Cornelia Goethe Centrum

Aktuell

Termine

24
Apr
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
24.04.19

Sabine Hark: Wer hat Angst vor Gender Studies? Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten

Vortragssprache: deutsch

Der Vortrag von Sabine Hark zum Thema „Wer hat Angst vor Gender Studies? Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten“ findet am 24.04.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Dass die Geschlechterdifferenz nicht auf ein asoziales, ahistorisches Faktum reduziert werden kann, ist eine bekannte und vielfach erforschte Einsicht der multidisziplinären Gender Studies. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Akteur*innen in welcher Weise und mit welchen Absichten Gender als Begriff und Konzept ausdrücklich ablehnen, attackieren und zu diffamieren suchen.
Wie Analysen zeigen, sind es vor allem rechtspopulistisch, autoritäre Konstellationen, die gegen den vermeintlichen „Genderwahn“ zu Felde ziehen. Mit der Chiffre ‚Anti-Genderismus‘ hat sich ein Diskurs formiert, der nicht nur viele, durchaus heterogene, Konstellationen zwischen rechtsextremen Kameradschaften über rechtskonservative Verbindungen und Parteien und dem Vatikan bis hin zum bürgerlichen Feuilleton verbindet, sondern der auch als neo-fundamentalistisch und explizit antiwissenschaftlicher Diskurs zu bezeichnen ist. Jene, die die diffamierende Rede führen, haben dabei durchaus verstanden, was der gender turn impliziert, nämlich in derTat ein gestaltungsoffenes Verständnis von Geschlecht.
Hier artikulieren sich ‚Feinde der offenen Gesellschaft‘. Anti-Wissenschaftlichkeit wird als Element eines Dispositivs identifizierbar, das im Kern demokratiefeindlicher Natur ist.

SABINE HARK ist Professor*in für Geschlechterforschung und Direktor*in des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin, Mitherausgeber*in der Zeitschrift feministische studien und Vorstandsmitglied von Wir Machen Das (wearedoingit e.V.).
Aktuelle Publikationen: Koalitionen des Überlebens. Queere Bündnispolitiken im 21. Jahrhundert (2017); Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart (mit Paula-Irene Villa, 2017).

Zeit und Ort

24.04.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude Raum 1.G191 (Campus Westend)

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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29
Apr
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
29.04.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

29. April 2019, 17 Uhr c.t.

„What is Gender Essentialism?“

Charlotte Witt (University of New Hampshire)

Gender essentialism is a controversial topic in feminist theory. But what is meant by gender essentialism? I begin by distinguishing two types of essentialism: kind essentialism and uniessentialism. The two essentialisms address different questions rather than supplying different answers to the same question. Kind essentialism addresses the issue of the classification of individuals into kinds. For example, the classification of persons into gender kinds (women, men, genderqueer). Uniessentialism addresses an entirely different issue, which is the metaphysical question of what grounds the unity of individuals with parts. I think that our gender is the principle of unity of our social agency and I explain why this idea is important for feminist theorizing today.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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8
Mai
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
08.05.19

Andrea Pető: Hungary: An Exceptional Backlash or A Laboratory for a New Form of Governance?

Vortragssprache: englisch

Der Vortrag von Andrea Pető zum Thema „An Exceptional Backlash or A Laboratory for a New Form of Governance?“ findet am 08.05.2019 im PEG-Gebäude am Campus Westend in Raum 1.G191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

This talk aims to discuss the typology of new forms of states emerging recently with analyzing recent developments in Hungary. I argue here that Hungary serves as “laboratory” of illiberal policies with constructing a new form of state. This laboratory
revoked the license of study programs in gender studies, without explanation and consultation with professional institutions in Hungary. It is attacking science as knowledge, as a profession and as a practice with making statements about scientific matters without consultation with representatives of the profession. And it also attacks academics and professionals. The illiberal polypore state (Grzebalska / Pető 2018) is fundamentally changing the security of spaces where academics work. The talk ends with listing possible strategies progressive forces can use against illiberal polypore states.

ANDREA PETŐ is Professor in the Department of Gender Studies at Central European University, Budapest, Hungary and a Doctor of Science of the Hungarian Academy of Sciences. She has written five monographs, edited thirty-one volumes and her works on gender, politics, Holocaust and war have been translated into 18 languages. In 2018 she was awarded the 2018 All European Academies Madame de Staël Prize for Cultural Values.

Zeit und Ort

08.05.2019 18-20 Uhr c.t.
PEG-Gebäude Raum 1.G191 (Campus Westend)

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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13
Mai
17:00 bis 19:00
Campus Westend Casino
13.05.19

Ringvorlesung im Sommersemester 2019: Contemporary Approaches to Feminist Philosophy

Im Rahmen der Ringvorlesung werden wichtige Diskussionen aus der jüngeren feministischen Philosophie nach Frankfurt gebracht. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

13. Mai 2019, 17 Uhr c.t.

„Decolonizing Gender“

Patricia Purtschert (Universität Bern)

What does it mean to decolonize gender? How can we reconstruct one of the central terms of feminist theory, namely gender, if we take thoroughly into account its imperial genealogies? What happens to the ways in which we understand the connections between gender, sex, power, materiality, the social, and ontology, if the insight that current and hegemonic understandings of gender are colonial and thus need to be decolonized is turned into an irreducible starting point for feminist theory? The lecture will address these questions and sketch possible answers.

Ort:

Campus Westend
Theodor-W.-Adorno-Platz 2
Casino-Gebäude
Raum 1.801

Veranstalter:

Institut für Philosophie der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und dem Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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14
Mai
10:00 bis 16:00
Campus Westend IG Farben-Haus
14.05.19

Sprache: Deutsch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Dienstag, 14.05.2019, 10-16h
Ort: Campus Westend, IG-Farben Gebäude, Raum 1.418.

Norbert-Wollheim-Platz,
Frankfurt am Main,
Deutschland
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17
Mai
11:00 bis 17:00
Campus Westend PA-Gebäude
17.05.19

Sprache: Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Freitag, 17.05.2019, 11-17h
Ort: Campus Westend, PA-Gebäude Raum P22.

Theodor-W.-Adorno-Platz 1,
Frankfurt am Main,
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22
Mai
10:00 bis 16:00
Campus Westend PA-Gebäude
22.05.19

Sprache: Englisch.
Zielgruppen: M, E, A, P, HS.
Zeit: Mittwoch, 22.05.2019, 10-16h
Ort: Campus Westend, PA-Gebäude Raum P21.

Theodor-W.-Adorno-Platz 1,
Frankfurt am Main,
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23
Mai
18:00 bis 20:00
Campus Westend Casino
23.05.19

Roundtable: Die radikale Rechte im Europaparlament

Vortragssprache: Deutsch und Englisch (mit Übersetzung)

Die Podiumsdiskussion mit Petra Ahrens, Bożena Chołuj, Birte Siim moderiert von Sandra Seubert zum Thema „Die radikale Rechte im Europaparlament“ findet am 23.05.2019 im Casino-Gebäude am Campus Westend im Festsaal von 18-20 Uhr c.t. statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft  entnehmen.

Rechtspopulistische Parteien sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Sie verbreiten einen anti-europäischen Diskurs, der nicht mehr nur einzelne Politikfelder, sondern den Europäischen Integrationsprozess insgesamt in Frage stellt. Von rechtspopulistischer Seite werden neben Migrationspolitik v.a. die genderpolitischen Grundlagen der EU, die seit dem Amsterdamer Vertrag von 1997 rechtlich verbindlich festgeschrieben sind, unter Beschuss genommen.
Im Europäischen Parlament treffen die verschiedenen rechtspopulistischen Parteien der Mitgliedsländer aufeinander und bilden mehr oder weniger geschlossene Allianzen. Der Roundtable will Positionen und Konfliktlinien in der Geschlechter- und Familienpolitik im Kontext von Initiativen des Europäischen Parlaments diskutieren. Die genderkritische Agenda rechtspopulistischer Parteien in Europa soll mit Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht und im Zusammenhang mit den Auswirkungen anderer Krisenerscheinungen in der EU (Finanzkrise, „Flüchtlingskrise“) betrachtet werden. Außerdem sollen Handlungsstrategien gegen die Instrumentalisierung von Geschlechterpolitik für anti-europäische Kampagnen erörtert werden.

Petra Ahrens © Eli Verheyen
PETRA AHRENS, Dr. phil. ist Senior Researcher im ERC-geförderten Forschungsprojekt
„Gender, party politics and democracy in Europe: A study of European Parliament’s party groups” an der Universität Tampere, Finnland, und Gastprofessorin für Vergleichende Politikwissenschaft sowie Gender und Diversity an der Universität Antwerpen, Belgien. Sie ist Mitherausgeberin der Femina Politica und des European Journal of Politics and Gender. Ihre Arbeitsschwerpunkte
sind Gleichstellungs- und Anti-Diskriminierungspolitik in der EU, Gender Mainstreaming, transnationale und europäische Zivilgesellschaft, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie mehrere Jahre als freiberufliche Politikberaterin zu Gleichstellung tätig. Aktuelle Publikation: Actors, Institutions, and the Making of EU Gender Equality Programs (2018).

Bozena Choluj
BOŻENA CHOŁUJ ist seit 2006 Professorin für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder). Sie ist Mitbegründerin des Studiengangs Gender Studies an der Universität Warschau, Mitherausgeberin von L’HOMME. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft und Gender-Expertin der EU. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen deutsche und polnische Literaturgeschichte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, Gender Studies, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie. Aktuelle Publikation: Die Frauenfrage und der dünne Firnis der Demokratie in Polen nach 1989 in Femina Politica (2018).

Birte Siim
BIRTE SIIM is Professor Emerita in Gender Research in the Social Sciences, Dept. of Culture and Global Studies, Aalborg University, Denmark. She has been responsible for the Danish EU teams on citizenship, democracy, gender, migration and populism. Her publications include: Citizens’ Activism and Solidarity Movements: Contending with Populism (ed. with A. Saarinen and A. Krasteva, 2018); Diversity and Contestation over Nationalism in Europe and Canada (ed. with J-E. Fossum and R. Kastoryano, 2018); Gendering European welfare states and citizenship – revisioning inequalities in P. Kennett and N. Lendvai-Benton (eds.), Handbook of European Social Policy (with A. Borchorst, 2017); Gender Diversities – Practicing Intersectionality in the European Union in Ethnicities (with L. Rolandsen Agustin, 2014).

Zeit und Ort

23.05.2019 18-20 Uhr c.t.
Casino Festsaal (Campus Westend)

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Konzeption: Helma Lutz, Marianne Schmidbaur, Sandra Seubert, Anja Wolde
Koordination: Franziska Vaessen

Nina-Rubinstein-Weg,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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