Cornelia Goethe Centrum

Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2019/20

Die Cornelia Goethe Colloquien sind ein offenes Diskussionsforum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung. Interessierte* sind herzlich eingeladen!

In diesem Semester stehen die Colloquien unter dem Titel:

Trans*Formationen

Die Kämpfe von Trans*Personen werden seit einigen Jahren verstärkt sichtbar. Mit der zunehmenden rechtlichen Anerkennung („Dritte Option“) stellt sich in Bezug auf die Aufrechterhaltung zweigeschlechtlicher Ordnungen die Frage nach Spielregeln, Begründungen, Widerständen und Sanktionen. Gleichzeitig werden die vielfältigen Lebensweisen, –realitäten und -erfahrungen von Trans*Personen vor allem im Kontext der Trans* und Queer Studies verstärkt untersucht und diskutiert. Im Rahmen akademischer und aktivistischer Kontexte wird dabei ein Perspektivenwechsel initiiert: Zuvor marginalisierte Perspekti ven, Erfahrungen und Wissensproduktionen von Personen, die sich als nicht-binär, trans*, inter*, gendervariant oder gender-nonkonform verstehen, werden ins Zentrum gerückt. Aus einer neuen Position wird so ein Licht auf vielfältige Trans*Lebensweisen geworfen.
Die sich seit zwei Jahrzehnten auch in Deutschland formierenden Transgender Studies nehmen diese Fragen in den Blick und verstehen sich explizit als (wissenschafts)kritisches Projekt. In Abgrenzung von Ansätzen, die Trans*Geschlechtlichkeit als Phänomen beleuchten, an dem sich das Normale und Allgemeine konkretisieren lässt, setzen die Transgender Studies Trans*Perspektiven zentral. Ausgehend von der Infragestellung der Norm naturalisierter Zweigeschlechtlichkeit und den Privilegien, die mit der Identifikation mit einem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht verbunden sind (Cisgenderismus), sind Analysen medizinischer und rechtlicher Regulierungen, unterschiedlich gelagerter Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen sowie eigensinniger Existenzweisen, kultureller und künstlerischer Artikulationen und Potenziale kollektiver Praktiken von Trans*Personen wichtige, inter/transdisziplinäre Forschungsfelder. So können nicht nur verändernde, objektivierende und pathologisierende Modi akademischer Wissenschaftsproduktion in Frage gestellt, sondern auch neues Wissen hervorgebracht werden. Als interdisziplinärer Ansatz weisen die Transgender Studies dabei vielfältige Schnittstellen mit anderen Forschungsperspektiven und Disziplinen auf.
Im aktuellen Colloquium werden insbesondere Fragen der Bildung und Pädagogik adressiert. Eröffnet wird die Vortragsreihe mit einer bildungstheoretischen Perspektive auf „Trans*Formati onen“. Zum Abschluss findet eine Podiumsdiskussion zu Trans*Pädagogiken und queerer Bildungsarbeit statt.
Dazwischen werden zentrale Positionen und aktuelle Fragestellungen der Transgender Studies vorgestellt und diskutiert: In welchem Verhältnis stehen Verletzungen und kollektive Praktiken? Welche besonderen Bedingungen kennzeichnen die Lebensrealitäten von Trans* of Color und geflüchteten und migrierten Trans*Personen? Welche Bedeutung haben sprachliche Bezeichnungen und Anrufungen im Zusammenhang mit gender-nonkonformen Lebensrealitäten und Positionalitäten? Welche Methoden und Methodologien sind für die Erforschung der Lebensrealitäten von Inter* und Trans*Personen angemessen? Was bedeutet es, Trans* zu imaginieren und wie ist es möglich, sich zu entscheiden, fluide, variabel, Trans* zu leben? Wie verhalten sich Trans* und Queer Studies zueinander. Und schließlich: Wie können Bildung und Anerkennung in diesen Zusammenhängen gestaltet werden?

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Zeit und Ort

Goethe-Universität, Campus Westend,
Theodor- W.- Adorno-Platz 6
PEG-Gebäude, R. 1.G 191
jeweils mittwochs, 18-20 Uhr c.t.

Der Eintritt ist frei!

Hier geht es zum Download des Programmheftes.
Layout: Miguel Pardo, Grübelfabrik

Zum Titelmotiv

„A cymbal crashed, and roaring horns“ 2017, Öl auf Leinwand © Jesse Mockrin

JESSE MOCKRIN (b. Silver Spring, MD, 1981) received her M.F.A. from the University of California, San Diego, in 2011, and her B.A. from Barnard College, New York, in 2003. Mockrin has had solo exhibitions at Night Gallery (Los Angeles), Nathalie Karg Gallery (New York), and Galerie Perrotin (Seoul). In 2019, her work was acquired by the Dallas Museum of Art, and her work also appears in the collections of the Los Angeles County Museum of Art (LACMA), the Rubell Collecti on, the KRC Collecti on, and the Hans-Joachim and Gisa Sander Foundation. In 2017 she presented a solo project at Galerie Perrotin in Seoul, South Korea. Mockrin‘s work has been covered extensively, appearing in publicati ons including Artf orum, The New Yorker, Vogue, T Magazine, Modern Painters, and Art Agenda, among others. A catalogue for her solo exhibition Syrinx was produced by Night Gallery in 2019. She lives and works in Los Angeles.

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen:

Einzeltermine

27
Nov
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
27.11.19

Der Vortrag Exit Gender von Lann Hornscheidt findet am 27.11.2019 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Exit Gender

Vortragssprache: Deutsch

Warum gibt es Frauen- und Männerschlafsäcke? Wird es mit Einführung der dritten Personenstandskategorie ‚divers‘ zukünftig neben Damen- und Herrenrädern auch diverse Fahrräder geben?

In dem Vortrag gehe ich der Frage nach, warum Gender als Kategorie so allgegenwärtig und unumstößlich erscheint – und wie diskriminierungskritische Umgänge mit Gender auf eine Re_Produktion der Kategorie Geschlecht verzichten könnten, egal, wie diversifziert sie aufgefächert wird. Wie können diskriminierungskritische Politiken aussehen, ohne immer auch wieder die Kategorien, die Teil der Diskriminierung sind, zu re_produzieren? Ich stelle den Ansatz Exit Gender vor, der darauf abzielt Gender als eigene, sozial relevante Wahrnehmung aufzugeben und stattdessen da, wo es Sinn macht, über strukturelle Diskriminierung – in diesem Falle Genderismus – zu sprechen. Der Vortrag zeigt an Beispielen, was dies für diskriminierungskritisches Handeln bedeuten kann. In dem hier entworfenen konstruktivistischen Ansatz werden Personen nicht diskriminiert, weil sie trans*, non-binär, genderqueer sind, sondern weil die Gesellschaft genderistisch ist: cisgenderistisch, zweigenderistisch, heterogenderistisch… Teil dieses Genderismus ist das Beharren auf sozialen Identitäten, die als unumgehbar aufgefasst werden. Veranschaulicht werden soll, wie eine Veränderung von Politiken und Wahrnehmungen zu einem Abbau von struktureller Gewalt führen kann.

LANN HORNSCHEIDT arbeitet zu Sprache und Gewalt sowie zu Lieben als politisches Handeln. Lann hält Vorträge und gibt Workshops, schreibt Bücher und Essays. Eine der letzten Veröffentlichungen ist ‚Exit Gender‘, zusammen mit Lio Oppenländer, bei w_orten & meer. www.lannhornscheidt.com

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
27.11.2019, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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4
Dez
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
04.12.19

Der Vortrag Wenn der rote Faden Knoten schlägt. Queering Biographicity als method(olog)ische Antwort auf die spätmoderne ‚Komplexitätsoxidation‘ von Joris A. Gregor findet am 04.12.2019 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Wenn der rote Faden Knoten schlägt. Queering Biographicity als method(olog)ische Antwort auf die spätmoderne ‚Komplexitätsoxidation‘

Vortragssprache: Deutsch

Forschungen mit inter*geschlechtlichen und trans* Biographien erfordern die Möglichkeit der RePräsentation biographischer Episoden der Nicht-, Anders- oder Zwischengeschlechtlichkeit. Im Falle von Interviews mit Befragten, die sich keiner der beiden Geschlechtskategorien männlich/weiblich zuordnen können oder wollen, kann die Orientierung an einer genuin zweigeschlechtlich konzipierten Method(ologi)e bei der Auswertung einen eklatanten Erkenntnisverlust, eine vom Forscher_innenblick ‚normalisierte‘ Ergebnisproduktion und damit einen weniger angemessenen Umgang mit dem Forschungsmaterial bedeuten.

Biographieforschungen, die sich dem Material im Kontext des kulturellen Systems der Zweigeschlechtlichkeit dementsprechend ergebnisoff en nähern möchten, benötigen entsprechendes Handwerkszeug, um die Fluidität, Vielfalt und Kreativität solcher Geschlechtsentwürfe begründet zu erfassen. Mein Vortrag möchte für eine gegenstandsangemessene Annäherung an solches Material die Method(ologi)e des ‚queering biographicity‘ vor- und zur Diskussion stellen. Nach der Darstellung der methodologischen Basis des Konzepts dokumentiere ich seine methodisch-prakti sche Seite, indem ich an ausgewählten Passagen meiner Interviews mit inter*geschlechtlichen Menschen verdeutliche, warum ich denke, dass Studien mit ‚queer content‘ von dem geschlechtsoffenen Blick auf das Material profitieren können.

JORIS A. GREGOR studierte Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Von 2009 bis 2014 Promotionsstipendium der Doktorandenschule Laboratorium Aufklärung an der Universität Jena. Seit April 2012 bis heute wissenschaftliche Mitarbeit am Lehrstuhl für allgemeine und theoretische Soziologie (Hartmut Rosa). 2014 Promotion mit einer Forschungsarbeit zur Biographie inter*geschlechtlicher Menschen (summa cum laude).

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
04.12.2019, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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11
Dez
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
11.12.19

Der Vortrag Transformationen biopolitischer Grenzen: am Beispiel intersektionaler Lebens- und Todespraktiken zu Trans*von Tamás Jules Fütty findet am 11.12.2019 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Transformationen biopolitischer Grenzen: am Beispiel intersektionaler Lebens- und Todespraktiken zu Trans*

Vortragssprache: Deutsch

Das Zweigeschlechtermodell ist schon lange umkämpfter Schauplatz von Transformationen sowie Versuchen der Fixierung binärer Identitätskonzepte. In diesem Vortrag geht es um die Frage, was Normen mit Geschlecht, Gewalt, Staatlichkeit und Biopolitik zu tun haben. Es wird argumentiert, dass das Spannungsfeld zwischen der Aufrechterhaltung des binären Geschlechtersystems sowie gegenwärtigen Transformationen als Verbindung der Foucaultschen Disziplinarmacht und Biomacht verstanden werden kann.

Dabei wird ein erweitertes Gewaltverständnis im Kontext von Lebens- und Todespraktiken begründet: als normative und intersektionale Gewalt, die v.a. über Recht und Medizin institutionell verankert ist und ungleiche Lebenschancen für Trans* und nicht-binäre Menschen hervorbringt. Innerhalb bestehender Sicherheitsdispositive und Grenzregime sind mehrfachdiskriminierte Trans* und nicht-binäre Menschen besonders stark gegenüber lebensbedrohlicher Gewalt und vorzeitigem Tod exponiert. Die Gefährdung durch rassifizierte und ökonomische Gewalt zeigt sich insbesondere darin, dass die herausragende Mehrheit der registrierten Morde an Trans* und nicht-binären Menschen weltweit an (migrantischen) Trans*Sexarbeiter*innen und Trans*Menschen of Color verübt wird. Auch Racial Profiling, der verwehrte Zugang zu gewünschter Gesundheitsversorgung oder die Abdrängung auf den irregulären Gesundheits- und Arbeitsmarkt werden als langsame Todespraktiken beleuchtet.

TAMÁS JULES FÜTTY ist Politikwissenschaftler (MA), promovierter Genderforscher und lehrt aktuell zu Gender, Diversität und Migration an der Universität Kiel. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Gender, Queer und Trans Studies, Gewaltforschung, Intersektionalität und Biopolitik. Seine Dissertationspublikation ’Gender und Biopolitik. Normative und intersektionale Gewalt gegen Trans*Menschen’ ist vor kurzem beim transcript Verlag erschienen.

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
11.12.2019, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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15
Jan
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
15.01.20

Der Vortrag Exit Routes: On Derelection and Destitution von Jack Halberstam findet am 15.01.2020 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Exit Routes: On Derelection and Destitution

Vortragssprache: Englisch

For so long we have proposed considering the politics of this or the politics of that – the politics of transgender, the politics of sex, the politics of performance, the politics of resistance – what if politics itself, as a concept and a framework is not the solution but the problem. In other words, what if this need to legitimate everything via the political as we currently understand politics (activities associated with governance) is part of the problem in that it leads to certain kinds of projects and it disallows others – the propulsive projects that engage making, doing, being, building, becoming, knowing, declaring, proposing, dealing, moving and so on.

New York, NY – April 29th, 2019: Jack Halberstam posing for a portrait at The New York Times building for part of a panel discussing the topic of camp.

JACK HALBERSTAM is Professor of Gender Studies and English at Columbia University. Halberstam is the author of six books including: ‘Skin Shows: Gothic Horror and the Technology of Monsters’ (Duke UP, 1995), ’Female Masculinity’ (Duke UP, 1998), ’In A Queer Time and Place’ (NYU Press, 2005), ’The Queer Art of Failure’ (Duke UP, 2011) and ’Gaga Feminism: Sex, Gender, and the End of Normal’ (Beacon Press, 2012) and, most recently, a short book titled ’Trans*: A Quick and Quirky Account of Gender Variance’ (University of California Press). Places Journal awarded Halberstam its Arcus/Places Prize in 2018, for innovative public scholarship on the relationship between gender, sexuality and the built environment. Halberstam is currently working on several projects including a book titled ’Wild Thing: Queer Theory After Nature’ on queer anarchy, performance and protest culture, the intersections between animality, the human and the environment.

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
15.01.2020, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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29
Jan
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
29.01.20

Der Vortrag Zugehörigkeit(en) im Trans*-Aktivismus von Yv Nay findet am 29.01.2020 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Zugehörigkeit(en) im Trans*-Aktivismus

Vortragssprache: Deutsch

„The Transgender Tipping Point“: So betitelte 2014 das US-amerikanische Magazin Time eine der Cover-Storys und beschrieb damit die weitreichenden Errungenschaften von Transgender/Trans*-Aktivismus hinsichtlich rechtlicher Anerkennung und Sichtbarkeit von Menschen, die Geschlecht jenseits der herrschenden Normen leben. Zugleich ist seit einigen Jahren mit erstarkten rechtspopulistischen und christlich-konservativen Kräft en ein Backlash gegen Trans*Rechte und verstärkte trans*phobe Gewalt weltweit zu verzeichnen. Dieser spezifische Moment in derzeitigen Transgender/Trans*-Politiken ist der Ausgangspunkt für den Vortrag, in dem die affektiven Implikationen der Formierung politischer Gemeinschaften und von Politiken der Zugehörigkeit von Trans*-Aktivist*innen erörtert werden.

YV E. NAY, ist Gastprofessor*in am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Derzeit forscht Nay an einem Projekt unter dem Titel ’Affective Activism’, das gefühltes Erleben und politisches Engagement in Trans*Communities untersucht. Im Buch ’Feeling Family’ (2017) schreibt Nay über Erfahrungen und Politiken rund um Familien von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Personen. Nay hat die Anthologie ’Affekt und Geschlecht’ (2014) mit herausgegeben und ist in der Herausgeber*innenschaft für die Sondernummer ’The Europa Issue’ von Transgender Studies Quarterly.

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
29.01.2020, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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5
Feb
18:00 bis 20:00
Campus Westend PEG-Gebäude
05.02.20

Die Podiumsdiskussion: Geschlechtliche Vielfalt in KiTa, Schule, Hochschule und Jugendarbeit – bildungspraktische Perspektiven zur „dritten Option“ findet am 05.02.2020 von 18 bis 20 Uhr c.t. im PEG-Gebäude am Campus Westend statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen können Sie dem Programmheft entnehmen.

Podiumsdiskussion: Geschlechtliche Vielfalt in KiTa, Schule, Hochschule und Jugendarbeit – bildungspraktische Perspektiven zur „dritten Option“

Vortragssprache: Deutsch

Moderation: Tina Breidenich (Pädagogische Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität)

2017 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass eine dritte Personenstandskategorie in Deutschland eingeführt werden muss. Diese Entscheidung zur sogenannten „Dritt en Option“ wurde damit begründet, dass Personen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen (wollen oder können), in ihren Grundrechten verletzt werden, wenn das Personenstandsrecht sie dazu zwingt, sich binär als weiblich oder männlich zu registrieren. Spätestens seit der veränderten rechtlichen Situation müssen sich Institutionen in u.a. Politik und Verwaltung aber vor allem auch Bildungseinrichtungen daher verstärkt mit der Lebensrealität von trans*, inter* sowie nicht-binären Menschen und deren Möglichkeiten zur Selbstbestimmung auseinandersetzen. Mit den Fragen, ob und wie dies geschieht, bleiben die Institutionen bisher oftmals sich selbst überlassen.

Darüber hinaus ist die Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem bisher vor allem belegt für die Ungleichheitsdimensionen Klasse, natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeit und Geschlecht. Wie aber verhalten sich diese Dimensionen zu Heteronormativität und Cisgenderismus? Und wie müsste „Bildung“ an einer inklusiven und differenzreflexiven (Hoch)Schule aussehen, damit sexuelle und geschlechtliche Vielfalt berücksichtigt und strukturelle Diskriminierungen systematisch abgebaut werden? Wie verhält sich schließlich Pädagogik zu Politik?

Ort & Zeit

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 191
Datum, 18-20 Uhr c.t.

Veranstalterin

Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC)
Konzeption: Bettina Kleiner, Marianne Schmidbaur, Franziska Vaessen, Tina Breidenich
Koordination: Lucas Schucht

Für die Unterstützung der Veranstaltungsreihe bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Kooperationspartner*innen!

Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
Frankfurt am Main,
Hessen,
Deutschland
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Vergangene Cornelia Goethe Colloquien

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2019

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2018/19

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2018

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2017/18

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2017

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2016/17

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2016

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2015/2016

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2015

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2014/2015

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2014

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2013/2014

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2013

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2012/2013

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2012

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2011/2012

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2011

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2010/2011

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2010

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2009/2010

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester 2009

Booklet: Cornelia Goethe Colloquien im Wintersemester 2008/2009

Booklet: Kolloquium im Sommersemester 2008

Booklet: Kolloquium im Wintersemester 2007/2008

Booklet: Kolloquium im Sommersemester 2007

Booklet: Kolloquium im Wintersemester 2006/2007

Booklet: Kolloquium im Sommersemester 2006

Booklet: Kolloquium im Wintersemester 2005/2006