERKAMPF?

Rechtskonservative Sexual- und Geschlechterpolitik tritt zurzeit offensiv mit Angriffen gegen Gleichstellung und eine Gesellschaft der Vielfalt an die Öffentlichkeit. Basiselemente dieses Feldzugs sind homophobe Einstellungen, Rechtskonservative Sexual- und Geschlechterpolitik tritt zurzeit offensiv mit Angriffen gegen Gleichstellung und eine Gesellschaft der Vielfalt an die Öffentlichkeit. Basiselemente dieses Feldzugs sind homophobe Einstellungen, antifeministische Ressentiments und die Denunziation der Gender Studies.

Die umstrittene Tagung »Familienkonflikte«, die vom 13.-15.04.2018 an der Goethe-Universität stattfand, reiht sich in diese Auseinandersetzung ein. Sie fokussiert inhaltlich auf partnerschaftliche und familiale Gewalt, vor allem von Frauen gegenüber Männern. Als »Geschlechterkampf« bezeichnet Veranstalter Gerhard Amendt den Konflikt und fordert die Abschaffung von Frauenhäusern und stattdessen die Einrichtung von »Familienhäusern«.

Die gemeinsame Vortragsveranstaltung von Gleichstellungsbüro und Cornelia Goethe Centrum setzt sich kritisch mit diesen Positionen und aktuellen Debatten auseinander und fordert zur Diskussion auf

Mehr zu dieser Veranstaltung finden Sie hier

Dienstag, 22.05.2018, 18.00 – 20.00 Uhr
Goethe-Universität, Campus Westend, Seminarhaus, Raum SH 5.101

23
May
16:00 to 18:00
23.05.18

Solidarität mit jüdischen Menschen in unserer täglichen (politischen) Arbeit und unserem Leben?

Workshopleitung: Nui*

Die vorbereitende Person ist weiblich sozialisiert, trans*, weiss, anarchistisch geprägt, ashkenazi jüdisch, lebt in der Diaspora, gut gebildet,…,.. Ich spreche Deutsch/Englisch, und Französisch.

Wie kann ich solidarischer sein mit jüdischen Menschen? Was heisst Solidarität heute? Was mache ich mit meinen eigenen Gefühlen und Geschichten aus jüdischer und nicht-jüdischer Perspektive, gerade in Deutschland? Ich möchte gerne einen Raum öffnen um mit Hilfe der Themenzentrierten Interaktion sowohl mit uns selber, als mit anderen das Thema “Jüdische Solidarität im vielfältigem Licht unsere eigenen Geschichten heute leben” zu beleuchten. Besonders einladen möchte ich Menschen mit jüdischer Geschichte und/oder Identität und Menschen die politisch zu Themen wie Antifa, Faschismus oder Erinnerungskultur aktiv sind! Am anfang wird es als Input einen kurzen Vortrag von Nui geben mit einee Kritik am Ist-Zustand jüdischer Solidarität, wie Nui es in in einer queer feminstischen aber links-autonomen Szene erlebt.
Der Workshop soll, so die Utopie, ein braver space für jüdische Menschen sein, Antisemitisus wird es wohl trotzdem geben. Er wird klar benennt werden und nötigenfalls werden nicht-jüdischen Menschen deswegen den Workshop verlassen müssen wenn sie sich nicht auf diesen Reflexionsprozess einlassen möchten. Ich wünsche mir auch Reflektierheit und Transparenz bezüglich der Sprechpositionen. Es geht besonders darum jüdische und somit unterdrückte Perspektiven wahrzunehmen und sich in sie hineinzufühlen. Jüd_innen sind dafür besonders herzlich eingeladen mit zu diskutieren,dabei zu sein und gehört zu werden!  Es bleibt kompliziert.

Raum: SH 5.107

29
May
18:00 to 20:00
29.05.18

Şefik_a Gümüş: What do you know about intersex? Input. Fragen. Lernen. Denken. Handeln. mit Şefik_a Gümüş

Raum: SH 1.104

5
Jun
18:00 to 20:00
05.06.18

Zuher Jasmati: “Der weiße Schatten des Regenbogens: postkoloniale Perspektive auf weiß-queere Szene in Deutschland”

Die sogenannte Queere Szene ist überwiegend weiß dominiert. Das macht sie nicht zu einem Freiraum von Rassismen und damit auch nicht automatisch zu einem Schutzraum für queere Schwarze Menschen und People of Colour (BPoC). Immer wieder erzählen nicht-weißen Menschen in Deutschland über Rassismuserfahrungen in queeren Räumen, was aber selten thematisiert, stattdessen oftmals totgeschwiegen wird. Hierbei wird oftmals Rassismus gegenüber Muslim*innen erwähnt. Wie sehen die Verflechtungen von der deutschen queeren Szene und anti-muslimischem Rassismus aus? Welche Rolle spielt hierbei der wachsende Hass auf Muslim*innen und der damit einhergehende Zulauf zu rechten Parteien? Und wie kann ein neuer, selbstkritischer und rassismuskritischer Umgang innerhalb der Community gelingen?

Raum: SH 1.104

12
Jun
13:00 to 17:00
12.06.18

How to publish counterknowledge* on your own/ Gegen_wissen* selbst veröffentlichen

Workshopleitung: Imayna Caceres & Sophie Utikal

Wir wollen ein Workshop für bestehende (Freundschafts-) Gruppen oder Kollektive zur Veröffentlichung eines Buches über Gegen_wissen anbieten. Wir möchten unsere eigenen Erfahrungen aus dem Projekt Anti*colonial Fantasies  verwenden um die Teilnehmer*innen durch die notwendigen Arbeitsschritte einer Buchveröffentlichung führen: Inhalte definieren, Erstellen einer Struktur, Gestaltung eines Layouts, Aufstellen von Förderung, etc. Ziel ist es, dass nach dem Workshop jede Gruppe in der Lage ist, ihr geplantes Buch innerhalb eines Jahres zu produzieren. Wir werden Beispiele bestehender Veröffentlichungen
mitbringen.

* Gegen_wissen bezieht sich auf das Wissen, das in den allgemeinen Lehrplänen der Universität und des Kanons nicht enthalten ist. Was bei euren Seminaren oder Vorträgen nicht diskutiert wird. Zum Beispiel: In unserem Buch Anti*Colonial Fantasies luden wir Studenten und Lehrende ein, darüber nachzudenken, wie die Kontinuitäten des Kolonialismus ihren Alltag beeinflussen. Workshop-Format: Der Workshop wird für 15 Personen bzw. 4 Gruppen mit
2-3 Personen konzipiert. Bitte kommt schon mit einer gemeinsamen Idee oder Interesse, zudem ihr gerne ein Buch veröffentlichen möchtet
Sprache: Englisch, Deutsch, Spanisch Ca. 4 Stunden.

Einladungspolitik: Gruppen / Kollektive / Freund*innenkreise, die Gegenwissen im universitären Kontext publizieren möchten. Offen für alle Geschlechter.

We want to do a hands on workshop for existing (friendship)groups or collectives on how to publish a book focusing on counterknowledge. With our own experience that we gathered from the process of Anti*Colonial Fantasies we want to guide the participants through the necessary worksteps. Defining the content, building a structure, creating a layout, gathering the funds and so on. The goal is that after our workshop each group should be equipped to produce their planned book within one year. We will bring examples of existing publications, materials and other guidelines.

* Counterknowledge refers to the knowledge that is excluded from common university’s curricula, what is not discussed in your seminars or lectures or seen as a part of the cannon. For example: In the book Anti*Colonial Fantasies we invited Students and Lectures to reflect on how the continuities of colonialism affects their everyday lives.

Workshop format: The workshop will be conceptualized for 15 Persons or4 groups with 2-3 people. Please come already with a common idea or interest you would like to publish a book about. Language: English, German, Ca. 4 Hours.

Einladungspolitics: Groups / collectives / friends who would like to produce counter-knowledge in a university context. Open to all genders.

Raum: SH 4.109

12
Jun
18:00 to 20:00
12.06.18

Imayna Caceres&Sophie Utikal: “Anti*colonial Fantasies, Strategies and Methods”

In the Ringvorlesung, we want to share and focus on the process of publishing by ourselves, the kind of knowledge that is missing from academic curricula.  A publication that documents the result of ourartistic project “Anticolonial Fantasies”, and that gathers strategiesof empowerment and artistic approaches that deal with the continuity of coloniality to this day.

Anticolonial Fantasies pursued a critique of the consequences of colonialism in everyday life as well as in Academia. Through an art
exhibition that included performances, paintings, photographs, video and sound installations, as well as talks, workshops and actions, the project addressed racism, sexuality, gender, and spirituality, from the point of enunciation of racialized and othered bodies. It brought attention to the dialogue in our community, on how coloniality materializes in our lives and in the institutions we take part –along our ongoing political aims through art to break from it.

More information here: http://anticolonialfantasies.tumblr.com/ and
here https://www.facebook.com/anticolonialfantasies/

BIOS

Sophie Utikal lives between Germany and Austria and is a visual artist and writer. She studies fine arts in the class of Ruby Sircar and Gin Müller at the Academy of Fine Arts in Vienna. In her works she deals with her body, experience of migration, of being in between several worlds and reconfiguring herself all the time.
http://sofiutikal.net

Imayna Caceres ist bildende Künstlerin, antikoloniale Aktivistin und Kuratorin. Ihre Arbeit reflektiert die Auswirkungen des Kolonialismus, die Notwendigkeit multidimensionaler Wissensvermittlung und verbindet Kunst mit der Rekonfiguration eines neuen Bewusstseins.
http://imaynacaceres.com

Raum: SH 1.104

19
Jun
18:00 to 20:00
19.06.18

ManuEla Ritz: Adultismus und kritisches Erwachsensein

Was bedeutet es, im Kontext von Adultismus als sogenannter erwachsener Mensch zu einer gesellschaftlich normierten und privilegierten Personengruppe zu gehören? Wie funktioniert hat das „Othering“ (das „Andern“) junger Menschen in diesem Zusammenhang? Wie können bei einem Machtungleichgewicht wie zwischen jungen und erwachsenen Menschen Regeln fair und verantwortungsbewusst aufgestellt, verhandelt und gelebt werden?

Auf all diese Fragen gibt der interaktive Vortrag von ManuEla Ritz zwar in der Kürze der Zeit keine Antworten, regt jedoch zum weiterdenken an 🙂

Raum: SH 1.104

25
Jun
15:00 to 18:00
25.06.18

“Wenn ich nicht tanzen kann, ist das nicht meine Revolution.” (Emma Goldman)

Workshopleitung: Diana Thielen

In diesem Workshop nutzen wir Contact Improvisation als Untersuchungsgegenstand, um Fragen rund um Körper und um Verkörperungen sozialer, politischer Normen auf zu werfen. Contact Improvisation (CI), in den frühen 70-iger Jahren in New York von einer Gruppe jungen Tänzer_innen entwickelt, gilt als eine Tanzform die sowohl choreografisch, performativ und experimentell, als  auch als  soziale Tanzform ausgeübt wird. Zu zweit, oder auch in mehr-Körper-Konstellationen, werden Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten erforscht. In dem Workshop gehen wir gemeinsam auf die Suche nach dem queeren Potential der Bewegung: Inwieweit kann CI ohne  festgeschriebene Geschlechterrollen getanzt werden? Welche verkörperten Geschlechternormen und Erwartungen beeinflussen (unbewusst) den Tanz?

Raum: Wird noch bekannt gegeben

26
Jun
18:00 to 20:00
26.06.18

Diana Thielen: “Wenn ich nicht tanzen kann, dann ist das nicht meine Revolution” (Emma Goldman)

Diana Thielen (*1982) ist Tänzerin/Performerin/Bloggerin (movementactivism.com). Sie erhielt ihre Ausbildung zeitgenössischen Tanztechniken am SEAD/Salzburg und ist Studentin der Gender Studies/ Erziehungswissenschaften an der HU Berlin. Dianas diverse Arbeiten beinhalten interdisziplinäre Perspektiven, die sich sowohl auf ihr Interesse an Queer-Theory, intersektionalem Feminismus und Postkoloniale Studien beziehen, als auch private Lebensrealitäten als lesbisch lebende Frau* mitdenken und untersuchbar machen. Sie war u.a. beim Tanz- und Performancefestival FRESH! (2018/San Francisco/USA), beim Internat. feministischen Kunstfestival Chouftouhonna (2017/Tunis/Tunesien) und der Internat. Bühnenwerkstatt (2016, Graz, Österreich) eingeladen. Dianas Unterrichtstätigkeiten bewegen sich in diversen Feldern: So hält sie u.a. einen Workshop  (Contact Improvisation as a tool to self-empowerment) für queere Menschen in Marokko und bietet beim Forum Praxis des Theatertreffens der Jugend in Berlin gemeinsam mit der Theatermacherin Alisa Tretau eine Fortbildung in queer-feministische Perspektiven auf performative (Selbst-) Inszenierungen an.

Der Vortrag wird sich auf ihre* Erfahrung als Tänzerin berufen und nach verkörperten, normierten und normierenden gesellschaftlichen Verhältnissen in der Bewegung, sowie in Tanz-/Bewegungsräumen suchen. Ebenso interessiert sie* das queere, politische Ermächtigungspotential von Tanz im Allgemeinen, und vom CI (Contact Improvisation) im spezifischen. Chris Tedjasukmana schreibt in dem Essay „Feel Bad Movement- Affekt, Aktivismus und queere Gegenöffentlichkeiten“ (2017), dass queere Politik in besondere Weise an intime, biografische Fragen von Körper, Identität, Geschlecht und Sexualität gebunden ist. Bietet uns Tanz/ Contact Improvisation als Form einen Untersuchungsgegenstand an, an dem wir soziale, verkörperte Normen reflektieren, hinterfragen und neu erfinden können?

Raum: SH 1.104

30
Jun
18:00 to 20:00
30.06.18

Inaugural Lecture within the frame of Angela Davis guest professorship

3
Jul
18:00 to 20:00
03.07.18

Jannik Frantzen&Justin Time:  Freaks of Nature. Normalisierung im Naturkundemuseum

Das Naturkundemuseum ist nicht nur ein verstaubter Ort für ausgestopfte Tiere und verregnete Nachmittage. Es ist auch Schauplatz von gewaltvollen humanwissenschaftlichen Studien und wirkmächtigen Kategorisierungen. Neben den Dinosauriern war und ist reichlich Platz für Studien über und am Menschen. Die Idee von Norm und Abweichung wird hier verhandelt, Körper vermessen, normale und „perverse“ Geschlechter erfunden, rassistische Modelle entwickelt. Naturkundemuseen entstanden zur Zeit des Kolonialismus und dokumentieren nicht nur Naturgeschichte, sondern auch Sammelwut und Schaulust. Diese bedient sich verschiedener Medien und bildgebender Verfahren, um den Bereich der „Natur“ und des „Anderen“ in Szene zu setzen. Techniken der Fotografie, Forschungsfilme und Abformungen von Körpern sind einige der Verfahren, in denen Wissenschaft, Praktiken der Ausgrenzung und die Produktion wirkmächtiger Bilder ineinander greifen. Wie wirken diese humanwissenschaftlichen Bilder weiter in Kunst und Dokumentarfilm? Ob und wie solche Bilder behandelt oder gezeigt werden können, ohne sie zu reproduzieren, stellen wir anhand von eigenen Filmauszügen zur Diskussion. Wir werden auf Kontinuitäten in der Forschung und im Museum eingehen, die zu Exotisierung und Normalisierung beitragen, und mögliche Reflexionen und Aneignungen in einer künstlerischen Auseinandersetzung vorschlagen.

Raum: SH 1.104

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