Der Sammelband „Gender Studies Otherwise“ wird von der Arbeitsgruppe Dekolonisierung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien/Gender Studies herausgegeben. Ziel des Bandes ist es, Debatten und Reflexionen zu Erfahrungen mit Dekolonisierungsprojekten in Lehre, Forschung und Institutionen festzuhalten und dekoloniale, rassismuskritische Visionen von Gender Studies zu teilen und zu fördern. Auf der Buchvorstellung sprechen Herausgeber*innen und Autor*rinnen über die Zielsetzung des Bandes, Ein- und Ausschlüsse und den Stand der Gender Studies in Deutschland sowie die Aktualität dekolonisierender Praxen.
Die Herausgeber*innen und Beitragenden Marianne Schmidbaur, Sheila Ragunathan, Denise Bergold-Caldwell, Inka Greusing und Christine Vogt-William werden anwesend sein.

Denise Bergold-Caldwell Dr. phil., ist Postdoc an der Universität Innsbruck beim CGI. Sie ist Bildungsforscherin mit besonderem Schwerpunkt auf Gender Studies. Ihre Forschungsinteressen umfassen Theorien der Sorge/Care sowie theoretische Untersuchungen von Bildung und Subjektivierung aus einer dekolonialen Perspektive oder im Zuge von Black Studies. Sie war Vertretungsprofessorin und Gastprofessorin an der Universität Flensburg und an der Universität Wien. Sie ist ständige Herausgeberin der Zeitschrift GENDER. Bergold-Caldwell, Denise / Blum, Rebekka / Dangelat, Marina / Grenz, Juno / Maurer, Susanne / Thon, Christine (Hrsg.) (2025): Pädagogik und Geschlecht als Gegenstand politischer Kämpfe: Zur Analyse rechter, antifeministischer und rassistischer Diskurse. Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich.
Inka Greusing, Dr.in phil. ist ausgebildet als Diplom-Ingenieurin und Geschlechterforscherin. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der TU Berlin mit der Konzeption und Leitung Techno-Club‘s betraut, forscht und lehrt zur feministischen Fachkulturforschung in den Ingenieurwissenschaften und zu Machtstrukturen in Natur- und Technikwissenschaften. Sie ist Gründungsmitglied der Fachgesellschaft Geschlechterstudien und der AG Dekolonisierung in der Fachgesellschaft.

Sheila Ragunathan (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Sorgeverantwortung (an) der Hochschule(SoHoch)” an der Universität Bielefeld. Sie interessiert sich für intersektionale Herrschaftskritik als interdisziplinäre Forschungsperspektive und politische Praxis. In der Erziehungswissenschaft promoviert sie zu Praktiken kritischer Subjektwerdung am Ort politischer Bildung aus subjektivierungstheoretischer Perspektive. Sie ist außerdem Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift „Betrifft Mädchen*“, der Fachzeitschrift für Mädchen*-/MINTA-Arbeit der LAGM*ANRW. In diesem Rahmen hat sie gemeinsam mit Jaar Boskany das letzte Schwerpunktheft (01/26) mit dem Titel „behinderung und & rassismus“ verantwortet.

Marianne Schmidbaur Dr. phil., bis 2022 wissenschaftliche Geschäftsführerin und zuletzt geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums für Geschlechterforschung der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Sie hat 2015 die AG Dekolonisierung in der Fachgesellschaft Geschlechterstudien mitbegründet und war bis 2020 stellv. Sprecherin. 2013-2021hat sie an der Planung und Organisation der Angela Davis Gastprofessuren mitgewirkt und 2019-2021 an den Internationalen Frankfurter Sommer- und Winterschulen Decolonisation and Feminisms. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender Studies, (Queer)Feministische Theorie, Geschichte und Theorie feministischer Bewegungen sowie Care Soziologie.

Christine Vogt-William Dr. phil. ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und in den Bereichen Gender Studies, Postkolonialismus und dekoloniale Theorie tätig. Ihre Forschungsinteressen umfassen unter anderem die Literatur der Schwarzen und südasiatischen Diaspora, Science-Fiction, Gothic und Fantasy sowie kritische Diversitätsansätze in institutionellen Kulturen und Kontexten der Hochschulbildung. Sie war von 2014 bis 2017 als Interim-Professorin für Postkoloniale- und Gender Studies am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Außerdem war sie Leiterin des Gender- und Diversity-Büros des Exzellenzclusters „Africa Multiple“ (2019–2025) an der Universität Bayreuth. Kürzlich war sie Mitherausgeberin und Mitautorin eines Sammelbands zur Dekolonisierung der Gender Studies im deutschen Hochschulwesen (Gender Studies otherwise? Wiesbaden: Springer Verlag. 2025). Ihr aktuelles Forschungsprojekt befasst sich mit intersektionalen Perspektiven auf biologische Zwillingsbeziehungen und komplexe Verkörperungen in zeitgenössischen anglophonen Romanen.
Der Raum ist über Aufzüge erreichbar. Es gibt zwei barrierefrei Toiletten im 1. Stock (1.G40s und 1.G40h).
Auf der Etage befindet sich eine All Gender-Toilette (1.G40n) mit Steh- und Sitzklos. Im 2. Stock des CGC befindet sich außerdem eine FLINTA*-Toilette (2.G40q).
Das CGC bemüht sich um eine möglichst gute Barrierefreiheit seiner Veranstaltungen. Wenn Sie Assistenz benötigen, um an unserer Veranstaltung teilzunehmen, teilen Sie uns Ihren Unterstützungsbedarf bitte bis zum 08.05.2026 per Mail an cgcentrum@soz.uni-frankfurt.de mit. Wir bemühen uns daraufhin, die aufgetretenen Barrieren im Rahmen unserer Möglichkeiten zu mindern.
Gerne können Sie an dieser Veranstaltung mit Ihren Kindern teilnehmen. Bitte wenden sich bis zum 08.05.2026 an unsere oben genannte Mailadresse, falls Sie wünschen, dass wir uns außerdem um eine Kinderbetreuung bemühen. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
